Aktuelles von gestern (das Jahr 2004) 

Weihnachtsfeier MGV Dahenfeld
Adventsingen vorm Rathaus
Winterfeier SC Dahenfeld
Friedhof: Aussegnungshalle wird erweitert
Die Raupe auf dem Waldlehrpfad
Musiker von D.O.N.K. überzeugen
Geheimnisvolle Flaschenpost
Sportheim hat neuen Pächter
Einwohnerzahlen zum 31.08.2004
Neuer Ortsvorsteher gewählt
Verdiente Ortschaftsräte verabschiedet
In Dahenfeld endet eine Ära
Hugo Keicher als OV verabschiedet
Baugebiet "Brunnengasse"
Dahenfelder Dorffest (2)
30.000er Besucher auf dahenfeld.de
Das 23. Dorffest (1)
4. Feuersee-Schwimmen
Wahl zum Gemeinderat (2)
Sonnwendfeier am 19. Juni
Ergebnisse Gemeinderatswahl
Ergebnisse Ortschaftsratswahl
Sportplatzeinweihung
Sportheim vorübergehend zu
Wahl zum Ortschaftsrat (3)
Spargel
Wahl zum Gemeinderat (1)
Wahl zum Ortschaftsrat (2)
Wahl zum Ortschaftsrat (1)
Tischtennis-Vereinsmeisterschaften
Einwohnerzahlen 
Rathaussturm am 20. Februar
Dahenfelder in der Zeitung
Dahenfelder Narren in Gochsen
Faschingswochenende 7./8. Februar
Einwohnerzahlen
Dahenfelder Faschingswochenende
Wechsel im Gemeinderat
Nachwuchsköche in der Grundschule

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Himmlische Chöre und Blasmusik-Evergreens 

Bei der Weihnachtsfeier des Musik- und Gesangverein Dahenfeld zogen das Vorstufenorchester, die Jugendkapelle, 45 Musiker des aktiven Blasorchesters, dazu 35 Mitglieder des Projektchors sowie die Sänger des Männerchors in der Hüttberghalle sämtliche Register ihres Könnens. 


Für beste Stimmung in der Hüttberghalle sorgten unter anderem die Sänger
des Musik- und Gesangvereins Dahenfeld während ihrer Weihnachtsfeier.
(Foto: Ralf Seidel)

Die Zukunft des Vereins, so Vorsitzender Benno Baum sei auf Jahre hinaus gesichert. Nach zwei Weihnachtsliedern der Anfängergruppe unter der Leitung von Eberhard Baum ließen Sebastian Erlewein und der Männerchor im Festsaal die "Weihnachtsglocken" erklingen.

Seit vier Jahren bilden die Dahenfelder mit den Sängern von Eintracht Cäcilia Binswangen eine Chorgemeinschaft. Die harmoniert inzwischen so erfolgreich, dass sie im Oktober 2005 wieder ein Konzert ausgerichtet werden. Mit der "Morgenstimmung" aus der Peer-Gynt-Suite von Edvard Grieg präsentierte sich auch die Jugendkapelle des Vereins unter der Stabsführung von Wolfgang Kapp. Bei Hans Zimmers oscar-preisgekrönter Musik aus dem Film "König der Löwen" überraschte vor allem der ausgereifte Klangkörper des jungen Orchesters.

Verstärkt wurde im zurückliegenden Jahr nicht nur die Jugendkapelle, auch der Projektchor hat Zuwachs erfahren. Fünf Jahre nach ihrer Gründung wird die jüngste Sparte des Vereins das kulturelle Leben des Stadtteils im Juni mit einem ersten eigenen Konzert bereichern.

Rhythmisch und mit viel Leidenschaft wurde "Si ma ma kaa" geboten, ein Volkslied aus Afrika, bei dem der Funke übersprang, so dass an das nachfolgende "Der Löwe schläft heut' Nacht" keiner im Saale so recht glauben mochte. Die Truppe um Dirigentin Annegret Friede krönte ihren Auftritt mit dem Choral "Nearer my God to Thee" und einem "Happy Xmas" nach Musik von John Lennon und Yoko Ono.

Das Blasorchester unter Vizedirigent Wilfried Huber meldete sich mit der Fanfare "Acclamation" von John Higgins zu Wort. Offensichtlich ist beim MGV nicht nur "Morgens um sieben" die Welt noch in Ordnung: Dem James-Last-Evergreen folgte das Medley "ABBA Gold", bei dem Annegret und Julia Baum sowie Martin und Florian Schmitzer den sangen.

Nach dem Titel "Mountain Rock" von Günter Noris, bei dem Julia Baum als Solistin am Saxophon brillierte, verabschiedeten sich Blasorchester und Projektchor mit "Merry Christmas" vom Publikum. Den Abschluss bildete das unter der Regie von Stefanie Erlewein einstudierte, heiter-besinnliche Weihnachtsspiel. Zwölf Dahenfelder Kinder um den elfjährigen Zirkusdirektor Manuel Rünzi erzählten außerdem vom Scheitern der Weihnachtsbotschaft im Festtagskommerz.

Reinhold Dick, stellvertretende Vorsitzender des Blasmusik-Kreisverbandes Heilbronn, zeichnete elf langjährige Musiker des MGV Dahenfeld mit Ehrennadeln des Blasmusikverbandes aus. Seit zehn Jahren sind Mario Keicher und Steffen Papenfuß im Verein aktiv. Für 20-jähriges Musizieren wurden Regina Storz, Sigrun Lohmann und Markus Baum geehrt. Die neugestaltete und erstmals verliehene Verbandsehrennadel in Gold tragen künftig Bettina Sieger, Eberhard Baum, Harald Heinrich, Manfred Keicher und Martin Bauer am Revers. Sie können auf eine 30-jährige Musikerkarriere zurückblicken.

Sein 40-jähriges Vereinsjubiläum feiert der Moderator des Abends, Jugendleiter Werner Körner. Mit dem Ehrenbecher des Vereins wurden die früheren Musiker Alwin Heinrich und Manfred Lohmann ausgezeichnet, die dem MGV seit einem halben Jahrhundert die Treue halten. Der langjährige Sängervorstand und Personalorganisator Konstantin Bauer wurde in Würdigung seiner Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt.

Aus der Heilbronner Stimme vom 24.12.2004

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Wie verrückt sich aufs Weihnachtsfest freuen 

Von Hans-Peter Jäger 

Manchen Menschen geht die Dauerberieselung durch Weihnachtslieder in Kaufhäusern und auf Weihnachtsmärkten an die Nieren. Wie wohltuend ist es da, eine Stunde lang dem Adventssingen zuzuhören, das seit Jahren in Dahenfeld am dritten Adventssonntag in den Abendstunden angeboten wird. 

Die Musikanten des Neckarsulmer Stadtteils blasen und singen zur Freude ihrer Zuhörer, deren Zahl jedes Jahr zunimmt. Kein Wunder, ist doch die stimmungsvolle Kulisse vor dem alten Fachwerkrathaus in der Ortsmitte und die passende Musik bestens geeignet, die Besucher auf die bevorstehenden Weihnachtstage einzustimmen. Sie bleiben alle, bis der letzte Ton verklungen ist, denn mit warmem Punsch und Glühwein, dazu Weihnachtskuchen oder heißen Würsten, lassen sich auch Minustemperaturen oder kalte Füße besser aushalten. Und die Spielleute, die unter dem großen hell erleuchteten Tannenbaum versammelt sind, fühlen die Kälte eh' nicht, weil sie mit größtem Eifer bei der Sache sind.


Stimmungsvolles Adventssingen im Dahenfelder Ortskern:
Vor dem Fachwerk-Rathausversammelten sich Chöre und Musiker,
um die Zuhörer so richtig auf das Weihnachtsfest einzustimmen.
(Foto: Dittmar Dirks)

Ein junges Bläsertrio unter Leitung von Markus Baum übernahm vom Balkon herunter die musikalische Eröffnung. Regisseurin Annegret Baum hielt die Fäden des Abends fest in Händen und Quido Kleiner führte humorvoll durchs Programm.

Die Männerchorgemeinschaft aus Dahenfeld und Binswangen ließ, dirigiert von Sebastian Erlewein, Weihnachtsglocken erklingen und erinnerte an den immergrünen Tannenbaum. Das Bläserquintett des Musik- und Gesangsvereins Dahenfeld intonierte unter Leitung von Wolfgang Kapp eine Weihnachtsliedersuite. 

Wie heiß alle Kinder auf die bevorstehenden Festtage mit den erhofften Überraschungen sind, machte der Kinderchor Rasselbänd deutlich. "Wir freuen uns auf Weihnachten wie verrückt. Ein paar Tage noch, dann wird der Baum geschmückt", ließen sie erwartungsfroh vernehmen. Angela Weinreich dirigierte und Annegret Baum begleitete auf der Gitarre.

Jetzt waren wieder die Bläser an der Reihe. Ein Trio und ein Septett spielten, von Markus Baum geführt, weihnachtliche Weisen und animierten die Zuhörer zum Mitsingen. Ruth Bellon hatte die Sänger des Kirchenchores St. Remigius fest im Griff. Sie erinnerten gefühlvoll mit einem "Magnificat" und dem Adventslied "Macht hoch die Tür" ans nahe Christfest. 

Nachdem alle Kinder mit Lebkuchen bestens versorgt waren, machten die Besucher mit dem gemeinsam angestimmten Lied "O du fröhliche" ihre Vorfreude auf Weihnachten deutlich.

Aus der Heilbronner Stimme vom 13.12.2004 

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Unterhaltsame Winterfeier des SC Dahenfeld in der Hüttberghalle

Von Markus Müller

Am Samstag, dem 04. Dezember 2004 beging der SC Dahenfeld seine alljährliche Winterfeier. Der 1. Vorsitzende, Stefan Erlewein, konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter erstmals auch Neckarsulms Oberbürgermeister Volker Blust mit Gattin. Stefan Erlewein leitete mit einer nachdenklich machenden Rede den Festakt ein. Er stellte dabei nicht alleine den wirtschaftlichen, sondern vielmehr den sozialen Aspekt des Vereinswesens im Allgemeinen und den des örtlichen Sportvereins im Besonderen in den Vordergrund. Dabei warf er insbesondere die Frage auf, weswegen gerade in dieser Zeit, in welcher der Ruf nach mehr Integration immer lauter wird, unsere Landesregierung meint, die Mittel für Übungsleiter kürzen zu müssen und dabei die wertvolle integrative Arbeit der Vereine unterminiert. Weswegen, so Erlewein, verwehre man den ehrenamtlich Tätigen das Rüstzeug um das Gemeinwesen voran zu treiben ? Glücklich könne man sich schätzen, dass die Stadt Neckarsulm stets unterstützend zur Seite steht, was alleine das neue Sportgelände belege, aber nicht jeder Verein hat das Glück auf seine Gemeinde bauen zu können.

Unter dem Motto „Olympia“ begann dann die eigentliche Feier mit einer farbenfrohen Vorführung der Turnabteilung. Dermaßen eingestimmt durften die Jubilare ihre Ehrungen für ihre treue Mitgliedschaft beim SC entgegennehmen. Der SC – Chor „Bernd and Band“ zeigte sich von seiner fetzigen Seite und brachte einen rockigen Touch in die vorweihnachtliche Halle. Die Vorführung kam ausgezeichnet bei den Gästen an.

Im Anschluss daran wurden diejenigen geehrt, die es den vielen, vielen sportbegeisterten ermöglichen, ihrem Hobby unter Anleitung Folge zu leisten, die ehrenamtlichen Trainer und Betreuer. Ohne sie wäre der SC Dahenfeld in dieser Form nicht existent.

Eine fetzige Aerobictanzvorführung der Gymnastikabteilung bildete den nächsten Punkt des Programmes. Zum guten und traditionellen Schluß des offiziellen Teils der Winterfeier wurde das Theaterstück „A Pfondsfamilie“ von der SC – Theatergruppe und unter Leitung von Stefan Erlewein aufgeführt. Eine lustige Geschichte, in der sich ein festgelebtes Ehepaar von seiner eigenen Eitelkeit und seinen beiden Kindern etwas zum Narren halten lässt und schließlich neue Würze in das Eheleben bringt. Ein großer Spaß für die ganze Halle.

Unter gewohnt hervorragender Bewirtung des MGV Dahenfeld ging die Winterfeier in den gemütlichen Teil über und so manches Gläschen wurde noch genossen und so manches Thema diskutiert.

Jugendwinterfeier

Von Bruno Bauer

Die Jugend-Winterfeier des SC Dahenfeld wurde dieses Jahr von der Turnjugend gestaltet. Die kreative Betreuergruppe hatte sich das Motto „Olympia Dahenfeld 2004“ ausgedacht. Neben den Olympischen Ringen flackerte das Olympische Feuer auf der Bühne der Hüttberghalle. Der Einzug der Nationen wurde von der Gruppe des Eltern-Kind Turnens nachgestellt. Begeistert wurden die jüngsten SC Turner von den Besuchern in der vollbesetzten Hüttberghalle begrüßt. Nicht weniger bunt verlief der nächste Programmpunkt. Mit leuchtenden Bändern balancierten die Vier- bis Sechsjährigen geschickt über eine Gymnastikbank, die sie mit spektakulären Sprüngen verließen. Besonders gelungene Aktionen wurden mit Szenenapplaus bedacht. In der Disziplin Rhythmisches Bodenturnen zeigten die Mädchen Taktgefühl und beeindruckten mit einer flotten  Folge von synchron vorgetragenen Turnübungen. Stolz und mit bereits gut ausgebildeter Oberarmmuskulatur betraten die achtjährigen Turner die Bühne. Danach schwangen sie sich auf den Barren und zeigten ihr Können. Auch diese Gruppe wurde vom Publikum begeistert gefeiert, als sie sich mit einer selbstbewussten Verbeugung verabschiedeten. Elegant stolzierten danach die gleichaltrigen Mädchen über den Schwebebalken und wussten auch mit kunstvoll anmutenden Figuren zu gefallen. Wie eine wilde Horde von mutigen Draufgängern stürmten die zehnjährigen Trampolinspringer die Bühne und zeigten atemberaubende Flüge. Mit den klassischen Turnübungen Rolle vorwärts, Rad, Handstand und Flick Flak  wurde den Zuschauern eindrucksvoll ein anspruchsvoller Leistungsstand von den großen Turnermädchen demonstriert. Still und angespannt war es in der Halle, als die Akrobatikabteilung wagemutig eine sensationelle Übung nach der anderen vorführte. Tosenden Applaus ernteten die furchtlosen Turner, nachdem die Zuschauer sicher waren, dass alles gut gegangen war. Eine Abschlussgala zelebrierten die zwölfjährigen Mädchen mit interessanten Lichteffekten und fetzigen Tänzen. Die durch den großen Erfolg beim Publikum sichtlich erheiterte Betreuer, bildeten zum Abschluss noch das Wort ENDE mit Ihren durchtrainierten Körpern. Nachdem Moderator Benno Baum dieses Wort mit Hilfe der Kindern auflösen konnte, betrat der Nikolaus die Halle. Artig sangen die jungen Fußballer und Turner Adventslieder, als Lohn wurden sie reichlich beschenkt. Abteilungsleiter Bernd Chardon hatte mit seinem Betreuerteam eine kurzweilige Bühnenshow geboten, das Publikum beklatschte jede gelungene Aktion und trug damit wesentlich zum Gelingen dieser traditionellen Veranstaltung bei.

Ehrungen

Jeder Verein lebt von seinen Mitgliedern. Dem 1946 gegründeten Sportclub halten viele Dahenfelder schon seit Jahrzehnten die Treue. So konnten diesmal 24 Mitglieder für mindestens 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt werden. Egbert Amon, Heribert Keicher und Kurt Stapf sind seit 1964 im Verein. Anton Maurer, Egon Müller und Erich Sieger können sogar auf stolze 50 Jahre im SC zurückblicken. Stefan Erlewein und der 2. Vorstand Winfried Heinrich überreichten den Jubilaren Urkunde und Ehrennadel, verbunden mit dem Wunsch, dass die Geehrten sich auch in Zukunft mit ihrem Verein verbunden fühlen.

12.12.2004

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Stadt Neckarsulm lässt Trauergäste nicht im Regen stehen
Aussegnungshalle des Dahenfelder Friedhofs wird erweitert

von Andreas Bracht

Die Aussegnungshalle auf dem Friedhof im Neckarsulmer Stadtteil Dahenfeld wird Trauergäste im kommenden Jahr besser vor Wind und Regen schützen. Wie der Bauausschuss des Neckarsulmer Gemeinderates beschloss, wird die Aussegnungshalle nach Osten hin um 34 Quadratmeter erweitert und mit einem neuen Flachdach versehen. Im Zuge der Erweiterung wird auch der Bodenbelag im Innern erneuert und ein neuer Geräteschuppen errichtet. Die genehmigten Gesamtbaukosten betragen 120.000 Euro.

Nachdem bereits der Ortschaftsrat von Dahenfeld dem Entwurf des städtischen Hochbauamtes einstimmig zugestimmt hatte, gab auch der Bauausschuss grünes Licht für die bauliche und gestalterische Aufwertung des Gebäudes. Damit auch größere Trauergemeinschaften unter dem Hallendach Platz finden, wird die Überdachung um vier Meter verlängert. Zu diesem Zweck wird das bestehende geneigte Dach teilweise abgetragen und durch ein neues Flachdach ersetzt. Den Abschluss der Erweiterung bildet eine neue Glaswand, die gleichzeitig als Witterungsschutz dient. Der Durchgang an den Seiten bleibt offen.

Nach Westen hin schließt das neue Flachdach an das bestehende Pultdach an, unter dem sich die Nebenräume der Aussegnungshalle befinden. Für einen architektonisch geschlossenen Eindruck wird die horizontale Gebäudelinie unterhalb des Flachdaches mit Lamellen betont. Dieser Gestaltung wird auch der neue Geräteschuppen angeglichen. Schließlich erhält die Aussegnungshalle einen neuen Bodenbelag aus Betonpflaster, der mit vorgesetztem Naturstein zusätzlich aufgewertet wird. Mit der Erweiterung soll im Frühjahr 2005 begonnen werden. Während der Bauzeit bleibt der Friedhofsbetrieb gewährleistet. Die Stadt ist bemüht, Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten so gering wie möglich zu halten.

Aus der Heilbronner Stimme vom 24.11.2004   

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Auf dem Waldlehrpfad mit der Raupe spielen

Der ökologische Waldlehrpfad im Forst Neckarsulm-Dahenfeld wird von neuen Tierfiguren bevölkert. Bei einem Rundgang auf dem drei Kilometer langen Lehrpfad können Spaziergänger jetzt mehrere Nagetiere und eine riesige Raupe aus nächster Nähe betrachten.

Von Friedhelm Römer

Wie alle anderen Holzfiguren entlang des Waldlehrpfads wurden auch die beiden neuesten Exponate von der gemeinnützigen Gesellschaft "Die Werkstatt" aus Heidelberg aus Eichenholz geschnitzt und von der Stadt Neckarsulm finanziert. Die neuen Figuren sind nach einer Idee des ehemaligen Revierförsters Helmut Weimert entstanden. Auch das geeignete Rohmaterial stellte er der Heidelberger Werkstatt zur Verfügung: zwei besonders schön geformte Eichenstämme mit dicken Ästen, die dem Förster bei der Holzernte sofort aufgefallen waren. Ein Stamm ist jetzt Tummelplatz für ein Eichhörnchen, zwei Siebenschläfer und eine Maus, die an beiden Enden direkt aus dem Stamm heraus gearbeitet wurde - mit dem Kopf auf der einen und dem Schwanz auf der anderen Seite.


Revierförster Helmut Weimert (links) und der Leiter der Abteilung "Grünbereich" 
beim Neckarsulmer Bauhof, Anton Hirth, freuen sich über die neue Riesenraupe 
auf dem ökologischen Waldlehrpfad. (Foto:snp)

Den zweiten Eichenstamm verwandelten die Heidelberger Schnitzkünstler in eine sechs Meter lange grüne Raupe, deren Rücken nicht nur die Kinder des Waldkindergartens zum Sitzen und Spielen einlädt. Bewusst sei eine vergrößerte und anschauliche Darstellung gewählt worden, um Kinder anzusprechen, erläuterte Helmut Weimert. So blicken die kleinen Waldbesucher in ein lustiges Raupengesicht mit großen Kulleraugen und einem Eichenblatt im Maul. Die zehn Füße des überdimensionalen Waldbewohners sind in buntes Schuhwerk gehüllt. In dieser Form verbinde die Holzfigur die Darstellung des Ökosystems Wald mit einem praktischen Spielwert für Kinder, so Helmut Weimert.

Fachmännisch und sicher aufgestellt wurden beide Holzfiguren vom städtischen Bauhof. Obwohl das Forstrevier Neckarsulm-Dahenfeld zum Jahresende im Zuge der landesweiten Verwaltungsreform aufgelöst wird, soll der Waldlehrpfad weiter ergänzt werden. Für neue Figuren liegen in der Heidelberger Werkstatt schon die nächsten Eichenstämme bereit.

Aus der Heilbronner Stimme vom 09.11.2004

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Junge Musiker zeigen selbstbewusst viel Gefühl

Von Benno Baum

Mit einer für Blasmusik bearbeiteten Fassung der Suite "Bilder einer Ausstellung", eröffnete die D.O.N.K.-Formation unter Leitung von Dirigent Marc Lange den diesjährigen Blasmusikabend der Stadt Neckarsulm in der Ballei.


Die D.O.N.K.-Formation unter der Leitung von Marc Lange setzt sich aus
Jungmusikern aus Dahenfeld, Obereisesheim, Neckarsulm und dem
Kolpingblasorchester zusammen. (Foto: Benno Baum)

Moderatorin Julia Baum erläuterte den zahlreich erschienenen Zuhörern, was sich hinter dem Namen D.O.N.K. verbirgt.

Vor zwei Jahren trafen sich die Jungmusiker aus Dahenfeld, Obereisesheim, Neckarsulm und dem Kolpingblasorchester zum ersten Mal, um gemeinsam Stücke einzuüben, die in den jeweiligen Stammjugendorchestern wegen Besetzungsengpässen nicht gespielt werden konnten. Aus den Anfangsbuchstaben wurde dann der Name D.O.N.K.-Formation kreiert.

Das neunköpfige Trompetenregister überzeugte im weiteren Verlauf des flotten Programms bei "Bugler's Holiday" mit einer selbstbewussten Leistung. Mit schallenden Fanfarenklängen wurde die Filmmusik aus "Star Wars" vorgetragen, ehe bei Bernsteins West Side Story die Jungmusiker außerordentlich viel musikalisches Gefühl in die Gestaltung der weltbekannten Melodien legen mussten.

Die Schlagzeuger durften bei den letzten beiden Stücken temperamentvoll ihr Können beweisen. Mit dem Karnevalsschlager "Brazil" und Santanas "Oye Como Va" schloss DONK ihren mit viel Beifall bedachten Vortrag ab.

Das Konzert sei ein Höhepunkt für die Freunde der Blasmusik, betonte Neckarsulms Oberbürgermeister Volker Blust in seiner Begrüßungsansprache. Die vier Blaskapellen erfüllten einen wichtigen kulturellen Auftrag. Musikvereine leisten eine wesentliche gesellschaftspolitische Aufgabe und seien daher ein wichtiger Faktor für das örtliche Gemeinschaftsleben.

Wolfgang Fischer, Sprecher der Neckarsulmer Musikvereine, bedankte sich bei Dirigent Marc Lange. In knapp zwei Monaten hatte der engagierte Heilbronner Musiklehrer ein anspruchsvolles Programm mit den Jugendlichen erarbeitet. Wilfried Huber vom Musikverein Dahenfeld hatte das Projekt organisatorisch betreut, ihm dankte Fischer ebenso.

Mit dem Konzertmarsch "Arsenal" eröffnete das Orchester des Musikvereins Obereisesheim den zweiten Konzertteil. "Fate of the Gods, Schicksal der Götter" lautete der Titel des nachfolgenden Stückes. Mit einem stilistisch brillanten und dynamischen Vortrag wurde dieses Werk eindrucksvoll dargeboten. Stephan Schluchter dirigierte nicht nur das routinierte Blasorchester, sondern verstand es auch durch seine sympathische Art der Moderation, die Besucher für seine Musikauswahl zu begeistern.

Die für Musiker und Zuschauer gleichermaßen anstrengende "Griechische Volkslieder Suite" wurde genauso souverän gemeistert wie die weltbekannte Ballade aus dem Musical der Zauberer von Oz, "Over The Rainbow". Solotrompeter Klaus Wildenstein beeindruckte unter anderem mit Melodien aus Filmen über den Agenten James Bond 007. Mit dem Marsch "Mars der Medici" beendete der MV Obereisesheim zackig und präzise sein Programm, das dann mit sehr viel Applaus gewürdigt wurde.

Aus der Heilbronner Stimme vom 11.11.2004

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Geheimnisvolle Flaschenpost gefunden

Flaschenpost - wir alle kennen das aus Kinderbüchern oder aus Filmen, die am Meer spielen. Aber eine Flaschenpost in Dahenfeld? Wo könnte man hier eine Flaschenpost "aufgeben"? Zwei junge Damen haben es 1996 trotzdem einfach mal probiert und was wohl niemand erwartet hätte: Es hat funktioniert! 

Acht Jahre später: Ein Hund  auf Mäusejagd. Aber was er aus der aufgewühlten Erde holt, ist nicht das, wonach er gesucht hat. Es ist -  mehr als acht Jahre später  - die Flasche mit dem Zeugnis einer Freundschaft:

Auf das Bild klicken zum Vergrößern!

15.10.2004

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Sportheim hat neuen Pächter

Seit 10. September ist das Dahenfelder Sportheim unter neuer Regie wieder geöffnet. In Gerhard Vogt fanden die Verantwortlichen des Sportclubs einen erfahrenen Wirt, der ab sofort in Dahenfeld mit einer gutbürgerlichen schwäbischen Küche zu angenehmen Preisen seine Gäste verwöhnt.


Sportheimwirt G. Vogt hinter der neuen Theke

Familie Vogt, die von Degmarn über Bad Liebenzell nun den Weg nach Dahenfeld gefunden hat, freut sich auf Ihren Besuch. Geöffnet hat das Vereinsheim von Dienstag bis Freitag von 17 bis 24 Uhr, am Samstag von 15 bis 24 Uhr und am Sonntag von 10 bis 24 Uhr.

Für Feierlichkeiten aller Art - bis zu 100 Sitzplätze sind möglich - steht Ihnen das Vogt-Team auch außerhalb der oben genannten Zeiten zur Verfügung. Anruf genügt! Telefon: 0 71 39 - 93 09 68

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Fortschreibung der Einwohnerzahlen zum 31.08.2004:

Am Stichtag 31.08.2004 hat Dahenfeld 1.389 Einwohner in 361 Haushalten. Die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen 1.300 Einwohner, 89 sind Ausländer. 

Übrigens: Im Jahr 1933 lag die Einwohnerzahl noch bei ca. 600 und die Grenze von 1.000 Einwohnern wurde erst 1977 überschritten.

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Johann Habla und Andreas Gastgeb zu Ortsvorstehern ernannt

von Andreas Bracht

Der Gemeinderat der Stadt Neckarsulm hat das Amt des Ortsvorstehers in den Stadtteilen Dahenfeld und Obereisesheim neu besetzt. Zum neuen Ortsvorsteher von Dahenfeld wählten die Stadträtinnen und Stadträte in ihrer jüngsten Sitzung Ortschaftsrat Johann Habla (Neue Liste Dahenfeld, NLD). Er wird Nachfolger von Hugo Keicher, der nach 26 Jahren im Amt des Ortsvorstehers ausgeschieden ist. 

Der amtierende Ortsvorsteher von Obereisesheim, Stadtamtsrat Andreas Gastgeb, wurde für die Dauer einer weiteren Amtszeit bestellt. In beiden Fällen folgte der Gemeinderat einstimmig den entsprechenden Wahlempfehlungen 
der Ortschaftsräte.

Johann Habla ist im Hauptberuf Leitender Regierungsdirektor und Chef des Versorgungsamtes Heidelberg. Das Amt des Ortsvorstehers von Dahenfeld bekleidet der 49-jährige Ortschaftsrat als Ehrenbeamter auf Zeit. Zu seinen 
Stellvertretern wählte der Gemeinderat die Dahenfelder Ratsmitglieder Stefan Erlewein (Neue Liste Dahenfeld, NLD), erster Stellvertreter, und Annegret Baum (Dahenfelder Wählervereinigung, DWV), zweite Stellvertreterin. 

Aus der Mitte des Obereisesheimer Ortschaftsrates wählte der Gemeinderat Dr. Herbert Neuwirth (CDU) zum ersten ehrenamtlichen Stellvertreter des Ortsvorstehers und Inge Maysack zur zweiten Stellvertreterin. Auch bei der Wahl der Stellvertreter bestätigte der Gemeinderat in beiden Fällen die jeweiligen Wahlvorschläge der Ortsgremien.


OB Blust (Mitte) gratuliert den neuen Ortsvorstehern (v. li.) 
Andreas Gastgeb, Obereisesheim, und Johann Habla, Dahenfeld.

Im Anschluss an die Sitzung des Gemeinderates überreichte OB Volker Blust die Ernennungsurkunden an Andreas Gastgeb und Johann Habla. Dem neuen Ortsvorsteher von Dahenfeld gratulierte Blust im Namen des Gemeinderates und persönlich zur Wahl. Johann Habla habe bislang schon als stellvertretender Ortsvorsteher dazu beigetragen, dass das gute Klima zwischen Ortschaftsrat und Verwaltung erhalten bleibe. „Ich freue mich darauf, diese gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit fortzusetzen“, erklärte Blust. Dem Obereisesheimer Ortsvorsteher Gastgeb gratulierte der OB zur Neubestellung. „Damit kann der Stadtteil Obereisesheim auch weiterhin auf einen engagierten Sprecher und die Verwaltung auf einen verlässlichen Partner zählen“, versicherte Volker Blust. 

Bericht vom 24.09.2004

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Neue Gesichter im Dahenfelder Ortschaftsrat

von Andreas Bracht

In seiner konstituierenden Sitzung nach der Kommunalwahl hat der Ortschaftsrat im Neckarsulmer Stadtteil Dahenfeld den neuen Ortsvorsteher bestimmt. Die Ortschaftsräte empfahlen dem Gemeinderat einstimmig, Ortschaftsrat Johann Habla zum Nachfolger von Hugo Keicher zu wählen, der nach 26 Jahren im Amt des Ortsvorstehers ausgeschieden ist. Darüber hinaus schlugen die Ortschaftsräte dem Gemeinderat vor, die Dahenfelder Ratsmitglieder Stefan Erlewein und Annegret Baum zum ersten Stellvertreter beziehungsweise zur zweiten Stellvertreterin zu wählen. 

In einer seiner letzten Amtshandlungen als Ortsvorsteher verpflichtete Hugo Keicher die Ortschaftsräte zu Beginn der neuen Amtsperiode auf die gewissenhafte Erfüllung ihrer Amtspflichten. Neu ins Gremium gewählt wurden Bernhard Storz und Matthias Herkle (beide Dahenfelder Wählervereinigung, DWV) sowie Hans-Peter Weinreich (Neue Liste Dahenfeld, NLD). Nicht mehr zur Wahl gestellt hatten sich die Ortschaftsräte Roland Traub und Werner Körner 
(beide DWV). Sie wurden im Rahmen eines Festaktes zu Ehren von Hugo Keicher in der Hüttberghalle Dahenfeld vom scheidenden Ortsvorsteher offiziell verabschiedet.


OB Blust (li.) dankte den scheidenden Ortschaftsräten und ihren Ehefrauen
für langjähriges Engagement (v. li.): Roland und Erika Traub, Ute und Werner Körner.

Dem 1971 erstmals zusammengetretenen Ortschaftsrat gehörte Roland Traub vom Gründungsjahr bis 1999 an. Im Jahr 2002 folgte er nochmals dem Ruf der Wählervereinigung und rückte für Dietmar Pieronczyk nach, der aus beruflichen Gründen aus dem Gremium ausgeschieden war. Auf eine 24-jährige Mitgliedschaft ohne Unterbrechung kann Werner Körner zurückblicken. Am Ende ihres politischen Wirkens könnten beide Ortschaftsräte „sicher eine positive Bilanz ziehen“, urteilte Oberbürgermeister Volker Blust. Roland Traub und Werner Körner hätten aktiv an der guten Entwicklung des Stadtteils mitgewirkt und stets einen engen Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern unterhalten. „Sie beide waren wertvolle Mitglieder des Ortschaftsrates.“ Mit diesen Worten dankte der Oberbürgermeister den engagierten Kommunalpolitikern im Namen der Stadt, des Gemeinderates und auch persönlich für ihr langjähriges und uneigennütziges Engagement.

Im Namen des Ortschaftsrates dankte dessen Sprecher Johann Habla den ausgeschiedenen Mitgliedern für die „hervorragende, nicht nur kollegiale, sondern freundschaftliche Zusammenarbeit“. Zum Abschied überreichte Habla die Plastik des Remigius-Brunnens an Werner Körner. Mit diesem offiziellen Geschenk werden nur Personen geehrt, die sich in besonderer Weise um die Ortschaft Dahenfeld und ihre Bürger verdient gemacht haben. Dazu gehört auch Roland Traub, der diese Auszeichnung bereits vor Jahren erhielt. 

Bericht in der Neckarsulmer Stimme vom 22.09.2004

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Im Neckarsulmer Stadtteil Dahenfeld endet eine kommunalpolitische Ära 17.09.2004 

von Andreas Bracht

Fast 42 Jahre ehrenamtliches Engagement in der Kommunalpolitik, davon 33 Jahre im Ortschaftsrat des Neckarsulmer Stadtteils Dahenfeld, Ortsvorsteher seit mehr als 26 Jahren – auf diese außergewöhnliche Lebensleistung kann Hugo Keicher zurückblicken. Allein schon diese Zeitspannen reichen aus, um dem Dahenfelder Ortsvorsteher einen Platz in den Annalen der Stadtgeschichte zu sichern. 
Dass es aber ganz besonderer menschlicher Qualitäten bedarf, um als kommunalpolitisches Urgestein und Dahenfelder Institution in Erinnerung zu bleiben, wurde jetzt beim Rückblick auf die „Ära Keicher“ deutlich: Bei einem Festakt in der Hüttberghalle Dahenfeld wurde Ortsvorsteher Hugo Keicher, der zu Beginn der neuen Amtsperiode des Ortschaftsrates aus dem Amt ausgeschieden ist, offiziell verabschiedet. 

Zu den zahlreichen Gästen, die dem verdienten Kommunalpolitiker ihre persönliche Referenz erwiesen, gehörten amtierende und ehemalige Mitglieder des Neckarsulmer Gemeinderates und des Ortschaftsrates, örtliche Vereinsvertreter und Mitglieder des Kirchengemeinderates St. Remigius, Vertreter der Feuerwehr Neckarsulm und der Abteilungswehr Dahenfeld sowie die Ehrenbürger Karl Volk und Kurt Bauer. Sie alle wurden Zeuge einer „starken Zäsur“, wie Oberbürgermeister Volker Blust bemerkte. Hugo Keicher habe mit seinem kommunalpolitischen Wirken „42 Jahre Dorfgeschichte mit geschrieben und entscheidend mit geprägt“, sagte Blust. 1962 mit 25 Jahren in den Gemeinderat der damals selbständigen Gemeinde Dahenfeld berufen, wurde Keicher 1965 zum stellvertretenden Bürgermeister bestellt. In dieser Funktion war er maßgeblich daran beteiligt, dass die Gemeinde Dahenfeld am 01. Mai 1971 Stadtteil von Neckarsulm wurde. Eine „gute und richtige Entscheidung“, von der die Gemeinde Dahenfeld profitiert habe, so Blust. Auch als Ortschaftsrat und vom 15. Februar 1978 an als Ortsvorsteher habe sich Keicher „mit großem, unermüdlichem und außergewöhnlichem Engagement“ in den Dienst seiner Heimatgemeinde gestellt und sich für deren positive Entwicklung eingesetzt. „Sie haben als Ortsvorsteher weit mehr als Ihre normale Pflicht getan“, stellte Volker Blust fest. In Anerkennung seiner großen Verdienste wurde Hugo Keicher, der 1987 das Bundesverdienstkreuz und 1992 die Ehrenmedaille der Stadt erhielt, eine weitere besondere Ehrung zuteil: OB Blust 
überreichte ihm den Ehrenring der Stadt – eine seltene Auszeichnung, die in 35 Jahren erst achtmal vergeben wurde. 
Der Oberbürgermeister beglückwünschte den neunten Träger des Ehrenringes und dankte ihm im Namen des Gemeinderates, der Stadt und auch persönlich für sein langjähriges und vielseitiges ehrenamtliches Engagement.

Ein „wichtiger Ansprechpartner und Freund für alle“


Zum Ende seiner Amtszeit wurde der Dahenfelder Ortsvorsteher Hugo Keicher (li.)
von OB Volker Blust mit dem Ehrenring der Stadt Neckarsulm ausgezeichnet.

Wie sehr sich Hugo Keicher für das Gemeinschaftsleben in „seinem“ Dorf eingesetzt hat, verdeutlichte Ortschaftsrat Stefan Erlewein, der als Vorsitzender des SC Dahenfeld im Namen der Vereine Dank sagte. Als Mitglied und Funktionsträger in fast allen Vereinen vor Ort habe Hugo Keicher echte Volksnähe bewiesen, berichtete Erlewein: „Du hattest und hast für alle ein offenes Ohr und eine helfende Hand.“ Auch ohne den Titel des Ortsvorstehers bleibe Hugo Keicher für die Vereine weiterhin „ein wichtiger Ansprechpartner und Freund“, versicherte Stefan Erlewein. 

„Ganz praktisch und sachlich, aber zugleich herzensvoll und mit großer Liebe“ – so beschrieb der Vorstand der Kirchengemeinde St. Remigius, Pfarrer Dr. Johannes Sklorz, den scheidenden Ortsvorsteher, der seit 1968 Mitglied im Kirchengemeinderat ist und 30 Jahre lang den zweiten Vorsitz innehatte. „Dass Sie den Glauben leben, möchte ich Ihnen jetzt bestätigen und mich dafür offiziell bei Ihnen bedanken“, erklärte Pfarrer Sklorz im Namen der Kirchengemeinde. 

Der „König von Dahenfeld“ war rund um die Uhr für die Bürger da. Aus dem „umsichtigen, selbstbewussten, ideenreichen, aber auch gewitzten Kommunalpolitiker“, so der Sprecher des Ortschaftsrates, Johann Habla, sei eine Dahenfelder Institution geworden. „Wie für die Katholische Kirche der 
Papst und für die Engländer die Queen.“ Als „Dahenfelder mit Leib und Seele“ habe sich der Ortsvorsteher „buchstäblich rund um die Uhr“ für seinen Heimatort und die Bevölkerung im Dorf eingesetzt, versicherte Habla. „Eine Trennung zwischen dem Ortsvorsteher und dem Privatmann Hugo Keicher hat es nie gegeben.“ Im Namen der Ortschaftsräte von Dahenfeld und Obereisesheim sowie der Dahenfelder Bürger dankte Johann Habla dem „König von Dahenfeld“ und überreichte ihm ein offizielles Geschenk: die Plastik des Remigius-Brunnens, die auf Anregung von Keicher vor einigen Jahren in kleiner Stückzahl aufgelegt wurde und nur für besondere Verdienste verliehen wird.

Hugo Keicher bedankte sich für die Ehrungen. Nicht um der Anerkennung willen habe er sein Leben der Kommunalpolitik gewidmet. „Es war mir immer ein wichtiges Anliegen, für unser Dorf und meine Mitbürger tätig zu sein“, bekannte er. Jetzt falle ihm der Abschied schwer. Aber mit Unterstützung seiner Frau Ute werde er auch diese Hürde nehmen und einen neuen Lebensabschnitt beginnen.

Schließlich signalisierten die Festgäste mit stehenden Ovationen, dass die Amtszeit Hugo Keichers unvergessen bleiben wird – ebenso unvergessen wie der Volksschlager „Lili Marleen“, den der Musik- und Gesangverein Dahenfeld (MGV) zum Abschluss des Festaktes anstimmte. Mit einer ebenso stimmungsvollen wie unterhaltsamen musikalischen Begleitung hatte der MGV unter der Leitung von Gerd Nagel großen Anteil daran, dass die „Ära Keicher“ mit einem glanzvollen Schlusspunkt endete.

Bericht in der Neckarsulmer Stimme vom 22.09.2004

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Der "König von Dahenfeld" war stets im Dienst 

Von Klaus Thomas Heck (Fotos: Petra Halamoda)

Mit einem großen Festakt in der Hüttberghalle haben Dahenfeld und die Stadt Neckarsulm ihren langjährigen Ortsvorsteher Hugo Keicher verabschiedet. 



Der Musik- und Gesangverein Dahenfeld gibt der Feier den
angemessenen musikalischen Rahmen.

"Er war der König von Dahenfeld und rund um die Uhr im Dienst. Sein Nachfolger kann einem leid tun", sagt Johann Habla, der den umtriebigen 67-Jährigen nun als Ortsvorsteher ablöst. "Wir verlieren viel kommunalpolitischen Sachverstand und Erfahrung." Denn neben Hugo Keicher verlassen ziehen auch die langjährigen Ortschaftsräte Werner Körner (52) und Roland Traub (66) einen Schlussstrich unter ihr ehrenamtliches Engagement.


Werner Körner (li.) und Roland Traub

Im Grunde habe ihr Mann immer zwei Ehen geführt, findet Ute Keicher. Die mit ihr und die mit Dahenfeld. "Er war immer auf dem Sprung zwischen Stall und Rathaus."

25 Jahre alt ist Hugo Keicher, als er 1962 in den Dahenfelder Gemeinderat gewählt wird. Drei Jahre später wird er stellvertretender Bürgermeister. Da ist das 900-Seelen-Dorf noch selbstständig. 1971 wird es zum Neckarsulmer Stadtteil und Keicher mischt auch im Gemeinderat der Gesamtstadt kräftig mit. 1978 wird er Ortsvorsteher seines Dahenfeld und bleibt es bis 2004. Den Bau der Hüttberghalle hat er in dieser Zeit genauso vorangetrieben wie die Ortssanierung.


Hugo Keicher wird von Oberbürgermeister Volker Blust 
mit dem Ehrenring der Stadt Neckarsulm ausgezeichnet.

"Ein kleiner, liebenswerter Ort mit viel Natur. Ich war nie länger als zwei Wochen weg", sagt er heute.

Der rührige Landwirt mit dem verschmitzten Lächeln habe "Dorfgeschichte geschrieben", sagt Neckarsulms Oberbürgermeister Volker Blust. "Verantwortungsvoll, unermüdlich, mit außergewöhnlichem Engagement. Dahenfeld kann sich jetzt sehen lassen."

Der Hugo war immer ein gewitzter Politiker", findet Johann Habla. Weil Dahenfeld 1977 sein 800-jähriges Bestehen glatt verpasst hatte und Hugo Keicher kein halbes Jahrhundert mehr warten wollte, rief er 2002 kurzerhand die 825-Jahr-Feier ins Leben.

Herzlich, sachlich, liebevoll - so beschreibt ihn Pfarrer Johannes Sklorz: "Der Hugo lebt seinen Glauben." Ob als Kirchengemeinderat, als Sänger im Musikverein oder als Sportler. "Kein Problem war ihm zu groß, keine Arbeit zuviel", sagt Stefan Erlewein, der Sprecher der Vereine. Meist war die Dorfjugend lieber in Keichers Pferdestall als im eigenen Elternhaus.

Im Grunde herrschte in Dahenfeld stets das Hase-und-Igel-Prinzip: Wo immer man hinkam, Hugo Keicher war schon dort. Viel Freizeit ist ihm in der Vergangenheit nie geblieben. "Er hat den Stress gebraucht", erzählt seine Ehefrau Ute. "Dafür hatte ich dann abends oft meine Ruhe."

Doch jetzt hat die angeschlagene Gesundheit dem Tausendsassa mit der 80-Stunden-Woche einen Strich durch die Rechnung gemacht. "Ein bisschen wehmütig bin ich schon", sagt Keicher, der gerne weiter gemacht hätte, aber freiwillig nicht mehr kandidierte. "Vielleicht kann ich jetzt öfters mal schwimmen gehen oder reisen. Hoffentlich falle ich nicht in ein Loch."

Langweilig wird's dem rüstigen Polit-Rentner aber vermutlich nicht werden. In allen Vereinsausschüssen bleibt er nämlich weiterhin am Ball. "Und zur Not", schmunzelt Ute Keicher, "suche ich halt noch einen Job für ihn."


Bericht in der Heilbronner Stimme vom 17.09.2004

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Öffentliche Auslegung des städtebaulichen Entwurfs für den Bebauungsplan "Brunnengasse"

Zur Information über die allgemeinen Ziele und Zwecke des Bebauungsplans "Brunnengasse" in Dahenfeld wird der städtebauliche Entwurf im Wege der frühzeitigen Bürgerbeteiligung (§ 3 Abs. 1 Baugesetzbuch) am Donnerstag, 05.08.2004, ab 16 Uhr im Sitzungssaal der Verwaltungsstelle Dahenfeld, Kreuzstraße 4, öffentlich ausgelegt. Um 17 Uhr werden die allgemeinen Ziele von Vertretern der Stadtverwaltung vorgetragen. Hierbei wird allgemein Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung gegeben.

aus dem Amtsblatt der Stadt Neckarsulm, veröffentlicht in der Heilbronner Stimme am 28.07.2004

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Drei Tage fröhliches Treiben unter dem barocken Kirchturm

Von Barbara Barth


Punkt 18 Uhr schallt die Glocke des Dahenfelder Rathauses hinauf zur Eberstädter Straße. Akustischer Auftakt für das 23. Dahenfelder Dorffest.

Dann geht es Schlag auf Schlag. Der Musikverein spielt schmissig unter seinem Vize-Dirigenten Wilfried Huber und der Vorsitzende des Sportclubs Dahenfeld, Stefan Erlewein, begrüßt die schon zu diesem frühen Zeitpunkt zahlreich erschienenen Gäste. "Die Dahenfelder Vereine brauchen diese Feste", sagt er in Anspielung auf die Kritik des Gastronomieverbandes Dehoga (die Heilbronner Stimme berichtete) an der angeblichen Festlesflut. "Wir finanzieren Instrumente, Noten, Kleidung von den Einnahmen." Außerdem habe der SC Dahenfeld erst kürzlich 30 000 Euro für einen Schiedsrichter-Anbau bezahlt. "Für Ausflüge brauchen wir das Geld bestimmt nicht", meint Erlewein an die Adresse der Kritiker.
.

Oberbürgermeister Volker Blust ist erst drei Stunden zuvor aus der Schweizer Partnerstadt Grenchen zurückgekehrt. Dort hat er das 25-jährige Bestehen einer Niederlassung der Neckarsulmer Firma Franz Binder mitgefeiert. Er würdigt das Dahenfelder Dorffest als "ein Spiegelbild des harmonischen Gemeinschaftslebens". Der kleinste Stadtteil habe sich trotz der Eingemeindung eine gewisse Eigenständigkeit bewahrt. Das besondere Flair des familiären Festes werde auch von vielen auswärtigen Besuchern geschätzt. Ohne das Engagement der Vereine wäre ein solches Fest nicht möglich. Er wünschte dem Musik- und Gesangverein, dem Sportclub, der Freiwilligen Feuerwehr, dem Frauenbund, dem Kirchenchor und der Katholischen Jungen Gemeinde deshalb "den Umsatz, den sie erwarten".

Zum letzten Mal offiziell als Dahenfelder Ortsvorsteher dankte Hugo Keicher OB Blust, der "immer das Geschäft des Fassanstichs" übernommen habe und sich immer Zeit für die Dahenfelder Termine nehme. Um 18.10 Uhr bindet sich Volker Blust denn auch die Schürze um und ergreift den Holzhammer. Das 30-Liter-Fass wartet auf den Anstich. Die spendierende Brauerei Distelhäuser hat diesmal zwei Experten mitgeschickt, nachdem das Fass im vergangenen Jahr nur mickrige fünf Halbe hergegeben und dann seinen Dienst versagt hat. Diesmal kommt - viel Schaum. Den OB deshalb als Schaumschläger zu bezeichnen, wäre ungerecht. Schließlich ist das Fass vorher kräftig gerüttelt worden.

Die alte Dahenfelder Dorfkelter hat abends eine gedämpfte Beleuchtung erhalten, das mächtige Gebälk wird angestrahlt. Erstmals ist Samstagabend keine Blasmusik sondern ein Gitarren-Duo zu hören, Bistrotische lockern die Bestuhlung auf.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 12.07.2004

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30.000er Besucher auf dahenfeld.de

Am Eröffnungstag des Dorffestes (10. Juli 2004) hat der oder die 30.000e Besucher/in die Dahenfelder Homepage aufgerufen.

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Beste Laune unterm Kirchturm 

von Johann Habla

Ganz Dahenfeld ist bereit. Ab Samstag wird in dem Neckarsulmer Stadtteil drei Tage und Nächte lang "Rund um die Alte Kelter" das 23. Dorffest gefeiert. Die ausrichtenden Vereine freuen sich auf Besucher aus Nah und Fern, die das besondere Flair dieses Straßenfestes unter dem Turm der barocken Dorfkirche erleben wollen. Damit die spätere Heimfahrt nicht zum Problem wird, werden Sonderbusse nach Amorbach und Neckarsulm eingesetzt. 

Das ohnehin reichhaltige kulinarische Angebot wird in diesem Jahr noch erweitert. Weil die Kelter seither nur bei schlechterem Wetter richtig gut besucht war, sollen dort eine neue Beleuchtung, aufgelockerte Bestuhlung und Bistrotische für noch mehr Gemütlichkeit sorgen. 

Musikalisch wird das Fest wie immer vom Musik- und Gesangverein Dahenfeld und befreundeten Kapellen umrahmt. Am späten Samstagabend greift - erstmals beim Dorffest - das Gitarrenduo Bruno & Mac in die Saiten und den Montagabend wird traditionsgemäß "Mike" Janipka mit Hits aus vier Jahrzehnten beschließen. 

Das Dorffest beginnt am Samstag, 10. Juli, um 16.30 Uhr und wird mit dem Fassanstich von Oberbürgermeister Volker Blust um 18 Uhr offiziell eröffnet. Am frühen Abend unterhält die Musikkapelle des MGV und ab 22 Uhr musiziert das Gitarrenduo Bruno & Mac.

Sonntags startet das festliche Treiben um 10 Uhr. Für die Kinder ist von 14 bis 17 Uhr eine Spielstraße eingerichtet. Außerdem gibt es Kasperletheater und das Spritzenspiel der Jugendfeuerwehr. In der Kelter spielen ab 16 und 20 Uhr die Kapellen aus Kochertürn und Stein.

Am Montag beginnt um 15 Uhr der Kinder- und Seniorennachmittag in der Kelter. Abends spielt die Musikkapelle aus Neuenstadt und nach 21 Uhr hat wie in jedem Jahr "Mike" seinen Auftritt. 

Vorbericht in der Heilbronner Stimme vom 08.07.2004

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4. Dahenfelder Feuersee-Schwimmen am 3. Juli 2004

Am 29. Juni (an St. Peter und Paul) hätte das 4. Dahenfelder Feuersee- Schwimmen eigentlich stattfinden müssen. Aber vermutlich wären da die Rahmenbedingungen zu gut gewesen. Bei eitel Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen kann schließlich jeder baden gehen.

Am Samstag waren die Bedingungen dann perfekt. Wolken, Regen, stürmischer Wind und kaltes Wasser. Unter diesen Umständen war zwar kein neuer Teilnehmer-Rekord zu erwarten, und es kamen auch nur etwa 30 Zuschauer. Trotzdem freute sich Matthias Herkle vom Ausrichter "Distelclub" (oder Distelhäuser Club? jedenfalls nicht MC Extraprall!!!), dass das ungewöhnliche Einbürgerungsverfahren auch im 4. Jahr durchgeführt und mit Filmkamera und Fotoapparaten für die Nachwelt festgehalten werden konnte. Tamara Momber und Günter "Gundy" Häfele wagten sich in die schwarz- bis dunkelgrünen Fluten und bewältigten die Strecke mit vorbildlichen Haltungsnoten. Nach der anschließenden, obligatorischen Grundreinigung (außen mit Wasser, innen mit Bier - letzteres diesmal zumindest symbolisch angedeutet -) gab es die verdiente Einbürgerungsurkunde für die Feuersee-Schwimmer Nr. 14 und 15 sowie viel anerkennenden Applaus von den "Zaungästen".

03.07.2004

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Die Heilbronner Stimme berichtet über Dahenfeld nach der Wahl:

Gewählt, aber nicht in Dahenfeld 

Von Barbara Barth

Viele im Neckarsulmer Stadtteil Dahenfeld verstehen die Welt nicht mehr. Die Kommunalwahl vom 13. Juni hat ihren Glauben an Demokratie erschüttert. Sie werden im Gemeinderat der Großen Kreisstadt künftig von einem Mann vertreten, den sie mehrheitlich nicht wollen. Und der, den sie wollen, ist nicht drin. 

Die so genannte unechte Teilortswahl bringt es mit sich, dass diesen Teilorten zwar eine bestimmte Anzahl von Gemeinderäten im Gremium garantiert werden, diese aber oft von den Wählerstimmen in der Kernstadt abhängig sind. Dahenfeld allein ist mit seinen knapp 1000 Wahlberechtigten zu klein.

In dem Neckarsulmer Stadtteil trug sich am Sonntag Folgendes zu: Für den Gemeinderat gaben die Dorfbewohner Johann Habla 536 Stimmen, Stefan Erlewein 422 Stimmen und Bernhard Zartmann 191 Stimmen. Nach Auszählung aller Stimmen aber war Bernhard Zartmann für die CDU gewählt und nicht sein Parteikollege Johann Habla. (Stefan Erlewein ist für die SPD mit einem Ausgleichssitz vertreten).

Insgesamt hatte Zartmann, dessen Vater Eberhard bis Ende 2003 drei Jahrzehnte im Gemeinderat saß und pikanterweise von Habla als Nachrücker beerbt wurde, 2568 Stimmen und Johann Habla nur 1843. Zartmann, Spross des Omnibus-Unternehmens, holte sich seine Stimmen also in Neckarsulm, nicht in Dahenfeld, wo ihn wenige Leute überhaupt kennen. "Nur der Name zählt", versuchen sich Dahenfelder Bürger das für sie enttäuschende Ergebnis zu erklären. Im Gegensatz zu Zartmann zerreiße sich Habla für seinen Heimatort.

Wie wenig die Dahenfelder Zartmann wollten, zeigt das Ergebnis der Ortschaftsratswahl: In dieses Gremium ist der 36-jährige Straßenverkehrs-kaufmann nicht mal hineingewählt worden. Die acht Sitze teilen sich Dahenfelder Wählervereinigung und Neue Liste Dahenfeld. Spitzenreiter sind der 39-jährige Bankkaufmann Erlewein und der 49-jährige Leitende Regierungsdirektor Habla mit 530 beziehungsweise 517 Stimmen. Bernhard Zartmann erreichte nur den neunten Platz und 234 Stimmen.


Bericht in der Heilbronner Stimme vom 19.06.2004


Dazu ein persönlicher Kommentar:

Das Thema ist ja nicht neu. Schon 1999 hatten wir eine vergleichbare Konstellation, als Herr Eberhard Zartmann aufgrund der in NSU erzielten Stimmen "Dahenfelder Gemeinderat" wurde:

Dahenfeld Ortschaftsrat Gemeinderat
Erlewein 483 481
Habla 392 396
E. Zartmann n. kandidiert 291

Damals hatte ich auf www.dahenfeld.de versucht, die Hintergründe zu erläutern. Ich mache diese Seite aus aktuellem Anlass wieder zugänglich: hier klicken!

Ansonsten gilt: Allen Kandidaten war von vornherein bewusst, dass wegen der unechten Teilortswahl die in der Kernstadt erzielten Stimmen ausschlaggebend sein würden für die Vergabe des "Dahenfelder Sitzes" im Gemeinderat. Es gehört zu den demokratischen Spielregeln, dass man Wahlergebnisse akzeptiert und deshalb respektiere auch ich das Ergebnis und lege Wert auf die Feststellung, dass der Artikel von Barbara Barth in der Heilbronner Stimme vom 19.06.04 von mir in keiner Weise initiiert wurde.

Johann Habla

20.06.2004

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Sonnwendfeier

Am Samstag, 19. Juni,  veranstalten der Motorradclub Extraprall und die KJG wieder eine Sonnwendfeier. 

Das Fest findet auf einer Wiese im Gewann Banholz statt (nach dem Rathaus die Ostraße hoch,  nach der Kirschenstraße erster Feldweg links). 


Dieses Jahr fällt der Fackelumzug aus. Dafür gibt es einen besonderen Leckerbissen:  „Sascha und die Backbeats“ spielen unplugged.

Es werden zudem Würstchen und Getränke angeboten. Die KJG und der MC Extraprall laden dazu die ganze Bevölkerung ein. 

 

17.06.2004

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Ergebnisse der Gemeinderatswahl für Dahenfeld
(vorläufiges Endergebnis - ohne Gewähr)

Für Dahenfeld wurden in den Neckarsulmer Gemeinderat gewählt:

Bernhard Zartmann (CDU) mit 2.568 Stimmen
Stefan Erlewein (SPD) mit 2.204 Stimmen (Überhangmandat)

Die weiteren Ergebnisse für Dahenfelder Kandidaten/innen:

Johann Habla (CDU) 1.843 Stimmen
Dorothee Grimm (GRÜNE) 440 Stimmen
Heinrich Czubatynski (FWV) 277 Stimmen
Hannelore Jessen (SPD) 241 Stimmen


Ein klein wenig anders wäre die Sache allerdings ausgegangen, hätten die Dahenfelder "ihren" Gemeinderat selber wählen dürfen:

Johann Habla 536 Stimmen
Stefan Erlewein 422 Stimmen
Bernhard Zartmann 191 Stimmen
Dorothee Grimm 75 Stimmen
Heinrich Czubatynski 57 Stimmen
Hannelore Jessen 14 Stimmen

17.06.2004

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Die Ergebnisse der Ortschaftsratswahl vom 13.06.2004
(Endergebnis - ohne Gewähr!)

Wahlberechtigte: 982
Wahlbeteiligung: 649 (66,1 %)

Dahenfelder Wählervereinigung Neue Liste Dahenfeld
 

Stimmen

Stimmen

A. Baum 480 S. Erlewein 530
A. Kühner 276 J. Habla 517
G. Kühner 153 M. Schmitzer 373
M. Herkle 354 S. Haas 175
D. Körner 222 B. Halter 160
B. Zartmann 234 H.-P. Weinreich 263
C. Lohmann 197 R. Hochadel 179
B. Storz 495 W. Seitz 136
 
gesamt

2.411

gesamt

2.333

Anteil in % 50,8 Anteil in % 49,2
Sitze im OR 4 Sitze im OR 4

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Torreiche Einweihung von "Fort Knox" 

Von Alexander Bertok 

Kaiserwetter und annähernd 600 Zuschauer waren der gebührende Rahmen für die Einweihung des neuen Rasenplatzes im Neckarsulmer Stadtteil Dahenfeld. Sportlicher Höhepunkt des Festaktes war das Fußballspiel des SC Dahenfeld, beziehungsweise einer Stadtauswahl, gegen den Zweitligisten Karlsruher SC. 


Der Musik- und Gesangsverein Dahenfeld eröffnete die rundherum gelungene Veranstaltung und sorgte auch am Abend im Festzelt für die musikalische Untermalung.

Die Stadt Neckarsulm hat in das Sportplatzprojekt, einschließlich der benachbarten Teichanlage, die als Wasserspeicher für das integrierte Beregnungssystem dient, rund 475 000 Euro investiert. Aus der ursprünglich geforderten Sanierung des früheren, einfachen Trainingsplatzes, wurde mit der Neuanlage eines vollwertigen Rasenspielfeldes ein beachtliches Projekt.

"Die Stadt Neckarsulm hat mit dieser Investition erneut ihren guten Ruf als sportfreundliche Stadt unter Beweis gestellt und gezeigt, dass sie den Belangen des Sports einen hohen Stellenwert beimisst und sich der Bedeutung des Vereinssports bewusst ist", hob der Neckarsulmer Oberbürgermeister Volker Blust die gesellschafts- und sozialpolitische Funktion der Vereine hervor.

Die Infrastruktur der Sportstätten in Neckarsulm ist beachtlich. Zehn Sportplätze und 14 Sporthallen mit 25 Halleneinheiten stehen den Vereinen zur Verfügung.

Stefan Erlewein, Vorsitzender des SC Dahenfeld, meinte zum neuen "Schmuckkästchen": "Namen wie der Dahenfelder Käfig oder Fort Knox machen schon die Runde. Die Mauer wie auch die Umzäunung sind etwas gewöhnungsbedürftig, was jedoch nach näherer Betrachtung insgesamt harmonisch mit dem weiteren Gelände in Einklang gebracht wurde. Uns gefällt der Platz, und wir brauchen ihn dringend."

1973 wurde das Hauptspielfeld eingeweiht. Für einen Trainingsplatz war jedoch kein Geld mehr vorhanden, und so wurde das Übungsgelände von den Mitgliedern des SC Dahenfeld in Eigenleistung erstellt. Ortsvorstand Hugo Keicher legte damals selbst mit Hand an. "Mit meinem Schlepper tummelte ich mich ungezählte Male auf diesem Platz", erinnert sich Keicher. "Jetzt sind wir natürlich froh, dass dieses Provisorium durch einen Neubau ersetzt wurde."

Als Abgesandter des Württembergischen Fußballverbandes überreichte Alfred Lock einen Spielball und meinte lächelnd, bezüglich des letzten Tabellenplatzes der SCD-Aktiven: "Mit diesem Ball wurde noch nicht verloren."

Die anschließende Begegnung gegen den Karlsruher SC wurde zu einer kurzweiligen und torreichen Angelegenheit. Bereits in der ersten Halbzeit musste der SC Dahenfeld elf Gegentreffer hinnehmen. Im zweiten Spielabschnitt versuchte sich dann eine Auswahl der Neckarsulmer Fußballvereine gegen die Profis. Letztlich erfolgreich, endeten doch die zweiten 45 Minuten 2:2, was jedoch nichts an der 2:13-Niederlage änderte. 

Nach dem Spiel erfüllten die KSC-Spieler zahlreiche Autogrammwünsche, während im Festzelt bei ausgelassener Stimmung bis tief in die Nacht die dritte Halbzeit ausgespielt wurde.

Bericht von Alexander Bertok in der Heilbronner Stimme vom 01.06.2004

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Sportheim vorübergehend geschlossen

Nach ziemlich genau zweieinhalb Jahren hat am 25. April die Familie Gagalis den Betrieb des Dahenfelder Sportheims einstellen müssen. Das ist umso bedauerlicher, als die Kochkünste von Efi Gagalis allgemein gelobt wurden.

Für den Sportclub und die Dahenfelder Bevölkerung bedeutet das, dass gerade jetzt in der beginnenden Freiluft-Saison die neu renovierte Terrasse nicht genutzt werden kann (von ein paar Unentwegten, die sich ihre Getränke einfach selbst mitbringen und den Pizza-Dienst kommen lassen, mal abgesehen ;-))).

Obwohl es bekanntermaßen schwer ist, eine Gaststätte qualifiziert zu verpachten, werden die Verantwortlichen des SC alles daran setzen, dass im Sportheim die Lichter bald wieder angehen. Die Glühbirnen an der Außenbeleuchtung müssten dazu allerdings erst ausgetauscht werden!

06.05.2004

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Nur zwei Listen treten zur Ortschaftsratswahl an

Während bei der letzten Wahl im Jahr 1999 vier Listen (DWV, NLD, B90/Grüne und FWV) mit zusammen 21 Kandidaten antraten, haben diesmal nur die im Ortschaftsrat vertretenen DWV und NLD je 8 Kandidaten/innen für die Wahl am 13.06.04 nominiert.

06.05.2004

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Spargel aus Dahenfeld

Es gibt Spargel aus Dahenfeld! Auf zehn Hektar Anbaufläche sprießt das Gemüse, das seit dieser Woche gestochen und verkauft wird. Ansgar Kühner sowie Manfred und Markus Murawsky haben den Anbau gewagt und bieten nun erstmals in Dahenfeld erntefrischen Spargel direkt vom Erzeuger an.

Neckarsulmer Stimme vom 16.04.2004

P.S.: Ansgar Kühners Spargelbesen im Aussiedlerhof ist noch geöffnet bis zum 25. April!

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Die Kandidaten aus Dahenfeld für den Gemeinderat

Nach dem Stand vom 1. April 2004 bewerben sich folgende Kandidaten um den (leider) einzigen Dahenfelder Sitz im Gemeinderat von Neckarsulm:

Heinrich Czubatynski (FWV)
Stefan Erlewein (SPD)
Johann Habla (CDU)
Hannelore Jessen (SPD)
Bernhard Zartmann (CDU)

Nachtrag vom 06.05.04: weitere Kandidatin ist Dorothee Grimm (GRU)

02.04.2004

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DAHENFELDER WÄHLERVEREINIGUNG im Umbruch

Drei der seitherigen fünf Ortschaftsräte von "Hugo`s Liste" hören auf. So präsentiert der Wahlvorschlag der DAHENFELDER WÄHLERVEREINIGUNG für den 13.06.2004 viele neue, aber dennoch geläufige Namen:

1) Annegret Baum, Musikschullehrerin
2) Ansgar Kühner, Landwirt
3) Günther Kühner, Elektroinstallateur
4) Matthias Herkle, DTP-Grafiker
5) Dietmar Körner, Hochbautechniker
6) Bernhard Zartmann, Straßenverkehrskaufmann
7) Christoph Lohmann, Elektromeister in der Konstruktion
8) Bernhard Storz, Dipl.-Ing, Maschinenbau (FH)

02.04.2004

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Kandidaten der NEUEN LISTE DAHENFELD sind nominiert

Bei der Ortschaftsratswahl 1999 konnte die neue NEUE LISTE DAHENFELD auf Anhieb 3 Sitze im Ortschaftsrat gewinnen. Zur Wahl am 13.06.2004 tritt die NLD mit folgenden Kandidatinnen und Kandidaten wieder an:

1) Stefan Erlewein, Bankkaufmann
2) Johann Habla, Ltd. Regierungsdirektor
3) Monika Schmitzer, Sachbearbeiterin
4) Silvia Haas, Arzthelferin
5) Bernd Halter, Berufsfeuerwehrmann
6) Hans-Peter Weinreich, Freier Architekt
7) Rainer Hochadel, Notar
8) Werner Seitz, Elektronikmechaniker

Nähere Informationen im Internet: www.neue-liste.dahenfeld.de

27.03.2004

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Tischtennis-Vereinsmeisterschaften SC Dahenfeld

Bereits zum 9. Mal wurden die Vereinsmeisterschaften der Tischtennis- Abteilung des Sportclubs ausgetragen. Insgesamt 18 Teilnehmer traten in den Einzel- und Doppelbewerben an.

War es im letzten Jahr noch ein knappes Rennen um den Titel, so hatte Helmut Körner diesmal die Konkurrenz sicher im Griff und wurde ungeschlagen Vereinsmeister. Zweiter wurde Michael Häußler vor Hermann Bertsch und Johann Habla.

In der Gruppe B gewann Thomas Erlewein vor Manfred Körner und Franz Winel, Sieger in der Gruppe C wurde Karl Rothenbacher. Die Doppel-Konkurrenz entschieden Krühsel/Körner M. für sich, Zweite wurden Häußler/Rothenbacher.  

22.03.2004

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Einwohnerzahlen NSU
Stand 31.12.2003 Deutsche Ausländer gesamt
Kernstadt 11.987 3.955 15.942
Amorbach 4.179 845 5.024
Obereisesheim 3.736 631 4.367
Dahenfeld 1.286 82 1.368
gesamt 21.188 5.513 26.701

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Hüttberg-Frösche stürmen Dahenfelder Rathaus
Ortsverwaltung vom närrischen Volk entmachtet

Von Johann Habla

Ortsvorsteher Hugo Keicher und seine Mitarbeiterin Steffi Erlewein wähnen sich gut gerüstet. Letztes Jahr waren sie kläglich gescheitert mit ihrem Versuch, das Dahenfelder Rathaus als Bauernhof zu tarnen und so der Erstürmung durch die Faschingsnarren zu entgehen. Diesmal setzen sie auf staatliche Autorität und Ordnung.

Weiträumige Absperrungen, warnende Plakate an den Hauswänden, rot leuchtende Stoppschilder vor dem Eingang – Hugo und Steffi wollen ihr Domizil verteidigen. Noch nicht mal vor Bestechungsversuchen bei der Bevölkerung schrecken sie zurück. Wer die Verwaltungsstelle unterstützt, soll ein Glas Sekt erhalten. Doch die zahlreichen Zaungäste sympathisieren mit den Aufständischen.

Die gehen auch gleich zur Attacke über. Mit ihren Leitern erklimmen die Narren ungehindert den Sitzungssaal im ersten Stock des Rathauses, dessen Fenster freundlicherweise geöffnet sind. Der Ortsvorsteher kapituliert vor der kostümierten Übermacht aus blau-goldenen Maut-Beratern und teichgrünen Hüttberg-Fröschen. Die Besatzer ziehen ihm das weiße Gewand und die Mitra des Faschingspatrons Remichele über und lesen ihm dann die Messe.

Als „Ältester aller Dohfelder Narren“ wird Hugo Keicher vom Chor gepriesen und für „30 Jahre CDU“ geehrt – was soviel bedeutet wie 30 Jahre Carnevalistisches Dahenfelder Urgestein. Grund genug, auch den Remigius-Brunnen vor dem Rathaus befristet umzuwidmen. Statt der Bischofsfigur ziert ihn an diesem Abend eine Statue des Ortsvorstehers.

Bericht für die Heilbronner Stimme vom 22.02.2004

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Dahenfelder in der Zeitung

Natürlich liegt es auch daran, dass die lokalen Printmedien Heilbronner Stimme, Neckar-Express und Echo immer öfter über alle möglichen "Events" und angesagte "Locations" berichten. 

Trotzdem müssen die Dahenfelder schwer aktiv sein, sonst könnten nicht so viele von ihnen in der Zeitung stehen. Matthias Wieland wurde im Neckarsulmer Bootshaus fotografiert, Lothar Mattes in den Heilbronner Warsteiner Stuben. Heinrich Czubatynski und Marcel Häfele fielen als faschingserfahrene Weinzähne beim Umzug in Talheim auf und einen Vorbericht im Echo zur Neuenstädter Apres-Ski-Party am Faschingsdienstag schmückte ein Foto mit zwei DIVUSlern (von letztem Jahr).

Dann war da noch das (Gruppen-)Foto mit Sandra Seitz in der Neckarsulmer Stimme. Sandra nimmt an einer Weiterbildung zur "Fachkraft für moderne Erziehungsmethoden und frühkindliche Bildung" teil. 

Aber eigentlich ist sie ja gar keine Dahenfelderin mehr ;-((

22.02.2004

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Gochsen ist fast schon eine Faschingshochburg 

Von Antonia Köller 

Ein bunter Wurm, bestehend aus Narren, Wagen, Kindern, sehr vielen gut gelaunten Gästen und vor allem lautem "Helau Hardthausen" zog am Samstag durch den Ortsteil Gochsen. 

Der Hardthausener Carnevalverein darf die Rekorde in den historischen Vereinsbüchern des letzten Jahres bereits wieder ändern. Mehr Gruppen und Wagen sowie mehr Gäste als je zuvor genossen als Akteure oder als Zuschauer den Umzug. Hardthausens Narrenpräsident Salvatore Marzano und sein Starrsinn werden zusammen immer mehr zum "Narrsinn". Viele Kritiker hatten geunkt, in Gochsen werde nie ein "rechter Umzug" entstehen. Vor wenigen Jahren noch zogen knapp mehr als zehn lustige Völkchen durch Gochsen, inzwischen sind es weit über 40 aus den Landkreisen Heilbronn, Hohenlohe und Ludwigsburg. 


Von Murr und Kirchheim über Binswangen bis Gundelsheim und von Sindringen über Bad Friedrichshall, Bad Rappenau und Meimsheim waren viele hundert Narren da. Einige gehören bereits zum "Stammpersonal ", das beweist: In Gochsen gefällt es den Aktiven. Die gute Stimmung am Straßenrand zeigte, es gefällt auch den nicht Aktiven, den Zuschauern. Jedes Jahr gehen die Zuschau-Narren besser mit, Zugmarschall Werner Schaffert hat dies mit karnevalistischem Wohlwollen festgestellt. 


Je mehr Gruppen und Wagen mitmachen, desto schwerer fällt natürlich die Zusammenstellung des Zuges. Schaffert führte den bunten Menschen- und Wagenwurm selbst an, die Gochsemer Funken repräsentierten gleich nach ihm die erfolgreichen Gastgeber. Für die Guggenmusik und das Remmidemmi sorgten die Kapellen aus Gundelsheim, Sindringen, Lampoldshausen, Kirchheim, Meimsheim, Züttlingen und Bad Wimpfen. 

Auch die nicht so an den Straßenfasching gewohnten Gäste beim Kochertalfasching konnten nicht ruhig bleiben bei dem beständigen " Krawumm" der Rhythmustrommeln und den Trommelwirbeln der Guggenmusiker. Hier zählt nur das live dabei sein. Wagen gab es mit Motor, mit Schlepper davor und mit der Hand gezogen. Die Motive waren vielfältig, lustig, interessant und unterhaltend. 

Es war schön anzuschauen, wie sich die Aktiven mit ihrem Engagement in dem kleinen Ort nicht von den Faschingshochburgen unterschieden. Eigentlich ist Gochsen inzwischen ja schon mindestens eine kleine Hochburg geworden. Auffallend in diesem Jahr waren auch die Verkleidungen mancher Gruppen. Der Hardthausener Jugendhausverein machte als Wikinger-Eroberungsgruppe auf sich aufmerksam. 

Der Liederkranz Gochsen machte mit einem lustigen Handwagen und einem Wolfgang Apfelbach in Thrombosestrümpfen auf die Mängel im bundesdeutschen Gesundheitswesen aufmerksam und der Kindergarten Gochsen kam in verzierten Kartoffelsäcken. Der Ausklang war dann wie immer vor und in der Gemeindehalle. Um die Situation vor Ort zu beurteilen braucht der Beschreiber eigentlich nur ein Wort, und das drei Mal: " Stimmung, Stimmung, Stimmung". 

Bericht über den Gochsener Fasching (mit DIVUS und den "Fröschen") in der Heilbronner Stimme vom 16.02.2004

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In Dahenfeld sind die Frösche los -

Neues Faschingskonzept kommt prima an

von Johann Habla

Steile Karriere für den neuen Dorfweiher. Anfangs noch als Schnakenloch diffamiert, bekam er nun eine Hauptrolle im Dahenfelder Fasching. Als stehendes Gewässer ist der Teich zwar ortsgebunden. Doch er entsandte viele grüne Frösche, die sich mutig unters närrische Volk mischten.

Einer schaffte es sogar bis ins neue Dreigestirn der Dahenfelder Fasnet. Dieses besteht aus einem geringfügig verfremdeten Kirchenpatron Remigius ("Remichele"), dem Funkenmariechen und eben dem Frosch. Als närrische Symbolfiguren erklimmen Christoph Lohmann, Detlef Klein und Ralf Seitz am Samstagabend die Bühne der bestens besuchten Hüttberghalle.

"Froschlochbläser" heißt die grün-gelbe Abordnung des Musik- und Gesangvereins, die sich mit DeeJay D. Varga abwechselt und rasch beweist, dass Blasmusiker für Faschingsstimmung sorgen können.

"Dohfeld suchd de Subberschdar" ist das Motto des Abends und auf Einladung der Moderatoren Carsten Spengemann (Benno Baum) und Michelle Hunziker (Lothar Mattes) nimmt eine sechsköpfige strenge Jury auf der Bühne Platz. Natürlich an einem teichgrünen Podium, verziert mit hellgrünen Fröschen.

Schon der erste Auftritt der "Froschlochdancers" setzt Maßstäbe: "Schwanensee" als Männerballett im weißen Tüll und Taft - zwar farblich ein Stilbruch, aber grüne Schwäne wären auch falsch gewesen. Chefkritiker Manfred Keicher attestiert den Grazien mehr Beweglichkeit als früher auf dem Fußballplatz. Als verbesserungsfähig wertet Elvyra Bauer die Sockenauswahl der sechs Herren. Sie selbst trägt ein geschmackvolles grünes Froschkostüm.

Als nächste erklimmt "Emanze" Steffi Schiemer die Bütt. Obwohl mit Schürze und Kopftuch eher konservativ gewandet, fordert sie für ihre Geschlechtsgenossinnen forsch "Keine Pflichten! Noch mehr Rechte!". Carsten Spengemann möchte für sie immerhin eine Ausnahme vom Kopftuchverbot erwirken.

Keine Probleme mit ihrem modischen Outfit hat Petra Keicher (Peter Keicher) als Pipi Langstrumpf. Beim Tanz mit Florian Schmitzer legt sie das meiste davon ab.

Das kann Andreas Kühner leider nicht sehen. Der fleißige Schüler schreibt hinter der Bühne noch an einem Aufsatz über "Die menschliche Lunge". Dass die ein sehr schönes Organ ist, hat er bei seiner großen Schwester gesehen. Die hat sogar zwei davon. Und bei ihr hängen die Lungen höher als bei seiner Mutter! Der euphorische Beifall seines Fanclubs tröstet Andreas über den unverdienten Sechser hinweg, den er für den Aufsatz vom Lehrer bekommt.

Es folgt eine "Performance" des Ensembles der kommunalen Abfallbeseitigung, von Manfred Keicher als "Stadtgalopper" betitelt. Während ihre Mülleimer zu Leben und Gesang erwachen, vertreiben sich die Herren ihre Zeit mit dem Genuss von Gerstensaft. Zum Genuss für die exstatische Damenwelt wird auch der letzte Programmpunkt: die "Dohfelder Nacktfrösche" alias Sven Körner, Florian Schmitzer, Simon Pieronczyk und Bernie Storz. Was wie bei den Blues-Brothers im korrekten schwarz-weißen Anzug beginnt, endet mit nicht viel mehr als einem Feigenblatt vor der wichtigsten Stelle - grün, und natürlich in Form eines Frosches.

Zum Encore dürfen alle Akteure noch mal auf die Bühne. Jury wie Publikum sind sich einig: Alle haben gewonnen und sind Subberschdars! Lob und einen Blumenstrauß gibt es für Steffi Vogt als Organisatorin des Programms. Dann bittet DeeJay D. Varga zum Tanz und zu später Stunde haben die Rocker "Rave from the grave" ihren umjubelten Auftritt. Übereinstimmendes Fazit der noch vernehmungsfähigen Gäste: Das neue Konzept des "hausgemachten" Dohfelder Faschings hat sich bestens bewährt.

Zum Umzug am Sonntag haben die Frösche ihren Teich rechtzeitig wieder verlassen. Angeführt vom Froschmobil und eskortiert von den "Dohfelder Froschloch-Hütern" machen sich die "Hüttberg-Frösche" auf den Weg. Sogar eine leibhaftige Prinzessin haben sie dabei.

Der kleinste Umzug im Unterland ist ganz schön gewachsen: mehrere Fußgruppen, Musikkapelle, eine den Aufstand probende Zwergentruppe ("Mir sin dagegen!"), die Abordnung der Freunde aus Hardthausen/Gochsen und natürlich die Motivwagen des MC Extraprall und der Dahenfelder Narrentruppe DIVUS. Da bleiben kaum noch genug Dahenfelder zum Zuschauen übrig.

Während der MC unter dem Motto "Back in Black" den Herrn der Ringe würdigt, haben die DIVUSler die Lösung des Lkw-Maut-Problems gefunden: Manuelle Erfassung statt elektronischer Zählgeräte! Damit reduziert man zugleich die Zahl der Arbeitslosen. Abhilfe gegen eventuelle Unterbeschäftigung hat auch der erstmals teilnehmende Projektchor anzubieten: "Traut euch, Männer, kommt zum Chor - sonst führen uns die Frauen vor!" lautet die Devise.

Als der Gaudiwurm sein Ziel fast erreicht hat, meldet sich Petrus zu Wort. Innerhalb weniger Minuten verwandelt ein heftiger Schnee- und Graupelschauer den Platz vor der Hüttberghalle in eine Winterlandschaft. Auch die Frösche sind jetzt weiß gepudert. Der Stimmung an den Verpflegungsständen tut dies wenig Abbruch, und in der Halle beim Kinderfasching ist sowieso nichts vom Sturm zu hören.

Bericht für die Heilbronner Stimme vom 11.02.2004

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Einwohnerzahlen

Nach der Fortschreibung betrug die Einwohnerzahl am 30.11.2003:

  Deutsche Ausländer gesamt
Neckarsulm 12.022 4.023 16.045
Amorbach   4.221 854 5.075
Obereisesheim 3.711 618 4.329
Dahenfeld 1.281 83 1.364
gesamt 21.235 5.578 26.813
 
01.02.2004

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Frischzellenkur für Dohfelder Fasching
Narren setzen auf ein neues Konzept

Von Johann Habla

Der Dahenfelder Faschingsumzug hat sich längst zum Geheimtipp gemausert. Immer mehr Gruppen nehmen daran teil. Das Prädikat „Kleinster Gaudiwurm im Unterland“ ist aber noch nicht ernsthaft in Gefahr.

Dagegen litt der traditionelle Faschingsball am Vorabend des Umzugs zuletzt unter Besucherschwund. Er wurde für die Veranstalter Sportclub und Musikverein zum Verlustgeschäft und seine Zukunft schien in Frage gestellt.

So trafen sich auf Einladung des Sportclubs die Narren zur Krisensitzung. Nur noch eine Veranstaltung am „Schmutzigen Donnerstag“ oder Zusammenlegen von Umzug und Ball am Samstag, lauteten die Vorschläge. Doch die Narren wollten sich ihr Fest nicht nehmen lassen: „Der Dohfelder Fasching muss weiterleben“, war die allgemeine Devise. Und damit Umsatz und Ertrag wieder stimmen, verordnete man dem Treiben gleich eine ordentliche Frischzellenkur:

Unkosten und Eintrittspreise werden gesenkt. Statt einer teuren Band werden ortsansässige Musiker sowie ein „Dee Jay“ verpflichtet. Die Gruppen, die am Umzug teilnehmen, leisten Beiträge zum Unterhaltungsprogramm der Abendveranstaltung. Gerade das Fehlen von Büttenreden und anderen Einlagen war im letzten Jahr kritisiert worden. Schließlich wird die Bestuhlung der Hüttberghalle aufgelockert und die Dekoration moderner gestaltet.

Sportclub-Vorstand Stefan Erlewein war von der Euphorie der Narren begeistert. Er verhehlte aber nicht, dass er sich um deren Beständigkeit Sorgen mache. Doch inzwischen sind seine Ängste verflogen.

Die „Froschloch-Bläser“ des Musikvereins proben eifrig und das von Steffi Vogt koordinierte Unterhaltungsprogramm steht. Matthias Herkle hat in Anlehnung an den Dahenfelder Kirchenpatron St. Remigius eine neue Symbolfigur für den Fasching kreiert, das „Remigle“. Dieses soll kräftig die Werbetrommel rühren, denn am 7. Februar ab 19.59 Uhr heißt es: „Dohfeld suchd de Subberschdar“.

Auch beim Umzug am Sonntag und dem anschließendem Kinderfasching wird es Neuerungen geben. Viele Erwachsene trauten sich seither nicht in die von Indianern und Cowboys besetzte Hüttberghalle. Nun gibt es erstmals Essen und Getränke an Ständen vor der Halle.

So muss bloß noch das Wetter mitspielen, wenn am Wochenende in Neckarsulms kleinstem Stadtteil der Bär mit dem Funkenmariechen tanzt. Die Organisatoren freuen sich auf viele Gäste und halten für die Ballbesucher ein extra Bonbon bereit: Wenn alles klappt, werden „Irgendwann nach Mitternacht“ Sascha Körner und seine Band abrocken.


Info:

Pünktlich um 19.59 Uhr beginnt am Samstag, 7. Februar, der Faschingsabend mit „Überraschungsprogramm“ in der Hüttberghalle. Für fetzige Musik sind DeeJay D. Varga sowie die Original Dohfelder Froschlochbläser zuständig. Der Eintritt kostet nur 5,00 €.

Am Sonntag, 8. Februar, startet um 13.59 Uhr in der Oststraße der kleinste Faschingsumzug im Unterland. Er wird wenig später an der Hüttberghalle enden. Um 14.31 Uhr beginnt in der Halle der traditionelle Kinderfasching (Eintritt 1,00 € pro Nase, unabhängig von der Länge).

21.01.2004

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Wechsel im Gemeinderat

Als neuer Stadtrat ist Johann Habla in den Gemeinderat Neckarsulm aufgenommen worden. Oberbürgermeister Volker Blust verpflichtete den Ortschaftsrat in Dahenfeld und Stellvertreter von Ortsvorsteher Hugo Keicher. Er rückt für Eberhard Zartmann nach, der Ende 2003 auf eigenen Wunsch ausgeschieden ist.

Andreas Bracht (snp) in der Heilbronner Stimme vom 21.01.2004

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Grundschule Dahenfeld verpflichtet Lehrbeauftragte für freiwillige Kursangebote

Die „Kochakademie Dahenfeld“ kann sich über neue Absolventen freuen: Die Nachwuchsköche haben auch den letzten Kurs erfolgreich abgeschlossen. Jetzt gibt es in dem Neckarsulmer Stadtteil 40 „geprüfte Küchenmeister“ mit Zertifikat – sie alle sind Schüler der dritten und vierten Klasse an der städtischen Grundschule Dahenfeld und Teilnehmer eines zusätzlichen Unterrichtsangebots, das seit 1997 als Lehrbeauftragtenprogramm des Landes an Schulen stattfindet.

Um das eigene Schulprofil zu stärken, wird das Lehrbeauftragtenprogramm an der Grundschule Dahenfeld intensiv genutzt. Im Rahmen dieses Programms kann die Schulleitung eigenverantwortlich Lehraufträge an Privatpersonen vergeben, die ihr Fachwissen ehrenamtlich an die Schüler weitergeben. So sollen „Erfahrungen sowie Kompetenzen, die außerhalb der Schule vorhanden sind, für die schulische Erziehung nutzbar gemacht werden“, wie es in den Grundsätzen zur Vergabe von Lehraufträgen heißt. 

Einen geeigneten Lehrbeauftragten fand die Grundschule Dahenfeld zum Beispiel mit dem ehemaligen Chefkoch des Kreiskrankenhauses am Plattenwald, Dieter Greiner. Der Enkel des früheren Neckarsulmer Bürgermeisters und Ehrenbürgers Hermann Greiner leitete 25 Jahre lang die Großküche des Klinikums, bis er im Jahr 2000 in den Ruhestand verabschiedet wurde. Die Leidenschaft für das Kochen ist geblieben, und so ließ sich Dieter Greiner nur zu gern für das zusätzliche Unterrichtsangebot „Kochen leicht gemacht“ dienstverpflichten. „Wissen zu vermitteln, macht schließlich immer Spaß“, beschreibt der Lehrbeauftragte Greiner sein Unterrichtscredo.

Aber auch die Schüler waren mit Leidenschaft bei der Sache. Obwohl der Kochkurs drei Monate lang jeweils am Samstagvormittag, also in der schulfreien Zeit, stattfand, wollten mehr Schüler teilnehmen als Plätze vorhanden waren. Aus diesem Grund durfte jeder Kochlehrling dreimal dabei sein, um mit Dieter Greiner leckere Gerichte zu zaubern: eine Ente als Weihnachtsbraten, Pfannkuchen mit Speck und anderen Zutaten, Apfelkuchen und verschiedene Pizzen. Zum Abschluss wurde noch einmal ein besonderer Genuss aufgetischt: glacierte Flugentenbrust auf Curry-Bananen-Reisrisotto mit Gemüse aus dem Wok und Chicorée-Dips in Cocktailsauce. Bevor die Kinder aber am Tisch Platz nehmen konnten, gab es für sie in der Küche alle Hände voll zu tun: Gemüse putzen und schneiden, Zwiebeln hacken, Bananen und Äpfel zerkleinern, die Entenbrust würzen und mit Öl einreiben, den Reis kochen. „Jetzt wisst Ihr besser zu würdigen, wieviel Arbeit sich Eure Mutter jeden Tag machen muss, um das Essen auf den Tisch zu bringen“, erklärte Dieter Greiner seinen Kochschülern.

Mit neuen Zusatzangeboten will Schulleiter Hans Kriegs die Grundschule Dahenfeld auch weiterhin für Besuche der Schüler abseits der regulären Unterrichtszeiten öffnen, „wie eine kleine Ganztagsschule, in der Kurse auf freiwilliger Basis angeboten werden“. In diesem Jahr können die Grundschüler Schachspielen lernen, Gitarren- oder Flötenunterricht nehmen, kreatives Gestalten mit Wolle und Metall ausprobieren oder zu Comic-Zeichnern werden. Auch für Dieter Greiner geht das Lehrbeauftragtenprogramm weiter: Er packt demnächst seine Töpfe und Pfannen in der Neubergschule aus.



Der ehemalige Chefkoch Dieter Greiner (Mitte) und Schulleiter Hans Kriegs konnten viele Schüler der Grundschule Dahenfeld für das freiwillige Unterrichtsangebot „Kochen leicht gemacht“ begeistern.

Bericht von Andreas Bracht (snp) vom 21.01.2004

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