Zweites legendäres
Feuersee-Schwimmen
am 29. Juni 2002



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Das legendäre Feuersee-Schwimmen:

Jahrelang wurde darüber nur geflachst. Man werde erst dann ein echter Dahenfelder, so sagten die "richtigen Dohfelder" immer zu den Zugezogenen, wenn man einmal durch den Feuersee geschwommen sei. Geschwommen ist trotzdem nie einer, denn der Feuersee ist nun mal kein See, sondern ein häßliches, länglich-viereckig betoniertes Rückhaltebecken im Industriegebiet - mit Löschwasser für die Feuerwehr, falls es einmal brennen sollte. Das Wasser in diesem Feuersee zeichnet sich weder durch Frische noch durch Sauberkeit aus. Dafür ist es kalt.

Nun lernen aber Neu-Dahenfelder bald, dass die Einheimischen sie noch in 50 Jahren als Zugezogene ansehen werden. Alle wohlgemeinten Versuche, hieran durch soziale Aktivitäten im Elternbeirat des Kindergartens, als Jugendtrainer oder Altherrenkicker etwas ändern zu wollen, sind zum kläglichen Scheitern verurteilt. Die Dahenfelder haben keineswegs Probleme mit ihren Neubürgern. Wenn diese sich in die Dorfgemeinschaft einbringen, sind sie herzlich willkommen und ihr Engagement wird geschätzt. Aber sie bleiben trotzdem Zugezogene.

Aus dieser Not heraus fanden sich am 29. Juni 2001 dann tatsächlich und erstmals drei waghalsige Kandidaten, die - vor mehr als fünfzig begeisterten Zuschauern - mit Schwimmreifen und Armflügeln gewappnet den "See" durchschwammen und danach die offizielle Einbürgerungsurkunde erhielten. Die Foto-Story über dieses Großereignis kann noch heute auf der Dahenfelder Webseite nachgelesen werden.

Weil es so schön war, wurde, wie in Dahenfeld üblich, gleich eine Tradition ins Leben gerufen. Jedes Jahr am 29. Juni (St. Peter und Paul) findet nun das legendäre Feuersee-Schwimmen statt. Am Samstagabend war es wieder so weit. Organisiert vom Motorradclub MC Extraprall und überwacht von der Freiwilligen Feuerwehr sollte der Event steigen. Schaulustige gab es auch genug, aber wo blieben die Kandidaten? Interessenten hatte es im Vorfeld zahlreich gegeben, aber mit Marcel Häfele war nur ein einziger erschienen. Das erhöhte den moralischen Druck bei denjenigen, die eigentlich nur zuschauen wollten, aber auch (noch) keine echten Dahenfelder waren. Schließlich erklärte sich die gebürtige Möckmühlerin Erika Keicher mutig bereit, den Sprung in die Fluten zu wagen. Zur Bedingung machte sie lediglich, dass ein Einheimischer ihr den Weg weisen müsse. Alfred Dulz, Ur-Dahenfelder und mit allen Wasser gewaschen, ließ sich diese Chance nicht entgehen und schwamm mit gutem Beispiel voraus. Erika Keicher und Marcel Häfele bewältigten die Strecke in neuer Rekordzeit, da sie auf Schwimmflügel verzichteten. 

Matthias Herkle (Vorjahres-Schwimmer) sowie MC Extraprall-Vorstand Gilbert Heinrich händigten den beiden Neu-Dahenfeldern die Einbürgerungsurkunden aus und ernannten Alfred Dulz zum "Dahenfelder hoch zwei". Für das nächste Feuerseeschwimmen am 29. Juni 2003 liegen die ersten Anmeldungen bereits vor.

Text +Fotos © Johann Habla
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