Aktuelles von gestern (das Jahr 2005) 

Stimmungsvolle Weihnachtsfeier des MGV
Advent-Singen vor dem Rathaus
Tolle SC-Winterfeier
Ergebnisse Kirchengemeinderats-Wahl
Chorkonzert des MGV-Männerchores
Zita Lohmann verabschiedet
Einwohnerzahlen Stand 31.08.2005
BT-Wahl: Ergebnisse in Dahenfeld
13. Dahenfelder Baby-Basar
Kurt Stapf ein Siebziger
Frau Ehrenfried verabschiedet
Dorffest-Fotos auf MGV-Seite
Dahenfelder Dorffest (2)
Dahenfelder Dorffest (1)
DSL in Dahenfeld (3)
Fünftes Feuersee-Schwimmen
Erstes Konzert des Projektchors
Dahenfelds älteste Bürgerin: Hilde Schmitzer
"Echt starke" Grundschule
100 Jahre Backhaus-Tradition 
DSL in Dahenfeld (2)
Ortschaftsräte auf Informationstour
Zwiebeln finden keine Abnehmer
Generalversammlung SC
10. Tischtennis-Vereinsmeisterschaften
Erfolgreiches Benefiz-Konzert
Generalversammlung MGV
T-DSL in Dahenfeld
Firmung
Rathaussturm am 04.02.2005
S`Remichele und seine Reisemitbringsel
Fasching am 22./23.01.2005
Poststraße wird ausgebaut
Dahenfeld im World Wide Web
Ein Dahenfelder zeichnet Comics

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Da ist Schwung drin

Mit einer stimmungsvollen und beeindruckenden Weihnachtsfeier bedankte sich der Musik- und Gesangverein Dahenfeld bei Mitgliedern und Mitbürgern für ein erfolgreiches Vereinsjahr. Der Vorsitzende Benno Baum wurde mit der goldenen Eins für sein besonderes Engagement ausgezeichnet.

Von Peter Klotz

Die Mannschaft des MGV Dahenfeld hat einiges auf dem Kasten. Einen recht guten Eindruck davon bekamen die Besucher der Weihnachtsfeier in der erneut bis auf den letzten Platz besetzten Hüttberghalle. In einer stilvoll sparsamen Dekoration fühlten sich die Dahenfelder und ihre Gäste einen Abend lang wie im Wohnzimmer einer besonders großen Familie. Einen wesentlichen Beitrag hierzu leistete ein ganzes Moderatorenteam. Den Hauptpart übernahm souverän Werner Körner. Aber in Florian Schmitzer und Larissa Hellwig wachsen fähige Kräfte nach.

Den Eisbrecher spielten die neun Kleinen aus der Anfängergruppe. Dafür dass die acht Mädchen und der eine Junge erst seit September unter den Fittichen von Wilfried Huber stecken, spielten sie „Vom Himmel hoch“ schon erstaunlich flüssig.

Wesentlich länger hören natürlich die Mannen der vereinigten Chöre aus dem heimischen Dahenfeld und dem schönen Binswangen auf die Anweisungen ihres Chefs Sebastian Erlewein. Wie gut die Sänger im besten Mannesalter das Dirigat umsetzen können, bewiesen sie bei Beethovens „Hymne an die Nacht“, die sie perfekt intonierten.

Wolfgang Kapp kann beim Jugendorchester schon so richtig aus dem Vollen schöpfen. Seine Mannschaft beherrscht das harmonische Zusammenspiel, hat aber auch so hervorragende Solisten wie Lukas Baum in ihren Reihen. Ein Leckerbissen war der Auszug „Jurassic Park“ mit einem fulminanten Schluss.
Der Umbau auf der Bühne war bestens geprobt, so dass die Zuhörer gerade Zeit hatten, sich mit Getränken zu versorgen, da stand schon der nächste Höhepunkt auf der Bühne. Ein solcher war der Auftritt des Projektchores auf jeden Fall. Die munteren und swingenden Stimmen zeigten in Kostümen „Santa Claus is comin’ to town“. Bei ihrem letzen Titel „Lean on me“ gingen sogar die festlich gestimmten Dahenfelder klatschend und wippend mit.

Dann wurde es eng auf der Bühne. Das aktive Blasorchester nahm nicht nur den Raum auf der Bühne vollständig ein, sie füllten auch den Saal mit gelungenen und sehr vielfältigen Melodien. Herausragend der Huldigungsmarsch von Edvard Grieg bei dem sogar Dirigent Gerd Nagel konditionell gefordert wurde. Gleich zweimal gab es das tolle „Pas de deux“ mit Saxophon und Klarinetten – Solo. Den Vogel schoss aber Martin Schmitzer ab, der „What a wonderful world“ nicht nur glänzend vortrug, sondern sogar einen gelungenen Ausflug in die Stimmqualitäten eines Satchmo (Louis Armstrong) wagte. Dafür bekam er viel Applaus vom Publikum und einen Handschlag vom Dirigenten.

Das war an sich schon ein abendfüllendes Programm, der Musikverein setzte aber noch eins drauf. Regisseur Wolfgang Eiberle, der sich eine kreative Pause (?) gegönnt hatte, stellte heuer wieder zusammen mit einer munteren Spielschar einen echten „Silvesterknaller“ auf die Bühne. In dem flotten Einakter möchte die ehrgeizige Gattin ihren Mann mit allen Mitteln (auf den Aldi – Champagner kleb’ ich halt andere Etiketten“) zum stellvertretenden Direktor machen. Zu diesem Zweck hat sie den Firmenchef mit Familie zur feucht – fröhlichen Silvesterparty eingeladen. Das mit peinlichen Offenbarungen und überraschenden Erkenntnissen gespickte Stück kam beim Publikum bestens an.

EHRUNGEN

Im Rahmen der Weihnachtsfeier ehrten der Vertreter des Blasmusikverbands Heribert Leibfried und Vorsitzender Benno Baum zahlreiche Jubilare."

Aktive Musiker: Michaela Kern und Florian Schmitzer (10 Jahre)

Stefanie Erlewein, Gilbert Heinrich, Wolfgang Kapp, Christop Lohmann (25 Jahre)

Herbert Schiemer (40 Jahre)

Mitglieder: Andreas Kapp, Siegfried Kapp, Dietmar Körner, Thomas Lohmann, Frank Sieger, Wolfgang Storz

Bericht in der Neckarsulmer Woche vom 21.12.2005


Auch der Projektchor sprühte vor Leben und Dynamik

Von Martin Bauer

Beste Weihnachtsstimmung herrschte in der bis auf den letzten Platz besetzten Dahenfelder „Hüttberghalle“. Dafür sorgten weit über 100 Akteure des Musik- und Gesangvereins Dahenfeld, die ihre in wochenlangem Probenfleiß erarbeiteten musikalischen Geschenke freigiebig ans Publikum verteilten.

Den hervorragenden Teamgeist, der im musikalischen, wie im organisatorischen Bereich wieder einiges bewegt habe, strich Vorsitzender Benno Baum in seiner Begrüßungsansprache deshalb auch ganz besonders heraus.

Nach dem musikalischen Auftakt durch die Anfängergruppe mit einer von Wilfried Huber arrangierten Fassung des Liedes „Vom Himmel hoch“, ließ der Männerchor funkelnde Sterne im Saal erstrahlen und „Weihnachtsglocken“ erklingen. Die 25köpfige Chorgemeinschaft, die die Dahenfelder seit nunmehr fünf Jahren mit dem Männerchor von Eintracht Cäcilia Binswangen bilden, hat unlängst erst ein viel beachtetes Konzert ausgerichtet.

Bei den nun vorgetragenen vier weihnachtlich gestimmten Liedern, darunter auch der Klassiker „Hymne an die Nacht“ von Beethoven, präsentierte sich der Chor unter Leitung von Sebastian Erlewein als homogenes Ganzes, das die Nahtstellen schon nicht mehr erahnen ließ.

Mit einem Probenachmittag haben sich Wolfgang Kapp und die Mitglieder des Jugendorchesters auf ihren konzertanten Auftritt eingestimmt. Larissa Hellwig und Florian Schmitzer, die mit spritzigen Ansagen durchs Programm der Jugendkapelle führten, luden zunächst zu einem Dinosaurierabenteuer ein. Der gefällig vorgetragenen Filmmusik aus „Jurassic Park“ folgte ein Abstecher in den Großstadtdschungel: „Downtown“, nach einem Arrangement von Enzo da Rold.

Mit „My Way“ - an der Solotrompete unerschrocken und fehlerfrei Lukas Baum - verabschiedete sich die Vereinsjugend nicht nur vom Publikum, sondern auch von Dirigent Kapp, der über elf Jahre hinweg mit Geduld und Geschick am Blasorchester von morgen gearbeitet hat und nun den Taktstock aus der Hand legt.

Fliegende rote Nikolausmützen auf der Bühne und beschwingt klatschende Sängerinnen und Sänger: mit Feuer und Begeisterung waren nicht nur die Jüngsten des Vereins bei der Sache, auch der inzwischen auf 32 Mitglieder angewachsene Projektchor unter der Leitung von Annegret Friede sprühte vor Leben und Dynamik.

Mit grollenden Kesselpauken und Fanfarenstößen meldete sich das Blasorchester fulminant zu Wort. Das ouvertürenhafte „Zarathustra 2000“ und der „Huldigungsmarsch“ von Edvard Grieg mit seinem ruhig-schreitenden Hauptthema, veranschaulichten, was Stefanie Erlewein in ihrer phantasievollen Conférence angekündigt hatte: träumerische Empfindsamkeit und energische Kraftentfaltung.

Beim anschließenden „Pas De Deux“ absolvierten Wilfried Huber und Bernhard Storz einen temperamentvollen Paarlauf. Die populären Solostimmen für Tenorsaxophon und Klarinette boten ihnen willkommene Gelegenheit, alle Register ihres Könnens zu ziehen.

Dass Musik und Gesang nicht nur im Vereinsnamen sondern auch in der Realität eng verzahnt sind, stellte Martin Schmitzer im Vokalpart des Welthits „What a wonderful world“ eindrucksvoll unter Beweis. Sein Louis Armstrong riss das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hin; erst nach einer Zugabe durften Gerd Nagel und seine Musiker von der Bühne.

Als ein echter „Knaller“ und zugleich als origineller Abschluss eines gelungenen Abends erwies sich schließlich das unter der Regie von Wolfgang Eiberle einstudierte Theaterstück „Der Silvesterknaller“.

Kreisverbandsdirigent Heribert Leibfried zeichnete drei verdiente Musikerinnen und Musiker mit Ehrennadeln aus. Seit zehn Jahren sind Michaela Kern und Florian Schmitzer im Verein aktiv.

Sein 40-jähriges Vereinsjubiläum feiert Orchestervorstand Herbert Schiemer. Die Vereinsehrennadel in Silber tragen künftig Stefanie Erlewein, Gilbert Heinrich, Wolfgang Kapp, Christoph Lohmann, Andreas Kapp, Siegfried Kapp, Dietmar Körner, Thomas Lohmann, Frank Sieger und Wolfgang Storz am Revers. Sie gehören dem MGV seit 25 Jahren an.

Emil Heinrich hält dem Verein schon seit einem halben Jahrhundert die Treue.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 22.12.2005

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Musik hören und genüsslich Glühwein trinken
 
Von Hans-Peter Jäger

In Dahenfeld wurde am dritten Adventssonntag ein kleines Jubiläum gefeiert: Seit zehn Jahren gibt es in der Ortsmitte vor dem historischen Rathaus unter einem hell erleuchteten Tannenbaum ein Adventssingen.

Mitinitiatorin Annegret Baum erinnert sich: Im Kirchengemeinderat wurden damals Einnahmequellen für Renovierungsarbeiten an kirchlichen Gebäude gesucht. Da habe ich ein Adventssingen vorgeschlagen. Wenn man schon zu Spenden aufrufe, müsse man auch in anderer Form etwas zurückgeben, war ihre Meinung. Jetzt ist diese Veranstaltung unter freiem Himmel fest im Gemeindeleben verankert, denn die Zahl der Zuhörer, die sich durch die adventliche Musik der Bläser und Sänger so richtig auf das kommende Weihnachtsfest einstimmen lassen, steigt ständig.

Die Bläsergruppe von Markus Baum eröffnete den Reigen von einem nahen Balkon herunter und wünschte musikalisch Fröhliche Weihnacht. Moderator Quido Kleiner freute sich den vielen Zuhörern, abseits von Hektik und Trubel, eine besinnliche Stunde anbieten zu können.

Der Dahenfelder Kirchenchor - unter der Leitung von Olga Kunz - leuchtete mit einem Licht in das Dunkel dieser Welt und empfahl für den Advent: Machet die Tore weit. Sebastian Erlewein dirigierte die Männerchorgemeinschaft aus Dahenfeld und Binswangen, die gekonnt mit ihren Stimmen Weihnachtsglocken zum Läuten brachten. Das Dahenfelder Saxophonensemble - von Wilfried Huber betreut - intonierte einen Christmas-Mix und wünschte mit weichem Sound allen Menschen ein schönes Weihnachtsfest.

Während der Darbietungen und auch lange danach bekämpften die Zuhörer die sich langsam anschleichende trockene Kälte, in dem sie ihre Hände an die warmen Glühweintassen legten oder heiße Würste genossen. Endlich durfte auch der Kinderchor Rasselbänd das Podium erstürmen. Von Annegret Baum und Angela Weinreich geleitet, sangen sie temperamentvoll ein herzerfrischendes Lied aus dem Erzgebirge: Wenn`s Weihnachten ist, dann kommt zu uns der heilige Christ.

Den krönenden Abschluss bildete eine Bläsergruppe unter der Leitung von Wolfgang Kapp, die ihre weihnachtlichen Weisen in neuzeitlicher Bearbeitung zu Gehör brachten. Einhellige Publikumsmeinung: Es war wieder schön.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 16.12.2005

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Attraktive Winterfeier beim SC Dahenfeld
Ein gutes Team

von Peter Klotz

In der voll besetzten Hüttberghalle feierten die Dahenfelder die traditionelle Winterfeier ihres Sportclubs. Mit einem abwechslungsreichen Programm und zahlreichen Ehrungen setzten die Verantwortlichen einen Schlusspunkt auf ein zwar unspektakuläres, aber erfolgreiches Jahr 2005. Die kleine Gemeinde Dahenfeld birgt durchaus ein Geheimnis, denn während die Vereine überall händeringend nach Attraktionen suchen, um wenigstens ein halbes Hundert ihrer Mitglieder zur Weihnachts- oder Winterfeier zu locken, ist im Neckarsulmer Teilort bei diesem Anlass regelmäßig die "Hütte" voll. Auch Ortsvorsteher Johann Habla führt dieses Phänomen nicht allein auf das sicherlich sehr attraktive Programm zurück, es ist vielmehr der Zusammenhalt unter den Vereinen und Bürgern, der den Aktiven einen aufmunternden Besuch beschert.

Die Einstellung stimmt

Möglicherweise ist die Einstellung hier tatsächlich weniger materiell, wie es die Geschichte vom kleinen Jungen beschreibt, der seinen Goldtaler wegwirft und doch lieber Geschenke zum "Angreifen" wählt. Der Vorsitzende Stefan Erlewein erzählte sie in seiner Begrüßungsrede. Einweiteres Indiz ist die Tatsache, dass sich der Vorstand rund drei Dutzend aktive Helfer auf die Bühne holte, um sich offiziell zu bedanken. Ebenso ist es nicht selbstverständlich, dass die Verantwortlichen am Morgen nach solch einem Galabend schon wieder "auf der Matte" stehen, um die Halle für die Kinder-Weihnachtsfeier auf Hochglanz zu bringen.

Tolles Programm

Spuren hat die Winterfeier mit so vielen Besuchern natürlich hinterlassen, Spuren blieben aber auch vom Programm, das gleich mit einem Highlight begann. "May the Lord send angels", gesungen von Annegret Baum und Sabine Zimmermann, versetzte die Zuhörer noch weiter in die vorweihnachtliche Stimmung, für die die attraktive Dekoration von Birgit Lohmann schon die Grundlagen gelegt hatte. Die flotte Tanzvorführung der Gruppe von Stefanie Nied und eine erstaunliche Minitramp-Show mit den Schülern von Bernd Chardon waren die sportlichen Akzente, bevor der wiedererstandene SC-Chor zusammen mit Bernd Slowhand Lautenschläger bekannte: "Mir sin Dofelder".

Dann kündigten die Moderatoren Klara Weinreich und Sebastian Habla den Höhepunkt des Abends, das traditionelle Theaterstück an. Mit viel Lokalkolorit versuchte diesmal der Bürgermeister aus Dahenfeld "Bad Dahenfeld" zu machen und gleichzeitig seine Tochter Resi gut zu verheiraten. Während Ersteres aus chemischen Gründen scheiterte, stimmte die Chemie beim Nachwuchs, sodass es ein vie belachtes Happy End gab.

Ehrungen von treuen Mitgliedern

Um einen Verein mit 720 Mitgliedern, darunter mehr als 200 Jugendliche, erfolgreich führen zu können, bedarf es engagierter Funktionäre. Für den Vertreter des Sportkreises Klaus Ranger, der den Dahenfelder Verein persönlich kennt, war es ein persönliches Bedürfnis den Vorsitzenden Stefan Erlewein und seinen Vorstandskollegen Arnold Heinrich mit der silbernen Ehrennadel des WLSB auszuzeichnen. Er bescheinigte beiden ein langjähriges und hervorragendes Engagement für den Sportclub.

Der Verein besteht aber nicht nur aus Führungskräften, es bedarf auch der zahlreichen Mitglieder, die der Gemeinschaft lange Jahre die Treue halten und damit zur verlässlichen Größe werden. Stefan Erlewein und Winfried Heinrich ehrten für fünfzig Jahre Mitgliedschaft : Hans Dieter Kühner, Erich Schmitzer, Dieter Seitz und Theo Seitz. 40 Jahre im Verein sind: Jürgen Hermann, Günter Kühner, Helmut Müller und Helmut Schmitzer.

Bericht in der Neckarsulmer Woche vom 8.Dezember 2005

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Kirchengemeinderatswahl am 13. November 2005

Eine weit überdurchschnittliche Wahlbeteiligung von 37,1 % (sonst im Dekanat Neckarsulm: 29,3 %) bei insgesamt 890 Wahlberechtigten hatte die katholische Kirchengemeinde St. Remigius aufzuweisen. "Spitze" im gesamten Unterland ist laut Heilbronner Stimme die künftige Dahenfelder Frauenquote von sage und schreibe 75 %.


 
Gewählte Kadidaten/innen

Stimmen

1)
Baum
, Anne
 
217
1)
Storz
, Annette
 
217
3)
Weinreich
, Angela
 
192
4)
Winter
, Andrea
 
190
5)
Körner
, Karl
 
165
6)
Mühleck
, Sabine
 
159
7)
Chardon
, Elvira
 
141
8)
Hoffmann
, Volker
 
112


15.11.2005

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Kraftvolle Stimmen aus voller Kehle
 
Von Werner Glanz 

Einen wahrlich goldenen Oktobertag rundete der Musik- und Gesangverein Dahenfeld mit einem außergewöhnlichen Chorkonzert ab. Vorsitzender Benno Baum freute sich denn auch über das beachtliche Niveau der Beiträge und über die ausverkaufte Hüttberghalle.

Die Hauptlast trug die 30 Mann starke Chorgemeinschaft des örtlichen MGV und der Eintracht Cäcilia Binswangen, die vor drei Jahren fusionierten. Chorleiter Sebastian Erlewein hat aus der Zweckgemeinschaft inzwischen einen Klangkörper geformt, der durch einen respektablen Leistungsstand besticht.

Ein bunter Melodienreigen wurde außerdem serviert vom Liederkranz Gochsen (Leitung Sebastian Erlewein) und vom Kirchenchor Dahenfeld (Leitung André Klaasen). Im weiteren Verlauf erhielten die insgesamt 80 Sängerinnen und Sänger Beistand von den Solisten Lukas Baum (Trompete), Eberhard Baum, Rudolf Bauer und Günther Gräfe (alle Horn) sowie am Klavier von Halina Rafinski. Und das i-Tüpfelchen des rundherum gelungenen Konzertes setzte der Binswanger Sänger Bolko Hampel mit einer fachkundigen sowie lustig-launigen Moderation. Den Auftakt machte der Männerchor mit Musik erfüllt die Welt . Darauf folgte das Volkslied Ei du Mädchen vom Lande und Mendelssohn-Bartholdys Der Jäger Abschied . Der erste Liedblock endete mit Noahs Wunsch Lieber Wein statt Wasser (Alfons Burkhardt).

Ein feiner Kontrast zu den kraftvollen Männerstimmen waren danach die Auftritte des ganz in schwarz gekleideten gemischten Chors des Liederkranzes Gochsen - einmal als Großer Chor und einmal als Kleiner Chor angekündigt. Das hohe Niveau der musikalischen Beiträge hielt auch der Kirchenchor Dahenfeld, der mit drei Liedern den Beweis erbrachte, dass auch christliche Gesangsgruppierungen wesentlich zum kulturellen Leben einer Dorfgemeinschaft beitragen.

Den Rest des von unterschiedlichsten musikalischen Stilrichtungen geprägten Abends besorgte der Männerchor, der bei den folgenden, ebenfalls a cappella vorgetragenen Weisen, pure Lebensfreude versprühte. Dazu gehörte das Volkslied Eins, zwei, drei , Ein kleines Malheur , das die süffisante Geschichte vom Bier betrunkenen Müllerknecht erzählt, Ich weiß ein Fass und Mädchen mit den blauen Augen. Das Konzert strebte dem Höhepunkt entgegen, wobei nun auch die Solisten gefordert waren: Bei Annie Laurie Trompeter Lukas Baum, beim Chor der Landsleute und bei Wagners anspruchsvollem Pilgerchor Pianistin Halina Rafinski und beim Jägerchor die Hörner Eberhard Baum, Rudolf Bauer und Günther Gräfe. Das Zusammenspiel von Chor und Solisten klappte hervorragend.

Zum Schluss gab`s die Zugabe Das Elternhaus , Geschenke für die Chorleiter, Solisten und den Moderator sowie für Co-Trainerin Andrea Voit-Erlewein, die die Männer mit Stimmübungen auf das Konzert vorbereitet hatte.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 02.11.2005

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Die Überstunden kennt nur der liebe Gott

Von Hans-Peter Jäger 

Im Dahenfelder Pfarrhaus hatte Zita Lohmann 22 Jahre lang als Sekretärin gearbeitet. Jetzt wurde die rechte Hand von Pfarrer Johannes Sklorz bei einem Festgottesdienst in der Remigiuskirche in den verdienten Ruhestand verabschiedet. 

Humorvoll, wie es seine Art ist, beschrieb Pfarrer Sklorz die Dienste seiner Pfarrsekretärin. "Sie war immer da, wenn sie gebraucht wurde und wie viele unbezahlte Überstunden dabei draufgegangen sind, weiß nur der liebe Gott". Immer habe sie ihre Kundschaft im Pfarrbüro freundlich empfangen, deren Sorgen und Nöten geteilt, sich für tiefe Gespräche viel Zeit genommen und damit ihren Teil zur Seelsorgearbeit in der Gemeinde beigetragen. "Jetzt müssen wir auch den Wunsch von Zita Lohmann respektieren, künftig mehr Zeit für sich selbst und ihre Familie zu haben", meinte der Geistliche. Nach einer herzlichen Umarmung überreichte er seiner scheidenden Mitarbeiterin das Buch "Engel für das Leben" von Pater Anselm Grün und empfahl einen häufigen Gebrauch.


Der Kinderchor Rasselbänd singt auf der Kichentreppe, während sich
Zita Lohmann (Mitte) mit Pfarrer Johannes Sklorz und ihrer Nachfolgerin
Martina Heinrich auf dem neu gestalteten Pfarrhof zeigt.
(Foto: Heidelind Andritsch)

Der zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Quido Kleiner, überbrachte einen Blumenstrauß und bezeichnete Zita Lohmann als Musterbeispiel für das erste Gesicht einer Kirchengemeinde, wenn der Pfarrer abwesend ist. Sie war Anlaufstelle und wichtige Informationszentrale, lobte Kleiner. Stets habe sie ein offenes Ohr für alle Belange in der Pfarrei gehabt und sich mit großer Geduld aller Ratsuchenden angenommen.

Mir hat meine Arbeit viel Freude gemacht und ich war morgens jedes Mal gespannt, was wohl heute wieder auf mich zukommt, strahlte die scheidende Pfarrsekretärin. Am schönsten habe sie empfunden, wenn junge Mütter die Taufe ihres Kindes auf dem Pfarrbüro anmeldeten und sie, solange Formulare ausgefüllt wurden, das Kind im Arm halten konnte. Dazu hat sie jetzt häufiger Gelegenheit, denn vor acht Wochen kam mit Carl-Noah ihr erster Enkel auf die Welt. Mit Martina Heinrich ist seit ersten September das Pfarrbüro wieder besetzt

Nach dem Gottesdienst gab es einen Stehempfang auf dem von Architekt Hans-Peter Weinreich neu gestalteten Pfarrhof. Die Umbauarbeiten waren notwendig, weil Sicherheitsmängel der Treppe und feuchte Grundmauern der Kirche festgestellt wurden. Als Pfarrer Sklorz das Gelände gesegnet hatte, sang der Kinderchor Rasselbänd auf der Treppe unter Angela Weinreich, Gitarrenbegleitung Annegret Baum, die Lieder "Hier bewegt sich was" und "Bist du groß oder bist du klein". 

Aus der Heilbronner Stimme vom 28.09.2005

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Einwohnerzahlen nach der Fortschreibung zum 31.08.2005

Zum 31.08.2005 lebten in Neckarsulm 26.706 Einwohner in 9.445 Haushalten, darunter 21.363 = 80 % deutsche Staatsangehörige und 5.343 = 20 % Ausländer. 

In den drei Stadtteilen wohnen 5.212 (Amorbach), 4.370 (Obereisesheim) bzw. 1.371 (Dahenfeld) Bürgerinnen und Bürger. Die Zahl der Haushalte in Dahenfeld beträgt aktuell 588. Die gegenüber früheren Statistiken deutlich höhere Zahl von Dahenfelder Haushalten erklärt sich aus der Korrektur seither unrichtiger Daten.
Übrigens: vor einem Jahr hatte Dahenfeld noch 1.389 Einwohner.

30.09.2005

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Dahenfelder wählen fleißig 

In der großen Kreisstadt Neckarsulm mit ihren über 17 000 Wahlberechtigten bleiben die Parteifarben verteilt wie gehabt. Die Kernstadt, Amorbach und Dahenfeld wählen schwarz, der Stadtteil Obereisesheim bleibt seiner Lieblingsfarbe rot treu.

Noch eine andere liebe Gewohnheit bleibt unangetastet. Das kleine Dahenfeld hat es wieder geschafft, mit 84,3 Prozent die höchste Wahlbeteiligung zu erreichen. In der Gesamtstadt nahm sie um rund drei Prozent auf diesmal 78,4 ab, in Dahenfeld nur um 0,6 Prozent auf 84,3.

Die FDP bleibt in der Kernstadt stabil bei knapp sieben Prozent, während sie in den Stadtteilen - dem Bundestrend entsprechend - die zehn Prozent erreicht oder übersteigt, wie in Obereisesheim mit 11,7 Prozent. 

Die Grünen bleiben mit 6,8 Prozent der Zweitstimmen in Neckarsulm hinter den bundesweiten Zahlen zurück. In Dahenfeld haben sie ihr bestes Ergebnis mit 7,8 Prozent.

Keine wesentliche Rolle spielt in Neckarsulm die Linkspartei. Den höchsten Anteil erreicht sie in Amorbach mit 4,2 Prozent, in allen anderen Stadtteilen liegt sie um 3,5 Prozent. Weder Republikaner noch NPD und die anderen "Sonstigen" kommen auf nennenswerte Prozentzahlen in Neckarsulm.

Bericht von Barbara Barth in der Heilbronner Stimme vom 20.09.2005

Die Ergebnisse im Wahllokal Pfarrer-Abele-Kindergarten
.

Partei
Erststimme Zweitstimme  % Zweitstimm.
CDU (Strobl) 465 378 50,7 %
SPD (Juratovic) 170 175 23,5 %
GRÜNE(Schneider) 45 58 7,8 %
FDP (Link) 23 73 9,8 %
REP - 14  1,8 %
LINKE. (Ehinger)  24 26 3,5 %
PBC - 2  0,3 %
NPD (Käppler)  18 11  1,4 %
GRAUE  - 6  0,7 %
BüSo - - -
FAMILIE  - 3  0,4 %
MLPD (Rügner)  1 -  0,1 %

ungültig

13

13
 
gesamt 759 759  

Wahlberechtigte: 979
Wahlbeteilig.: 84,3 %

79 Briefwähler 
in der Auszählung nicht enthalten !!!

18.09.2005,  24.00 Uhr - Alle Angaben vorläufig und ohne Gewähr!!!

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13. Dahenfelder Baby-Basar in der Hüttberghalle

Am Samstag, 24.09.2005, findet von 13 bis 15.30 Uhr bereits zum 13. Mal der beliebte Baby-Basar in der Dahenfelder Hüttberghalle statt. Verkauft werden Baby- und Kinderkleider aller Art, Spielsachen, Autositze und Kinderwagen. Der Erlös wird einem gemeinnützigen Zweck zugeführt.

17.09.2005

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Kurt Stapf - ein jugendlicher Siebziger

Kurt Stapf feiert am 07.08.2005 seinen 70. Geburtstag. Der Dahenfelder und der örtliche Sportclub sind seit 1964 eine Einheit. Nach der Hochzeit mit seiner Frau Gerlinde zog es den zuvor in Diensten der SV Neckarsulm und des SC Amorbach Tätigen in den kleinsten Neckarsulmer Stadtteil. Stapf begann als Spieler der ersten Mannschaft, war Trainer der ersten und zweiten Mannschaft Fußballabteilungsleiter und 15 Jahre lang Fußballjugendleiter. Schließlich fungierte der Jubilar von 1989 bis 1995 als erster Vorsitzender des Vereins.

Neben seiner Funktionärsarbeit war Stapf auch hauptverantwortlich für die Feste. Noch heute sieht man ihn im Auf- und Abbautrupp sowie im Vereinsausschuss. Während des Sportplatz- und Sportheim-Baus war er immer mit Rat und Tat am Einsatzort. Für seine Verdienste um den Sport wurde Kurt Stapf 1986 mit der Ehrenmitgliedschaft im Verein geehrt. 1989 verlieh ihm der WLSB die Jugendleiter-Nadel in Silber und 1996 folgte die Landesehrennadel. 

Aus der Heilbronner Stimme vom 06.08.2005 

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Ein "pädagogisches Juwel" verlässt die Schule 

Von Hans-Peter Jäger 

Nach 18-jähriger Tätigkeit an der Dahenfelder Grundschule wurde die äußerst beliebte und geschätzte Lehrerin Gertrud Ehrenfried (63) in der Dahenfelder Hüttberghalle in den Ruhestand verabschiedet. Vorherige Stationen der Pädagogin waren mehrere Grundschulen in der Region, vierzehn Jahre lang die Heilbronner Dammrealschule und Religionsunterricht im kirchlichen Dienst. 


"Ihr habt mir mehr geschenkt, als ihr ahnen könnt": Gertrud Ehrenfried war gern Lehrerin
in Dahenfeld, die Kinder müssen sie nun verabschieden. (Foto: Ulrike Kugler)

"Dahenfeld war für mich der Glücksgriff in meinem Leben", gestand Gertrud Ehrenfried freimütig. Die Kinder seien "das Beste, was wir besitzen". Jedes von ihnen stelle in seiner einmaligen Art einen besonderen Edelstein dar. Und mit bewegter Stimme sagte sie zum letzten Mal an ihre Schüler gewandt: "Ihr habt mir mehr geschenkt, als ihr ahnen könnt." 

Zu Beginn des abwechslungsreichen Programms, das die Elternbeiratsvorsitzenden Stefanie Heinrich und Doris Keicher zusammen gestellt hatten, würdigte Schulleiter Hans Kriegs die Verdienste seiner ehemaligen Kollegin und bezeichnete sie als pädagogisches Juwel. "Was sie an unserer Schule geleistet hat, ist einmalig, vorbildlich und wird in die Chronik unserer Schule eingehen", machte Kriegs deutlich. Sie habe die Kinder mit all ihren Sinnen, mit Kopf und Herz angesprochen und gewonnen. Es gebe für eine Lehrerin, die eigentlich schon früher den Ruhestand angestrebt hatte, keine größere Anerkennung als die Elternbitte: "Frau Ehrenfried, bitte bleiben Sie noch zwei Jahre, wir haben uns doch so auf Sie verlassen."

Während ihrer aktiven Zeit machte sie Aufenthalte in Schullandheimen möglich, gründete und leitete den Dahenfelder Schülerchor, der im Neckarsulmer Raum zu den besten Kinderchören gehört. Sie organisierte spannende Schulprojekte und führte im Unterricht neue Elemente ein, die bald in heutige Lehrplänen Einzug gefunden haben. Ortvorsteher Johann Habla stellte fest, dass seit 1987 ein Viertel der heutigen Dahenfelder Einwohner bei Gertrud Ehrenfried in die Schule gegangen sei. 

Grußworte sprachen auch Schuldekan Günter Bauder und Ortspfarrer Johannes Sklorz, der überzeugt war, dass das Gute, was die Lehrerin ihren Schülern eingepflanzt habe, bald Früchte trägt.

Die Flötengruppe von Annegret Friede und das Gitarrenensemble, Leitung Annegret Baum, sorgten für Instrumentalmusik. Ehemalige Schüler hatten ein Gedicht verfasst, die vierte Klasse bot ein humorvolles Theaterstück aus dem Schulalltag, und alle Grundschüler erinnerten im "Abschiedslied für Gertrud" an die tolle Zeit mit ihrer Lehrerin. 

Aus der "Heilbronner Stimme" vom 29.07.2005

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Mehr Fotos vom Dorffest

Aus gegebenem Anlass sei wieder einmal daran erinnert, dass es neben www.dahenfeld.de noch andere Homepages gibt, die sich mit unserem Dorf beschäftigen. 

Während Kirchenchor und MC-Extraprall (www.kirchenchordahenfeld.de, www.mc-extraprall.de) sich auf Berichte über die eigenen Aktivitäten konzentrieren, entwickelt sich die Seite des Musik- und Gesangvereins (www.mgvdahenfeld.de) immer mehr zu einem umfassenden und reich illustrierten Kompendium des Dorfgeschehens. Beispielhaft ist die textliche und bildliche Aufarbeitung des diesjährigen Dorffestes.

Die dankenswerten Aktivitäten von Webmaster Benno Baum werden durch mehrere glückliche Fügungen begünstigt. Vereinsvorstand Benno Baum ist mit seinem MGV bei praktisch jedem Ereignis im Dorf vertreten und hat die DigiCam immer griffbereit. Der Ur-Dahenfelder Benno Baum kennt alles & jeden, was ihm bei seinen launigen Kommentaren sehr hilfreich ist. Der selbständige Unternehmer Benno Baum schließlich ist in seiner Zeiteinteilung flexibel und kann so sein Internet-Angebot vorbildlich aktuell halten. Fazit: Ein Besuch bei www.mgv-dahenfeld.de ist zu empfehlen!

23.07.2005

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Rund um die Alte Kelter wird geklotzt 

Von Sonja Hoegen 

Es gibt Dorffeste. Und es gibt Dorffeste. Jenes im Neckarsulmer Ortsteil Dahenfeld ist eines der schönsten im Landkreis. Mit einem Kraftakt der Vereine erwacht die Pendlergemeinde zum Leben und zieht die Massen aus nah und fern an. 


Die beiden Mädchen genießen die Sonne. Für drei Tage herrscht beim Dorffest in der
sonst ruhigen Pendlergemeinde Ausnahmezustand. Foto: Sonja Hoegen
 

Morgens um 6.30 Uhr ist Festplatzreinigung. Die Rentner sind natürlich schon um 6 Uhr da. Das ist das Erfolgsgeheimnis: Alle helfen zusammen. Sportclub und Musik- und Gesangsverein (MGV) sind die Hauptträger, Feuerwehr, die Katholische Junge Gemeinde, der Frauenbund und der Kirchenchor arbeiten ebenfalls mit.

Was 1982 auf dem Sportplatz mit dem üblichen Festzelt begann, hat sich zum Großevent gemausert. Nun drängen sich in der Alten Kelter in der Ortsmitte die Leute, wie auch an den vielen kleinen Ständen und Zelten außen herum. 

"Das Fest ist Ausdruck für Lebendigkeit und harmonische Gemeinschaft im Dorf", sagt Oberbürgermeister Volker Blust, der das Bierfass am Samstag ansticht. "Es ist ein kleines, aber feines Fest mit besonderer Atmosphäre." In den Wochen der Vorbereitungen sind zwei Männer nicht mehr zu trennen: Benno Baum (44), Vorsitzender des MGV, und Stefan Erlewein (41), Vorsitzender vom Sportclub. Sie planen, delegieren und zerbrechen sich den Kopf, welche neue Attraktionen sie aus der Trickkiste holen.


Wer löscht das brennende Haus? Beim Spritzenspiel der Jugendfeuerwehr
wird gleich der Nachwuchs rekrutiert. Foto: Sonja Hoegen

In diesem Jahr ist es die Ein-Meter-Wurst. Wenn das Bier dann strömt und die Hähnchen brutzeln, sind beide ganz entspannt. "Alles läuft problemlos", sagt Baum mit einem Schulterzucken und wischt sich den Schweiß ab. "Da wird nicht diskutiert, sondern einfach geholfen", stimmt Erlewein zu. 

Besonders froh sind beide über die Anwohner. Keine einzige Lärmbeschwerde. Der Pfarrer, der gleich nebenan wohnt, pflegt sonst lächelnd zu sagen: "Ich habe das Dorffest im Wohnzimmer." Dieses Jahr ist er in den Urlaub gefahren. Ohne das Fest hätten die Vereine ein Problem. Von dem Erlös bezahlt der Sportclub den Spielbetrieb und wartet das Sportheim. Der MGV bildet damit junge Musiker aus, kauft Noten und entlohnt die Dirigenten. Klar, dass der Rubel rollen muss. Auch deshalb ist das kulinarische Angebot groß: Zwiebelkuchen und Brot aus dem Backhaus, Gyros und eine Cocktailbar. 

Auch beim Rahmenprogramm wird nicht gekleckert: Die "Bad Boyz" spielen, die Musikvereine aus Neuenstadt und Stein gastieren und natürlich lässt der Musik- und Gesangverein Dahenfeld auch etwas von sich hören.


Was 1982 auf dem Dahenfelder Sportplatz begann, hat sich zur Großveranstaltung gemausert.
Auch deshalb stoßen die Besucher mit Bürgermeister Volker Blust (links) an.
Foto: Sonja Hoegen

Info: Heute startet um 14.30 Uhr der Kinder- und Seniorennachmittag in der Kelter. Danach spielen der Oedheimer Musikverein, die Dahenfelder Oldie-Band "B.S.'n'M." und ab 21 Uhr Mike Janipka. 

Aus der Heilbronner Stimme vom 11.07.2005

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Drei Tage wird rund um die Kelter gefeiert 

von Johann Habla 

Was 1982 einen vergleichsweise bescheidenen Anfang nahm, hat sich mit den Jahren zum nicht mehr wegzudenkenden Höhepunkt im Dahenfelder Dorfgeschehen entwickelt. Von Samstag bis Montag steigt bereits zum 24. Mal das Dorffest "Rund um die Alte Kelter". 


Neben dem reichhaltigen Angebot an Speisen, Getränken und Unterhaltung ist es vor allem die einmalige idyllische Lage "am Kirchenbuckel", die das Dahenfelder Dorffest für viele Besucher zu einem der schönsten im Unterland macht. Geblieben ist der gute Zweck, der mit dem Fest verfolgt wird: durch eine gemeinsame Veranstaltung der ortsansässigen Vereine deren Kassen aufzubessern, um insbesondere die Jugendarbeit in gewohnter Weise fortführen zu können.

Deshalb machen die Anbieter sich auch untereinander keine Konkurrenz. Hähnchen, Schnitzel, Hamburger und so weiter gibt es jeweils nur an einem Stand. Neuerungen werden nur akzeptiert, wenn sie die Palette des Gebotenen um eine zusätzliche Variante bereichern. Zuletzt waren dies Gyros, Backhaus-Brot und nun auch noch die "Ein-Meter-Wurst".

Ebenfalls neu ist das einheitliche Logo, mit dem in Zukunft für das Dorffest geworben wird.

Musikalisch reicht das Angebot von zünftiger Blasmusik des Musik- und Gesangvereins MGV Dahenfeld sowie befreundeter Kapellen über Rock von "Bruno & Mac" bis zu Hits aus den 60ern & 70ern mit Mike Janipka und seiner akustischen Gitarre. Am Montag ist Senioren- und Kindernachmittag in der Kelter, das Programm wird vom Kindergarten, der Grundschule und der Anfängergruppe des MGV gestaltet.

Das 24. Dahenfelder Dorffest beginnt am Samstag, 9. Juli, um 16.30 Uhr und wird mit dem Fassanstich von Oberbürgermeister Volker Blust um 18 Uhr offiziell eröffnet. Am frühen Abend unterhält die Musikkapelle des MGV und ab 22 Uhr musiziert das Gitarrenduo Bruno & Mac alias "The Bad Boyz" in der Kelter. Sonntags startet das festliche Treiben um 10 Uhr mit dem Frühschoppen. Für die Kinder ist eine Spielstraße eingerichtet. Außerdem gibt es Kasperletheater und das Spritzenspiel der Jugendfeuerwehr. In der Kelter spielen abends die Musikvereine aus Neuenstadt und Stein a.K. Am Montag beginnt ab 14.30 Uhr der Kinder- und Seniorennachmittag in der Kelter. Anschließend gastiert der Musikverein aus Oedheim. Am späten Abend wird wie in jedem Jahr "Mike" bei seinem Open-Air-Auftritt die Musikfreunde in Scharen um sich versammeln. 

Aus der Heilbronner Stimme vom 08.07.2005

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Neue DSL-Standards

Eine Information aus der Computer-Zeitschrift com! (Ausgabe 8/2005 S. 121):

Nahezu alle DSL-Angebote beruhen auf der ADSL-Anschlusstechnik. Spätestens nächstes Jahr sollen die neuen Standards ADSL 2 und ADSL 2+ kommen. Damit verdreifacht sich theoretisch die maximale Übertragungsrate.

Als erster Internet Service Provider hat Versatel ADSL 2+ im Test. Arcor und vermutlich bald auch die Telekom werden ihrerseits mit ADSL 2/2+ nachziehen. Gegenüber ADSL zeichnen sich die Nachfolger durch höhere Übertragungsraten und eine größere Maximalentfernung zwischen Vermittlungsstelle und Empfänger aus. Der um 500 Meter verlängerte Kabelweg ermöglicht nun auch entlegeneren Haushalten einen DSL-Zugang. Bei gleicher Distanz steigt die Datenrate...


Hoffnung für die Allmendäcker? Schön wär`s!

Bezüglich DSL on Air gibt es keine aktuellen Neuigkeiten. Die Firma ist noch am prüfen, ob sie sich engagieren wird.

03.07.2005

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5. Dahenfelder Feuersee-Schwimmen am 02.07.2005

Jahrelang wurde darüber nur geflachst. Man werde erst dann ein echter Dahenfelder, so sagten die "richtigen Dohfelder" immer zu den Zugezogenen, wenn man einmal durch den Feuersee geschwommen sei. Geschwommen ist trotzdem nie einer, denn der Feuersee ist nun mal kein See, sondern ein häßliches, länglich-viereckig betoniertes Rückhaltebecken im Industriegebiet - mit Löschwasser für die Feuerwehr, falls es einmal brennen sollte. Das Wasser in diesem Feuersee zeichnet sich weder durch Frische noch durch Sauberkeit aus. Dafür ist es kalt.

Nun lernen aber Neu-Dahenfelder bald, dass die Einheimischen sie noch in fünfzig Jahren als Zugezogene ansehen werden. Alle wohlgemeinten Versuche, hieran durch soziale Aktivitäten im Elternbeirat des Kindergartens, als Jugendtrainer oder Altherrenkicker etwas ändern zu wollen, sind zum kläglichen Scheitern verurteilt. Die Dahenfelder haben keineswegs Probleme mit ihren Neubürgern. Wenn diese sich in die Dorfgemeinschaft einbringen, sind sie herzlich willkommen und ihr Engagement wird geschätzt. Aber sie bleiben trotzdem Zugezogene.

Aus dieser Not heraus fanden sich am 29. Juni 2001 dann tatsächlich und erstmals drei waghalsige Kandidaten, die - vor mehr als fünfzig begeisterten Zuschauern - mit Schwimmreifen und Armflügeln gewappnet den "See" durchschwammen und danach die offizielle Einbürgerungsurkunde erhielten. 

Weil es so schön war, wurde - wie in Dahenfeld üblich - gleich eine Tradition ins Leben gerufen. Jedes Jahr um den 29. Juni (St. Peter und Paul) herum findet nun das legendäre Feuersee-Schwimmen statt. Auch am 2. Juli 2005 tauchten wieder vier mutige Freiwillige in die Fluten. Damit hat sich die Zahl der offiziellen Feuersee-Schwimmer auf 19 erhöht:

29.06.2001 Matthias Herkle, Volker Keilbach, Simon Zeyer
29.06.2002 Erika Keicher, Marcel Häfele
28.06.2003 Kay Edwell, Martina Frasch-Habla, Katharina Habla, Sebastian Habla,
Quido Kleiner, Elke Körner, Susanne Laboranowitsch, Michael Meinschein
03.07.2004 Günter Häfele, Tamara Momber
02.07.2005 Wilfried Huber, Melanie Momber, Rudi Scheuermann, Dennis Zürn

03.07.2005

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Chorteam hat eine große Zukunft 

Von Hans-Peter Jäger 

Es ist immer wieder erstaunlich, mit welchen neuen musikalischen Ideen und Überraschungen der Neckarsulmer Stadtteil Dahenfeld sein treues Publikum begeistert. Musiklehrerin Annegret Friede übernahm 2003 den gemischten Projektchor des Musik- und Gesangsvereins und hat daraus in der dörflichen Gemeinde ein weiteres Juwel geschaffen.

Mit einem großen Konzertabend unter dem Titel "Sommerhit(z)s" trat man zum ersten Mal an die Öffentlichkeit und traf genau den Geschmack der sommerlich gestimmten Zuhörer in der bis auf den letzten Platz gefüllten und festlich dekorierten Hüttberghalle.

Vereinsvorsitzender Benno Baum eröffnete mit einer humorvollen Begrüßung den Abend. Liedblöcke und Songs aus Afrika, Amerika, Deutschland, England und Irland, auf hohem musikalischem Niveau dargeboten, schufen den notwendigen Rahmen.

Nicht nur auf die Musik mussten sich die jungen Sänger konzentrieren, denn vor den meisten Darbietungen galt es noch in Eile die Kostüme zu wechseln. Deutlich sichtbar bei dem Titel "Parkplatzregen", als der Chor mit bunten Schirmen, Umhängen, "Ostfriesennerzen" und farbigen Gummistiefeln ausgerüstet auf der Bühne erschien und ein optisch prächtiges Bild bot.


Mit Schirmen, Ostfriesennerzen und Gummistiefeln besangen die Mitglieder
des neuen Projektchors Dahenfeld einen "Parkplatzregen".
Das erste Konzert war ein voller Erfolg. (Foto: Ralf Seidel)

Nachdenkliche Lieder, stimmungsvolle und zündende Songs wechselten sich mit humorvollen Nummern ab. Etwa in dem irischen Titel "Phil the fluters ball" als der Flötist Phil in der Dorfschänke einen Ball organisiert. Alle kamen und zuletzt erschien auch die Witwe Mrs. Cafferty, um sich begeistert in das Tanzvergnügen zu stürzen. Mit "Hakuna Matata" und "Der Löwe schläft heut' Nacht" erklangen Lieder aus dem fernen Afrika. Für die Moderationen sorgten die Chormitglieder selbst. 

Ebenso kamen die Gesangssolisten aus den eigenen Reihen und boten erstaunliche sängerische Leistungen. Wieder einmal gab am Klavier Frauke Wagner-Arnold ihr Bestes. Egon Hertig am E-Bass und Schlagzeuger Walter Becker sorgten für Rhythmus und Schwung. Die jüngsten Mitwirkenden Marc Chardon, Violine, Jonas und Simon Heinrich, sowie Dominik Lang, Blockflöten, begeisterten mit erfrischendem Spiel.

Zweimal trat auch die Big Band der Jugendmusikschule Neckarsulm in Erscheinung. Sie intonierte unter Leitung von Bandleader Hans-Peter Ockert internationalen Jazz und ließen mit exaktem Musizieren das Publikum ins Schwärmen geraten. 

Diese junge Truppe hätte es durchaus verdient, weit über die Grenzen Neckarsulms hinaus bekannt zu werden. Beim stimmungsvollen Abschluss des Konzertabends erklang der Titel "Cecilia", wobei der Projektchor sein Publikum zum Mitmachen animierte, das sich mit "Standing Ovations" zwei Zugaben erklatschte.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 23.06.2005

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Seit früher Kindheit im Backhaus mitgeholfen 

von Anne Väisinen

Als kleines Mädchen musste sie auf eine Leiter steigen, um die Fenster des Backhauses zu putzen. Seit der frühesten Kindheit war Hilde Schmitzer mit den Arbeiten im Dahenfelder Gemeindebackhaus vertraut, schließlich lag dessen Betreuung in der Obhut ihrer Familie. Jetzt hat die 95-Jährige den Schlüssel für das 1837 erbaute Häuschen abgegeben und damit eine mehr als hundert Jahre alte Familientradition beendet. 


Dahenfelds älteste Mitbürgerin bei der Arbeit im Backhaus (Foto: Anne Väisänen)

"Tante, wann backst du wieder ein Brot?", das fragen noch heute die Nichten und Neffen von Hilde Schmitzer. Denn kein Brot schmeckt so gut, wie das, das die Tante im Backhaus backt. Und es ist noch gar nicht lange her, dass sich die 95-Jährige an die Arbeit machte, um einen Brotteig zu kneten. "Nur Kuchen traue ich mich nicht mehr zu backen, weil ich Angst habe, einige Zutaten zu vergessen", sagt Hilde Schmitzer mit einem spitzbübischen Lächeln. Denn ihre Aufgaben nimmt sie sehr genau - ob beim Brotbacken oder beim Betreuen des Backhauses. Diese Tugend lernte sie bereits in frühen Kindheitstagen, als ihr Vater Sebastian Schmitzer noch lebte und als Pächter den Betrieb des Gemeindebackhauses regelte. "Ich war gerade zehn Jahre alt, als mein Vater verstarb", erinnert sie sich an den plötzlichen Tod des Vaters. Ihre Mutter war mit sieben Kindern auf sich alleine gestellt und musste für den Lebensunterhalt der Familie sorgen. Neben der Arbeit in der Landwirtschaft verdingte sie sich als Waschfrau und putzte das Schulhaus: "Wir haben viel schaffen müssen", sagt Hilde Schmitzer über ihre Kindheit und Jugendzeit. Damals kutschierte sie täglich mit einem Holzwagen, der von einer Kuh gezogen wurde, nach Neuenstadt, um Futter für die Kühe zu holen. Und auch mit den Arbeiten im Backhaus wurde sie früh betraut: "Ich habe die Asche täglich auf den Rübenacker gebracht." Damals, so erzählt Hilde Schmitzer, haben die Leute an einem Tag mehr gebacken, als heutzutage in einem Monat. "An einem Ofen haben manchmal fünf bis sechs Leute gestanden." Die Reihenfolge wurde zwei Mal wöchentlich im Wohnzimmer der Familie Schmitzer mit Hilfe von Würfeln ausgelost. Die Gebühr für einmaliges Backen betrug zehn Pfennig, später eine Mark. Im Jahre 1923 hatte die ältere Schwester Anna den Backbetrieb vom Vater übernommen und nach deren Tod im Jahre 2003 übernahm ihn dann Hilde Schmitzer. Heute lebt sie alleine in ihrem Geburtshaus, das direkt neben dem denkmalgeschützten Backhaus liegt. Im Jahre 1999 wurde das traditionsreiche Häuschen von der Stadt Neckarsulm aufwändig und originalgetreu restauriert. Auch wenn jetzt eine lange Familientradition zur Neige geht, das Backhaus wird auch künftig für backinteressierte Dahenfelder geöffnet sein. 

Info: Die Gebühr für die Benutzung des Backhauses in Neckarsulm-Dahenfeld beträgt derzeit einen Euro. Terminanfragen bei Rathaus-Mitarbeiterin Stefanie Erlewein unter 07139 / 1304.

Bericht von Anne Väisinen in der Heilbronner Stimme vom 17.06.2005

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Dahenfeld hat jetzt "echt starke" Grundschüler

von Andreas Bracht

Die dritte Jahrgangsstufe der Grundschule Dahenfeld weiß sich jetzt gegen Gewalt zu behaupten. Im Rahmen des Grundschulprojekts "Echt Stark" haben die 33 Schülerinnen und Schüler der beiden dritten Klassen gelernt, wie man sich vor Gewalt schützen kann und was im Falle von Gewalt zu tun ist. 


Nach der Teilnahme am Schulprojekt zur Gewaltprävention ist
die dritte Jahrgangsstufe der Grundschule Dahenfeld "echt stark".

(Foto: Andreas Bracht)

Wichtigste Botschaft des Schulprojekts: Schüler, die zusammenhalten und selbstbewusst ihre Meinung sagen, sind nicht machtlos. Dass die Kinder verstanden haben, worauf es in Gewaltsituationen ankommt, wurde ihnen jetzt mit der Übergabe der "Echt Stark"-Diplome bescheinigt. Nach einer "Abschlussprüfung", die noch einmal die wesentlichsten Inhalte der vorangegangenen fünf Unterrichtseinheiten von jeweils zwei Schulstunden zusammenfasste, wurden die Teilnehmer offiziell zu "echt starken" Jungs und Mädchen erklärt.

Entwickelt wurde das Schulprojekt für dritte Klassen der Grundschulen von der Polizeidirektion Heilbronn, Abteilung Kriminalprävention, dem Verein "Pfiffigunde"- Beratung und Hilfe bei sexuellem Missbrauch, dem Städtischen Gesundheitsamt, Koordinationsstelle für Suchtfragen für Stadt und Landkreis Heilbronn sowie der Psychosozialen Beratungs- und ambulanten Behandlungsstelle für Suchterkrankungen, einem Fachdienst der Caritas. 2002 als Pilotprojekt an der Wilhelm-Hauff-Schule in Heilbronn gestartet, wird das Projekt seitdem flächendeckend über die Volkshochschule Unterland angeboten.

Im Neckarsulmer Stadtteil Dahenfeld fand es auf Initiative der Eltern an der städtischen Grundschule statt. Um die Projektkosten zu decken, hatten die Eltern eigens einen Basar organisiert, der einen Verkaufserlös von 200 Euro erbrachte. Darüber hinaus unterstützte der regionale Schulförderverein "Gute Schule Unterland" (GuSCHULA) die Lehrveranstaltung mit Fördermitteln in Höhe von 500 Euro aus dem Unterstützungsfond "GEgengeWALT". Die restlichen Unkosten bestritt die Schule aus Eigenmitteln.

Die Aufgabe, die Schulkinder in ihrer Persönlichkeit zu stärken und sie damit vor Gewalt zu schützen, übernahm Nicole Winkler, die das Projekt als Dozentin der VHS Unterland leitete. In Rollen- und Kooperationsspielen lernten die Teilnehmer zunächst, sich gegenseitig zu vertrauen und auf dieser Grundlage gemeinsam Probleme zu lösen. So merkten die Kinder schnell, dass sich eine menschliche Pyramide nur im Team bilden lässt. Weiter wurden die Kinder ermutigt, "schlechte Geheimnisse" zu verraten, so zum Beispiel zweifelhaftes Verhalten von Dritten oder die täglichen Übergriffe durch ältere Schüler auf dem Nachhauseweg. Dass sie nicht nur bei Eltern, Verwandten, Nachbarn und Freunden Hilfe finden, sondern auch bei der Polizei, erfuhren die Kinder ebenso. Geübt wurde auch, wie man der Polizei am Telefon einen Notfall meldet. Schließlich lernten die Kinder spielerisch den Mitschülern Grenzen zu setzen und auch die Grenzen des anderen zu respektieren: Welche Berührungen lasse ich zu? Was ist mir unangenehm? 

"Viele Kinder trauen sich zunächst nicht, Nein zu sagen", weiß Nicole Winkler auch aus ihrer Erfahrung als Leiterin der Kernzeitenbetreuung an der Grundschule Untergriesheim. Diese Scheu haben die Dahenfelder Drittklässler jetzt abgelegt. Am Ende des Schulprojekts sangen sie ihr neu gefundenes Selbstbewusstsein lauthals heraus: "Starke Kinder halten felsenfest zusammen. Starke Kinder haben Kraft, um sich zu wehren." Auf den gestärkten Zusammenhalt unter den Schülern wiesen auch die Klassenlehrerinnen Renate Krieger und Britta Sprenger hin. "Das Projekt hat sich positiv auf das Sozialverhalten der Schüler ausgewirkt", urteilte Renate Krieger. "Die Schüler können jetzt besser miteinander umgehen und Konflikte bewältigen." Ihre Kollegin Britta Sprenger pflichtete ihr bei: "Beide Klassen haben zu einem neuen Miteinander gefunden." (snp)

Bericht von Andreas Bracht in der Heilbronner Stimme vom 17.06.2005

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Ende einer Ära: Backhaus in Dahenfeld nicht mehr in Familienobhut

Ortsvorsteher Habla dankt Hilde Schmitzer für Jahrzehnte lange Pflege des Dorfwahrzeichens

von Andreas Bracht

Im Neckarsulmer Stadtteil Dahenfeld ist eine Ära zu Ende gegangen: Mehr als 100 Jahre lang regelte die Familie Schmitzer den Betrieb des Gemeindebackhauses im Backhausweg. Die 1904 von Sebastian Schmitzer im Pachtverhältnis begonnene Familientradition wurde jetzt von dessen Tochter Hilde beendet. Nach mehreren Jahrzehnten, in denen sie im Backhaus nach dem Rechten sah, hat sie die Schlüsselgewalt für die 1837 erbaute öffentliche Backanstalt an die Verwaltungsstelle zurückgegeben – ein Entschluss, den ihr wohl niemand verdenken wird. Schließlich ist Hilde Schmitzer 95 Jahre alt.   

„Damit hätte ich nicht gerechnet, dass ich einmal beehrt werde“, freute sich die alte Dame über den Besuch von Ortsvorsteher Johann Habla. Mit einem großen Blumenstrauß dankte er der Pächtertochter auch im Namen aller Dahenfelder Bürger, dass sie viele Jahre lang eine wichtige Funktion im dörflichen Gemeinschaftsleben wahrgenommen habe. „Denn das Backhäusle ist ein Wahrzeichen unseres Dorfes und ein Symbol für unsere funktionierende Dorfgemeinschaft“, betonte der Ortsvorsteher.


Ortsvorsteher Johann Habla dankt Hilde Schmitzer,
die das Backhaus in Dahenfeld betreute.   

Würde heute noch wie damals Hochbetrieb im Backhaus herrschen, hätte Hilde Schmitzer ihre Aufgaben sicherlich früher abgegeben. Als ihre Schwester Anna den Backbetrieb 1923 vom Vater übernahm, wurde das Backhaus pro Woche 30-mal benutzt. Sogar bis in die 1950er Jahre hinein wurde hier rund um die Uhr gebacken, so dass die beiden gemauerten Steinöfen fast gar nicht mehr abkühlten. Weil der Andrang so groß war, wurde die Reihenfolge mit Holzwürfeln ausgelost. Die Auslosung fand Mittwoch und Sonntag mittags im Wohnzimmer der Schmitzers im Backhausweg 2 direkt neben dem Backhaus statt. Außerdem mussten die Schwestern auf Sauberkeit und Ordnung in der Backstube achten und die Holzasche aus den Kammern kehren. Dafür erhielten die Aufsichtspersonen eine symbolische Entlohnung: Die Gebühr für einmal Backen betrug zehn Pfennig, später eine Mark. Anna Schmitzer verstarb im Jahr 2003. Fortan kümmerte sich Hilde Schmitzer allein um das Backhaus, auch wenn es nicht mehr so viel zu tun gab. Etwa zehn bis 14 Dahenfelder Familien nutzen das Backhaus weiterhin, weil sie den besonderen Brotgeschmack schätzen.   

Die Holzwürfel hat Hilde Schmitzer jetzt zurückgegeben. Sie werden nicht mehr benötigt, „seitdem die Leute so im Wohlstand leben“, wie sie sagt. Auch wenn jetzt ein Kapitel der Dahenfelder Dorfgeschichte abgeschlossen wurde, geht der Backbetrieb im Backhaus weiter. Um diese dörfliche Tradition am Leben zu erhalten, wurde das denkmalgeschützte Gebäude 1999 von der Stadt Neckarsulm aufwendig und originalgetreu restauriert. Dabei wurde auch einer der Öfen mit Schamottsteinen komplett neu gemauert. Backinteressenten können sich ab sofort an die Verwaltungsstelle Dahenfeld wenden. Terminanfragen beantwortet die Rathausmitarbeiterin Stefanie Erlewein unter Tel. 07139/1304. Die aktuelle Benutzungsgebühr beträgt einen Euro. (snp)

Bericht von Andreas Bracht, Pressestelle der Stadt Neckarsulm, vom 09.06.2005

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DSL in Dahenfeld

Ein Ausbau des Breitbandnetzes der Telekom ist in absehbarer Zeit nicht zuerwarten (siehe Gelwes Blättle Nr. 7 vom 1. April 2005 sowie den unten stehenden Beitrag vom 03.03.2005), so dass große Teile des Dorfes weiterhin auf T-DSL verzichten müssen. Abhilfe könnte ein Anbieter schaffen, der auf eine Funk-Infrastruktur setzt. DSLonair heißt diese Technik mit Sendestationen, auf denen Funksysteme verschiedener aktueller Standards (beispielsweise WLAN, WiMAX) betrieben werden.

Laut Info auf der Webseite des Anbieters DBD (www.dsl-on-air.de) können dieKunden "durch preiswerte Anschlussgeräte schnell und einfach einen Zugang
zum Netz aufbauen, um den breitbandigen Internet-Zugang zu nutzen. Bei DSLonair Service stehen grundsätzlich Übertragungsraten bis zu 1.500 kBit/s Download und bis zu 300 kBit/s Upload zur Verfügung. Je nach Qualität der Funkanbindung sind auch höhere Übertragungsraten möglich".

Der Haken an der Sache: Auch DSLonair ist heute in Dahenfeld noch nicht verfügbar. Ich habe deshalb eine Anfrage an DBD gerichtet und mich nach den Voraussetzungen und Möglichkeiten einer Versorgung erkundigt.

DBD macht zwar die Bereitstellung nicht von einer bestimmten Mindestanzahl an Interessenten abhängig. Trotzdem könnte es nicht schaden, wenn sich möglichst viele Interessenten auf der Webseite von DBD in die dort aufrufbare Interessenten-Liste eintragen.

Johann Habla

22.05.2005

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Kläranlage, Bauhof und Stadtwerke besichtigt

von Andreas Gastgeb

Ja, waren die Ortschaftsräte denn tatsächlich schon wieder unterwegs? Haben die denn gar nichts anderes zu tun, als sich alle möglichen Sachen vor Ort anzusehen? Ist das denn nicht so langsam langweilig, immer wieder an irgendwelchen Führungen teilzunehmen und sich stundenlang erklären zu lassen, was in einer Stadt wie Neckarsulm und all ihren Einrichtungen so alles Sache ist? In der Tat mag man sich schon solche Gedanken machen, wenn man die Berichterstattung über die Aktivitäten der beiden Neckarsulmer Ortschaftsräte im letzten Jahr Revue passieren lässt. Andererseits ist es für einen Gemeinde- oder Ortschaftsrat dringend nötig, Hintergründe, Zusammenhänge und Betriebsabläufe nachvollziehen zu können, wenn die Verwaltung von den Gremien bestimmte Entscheidungen abverlangt. Und vor diesem Hintergrund besichtigten die Ortschaftsräte aus Dahenfeld und Obereisesheim dieser Tage nun gemeinsam die Neckarsulmer Kläranlage, die Stadtwerke Neckarsulm und den städtischen Bauhof und wurden vor Ort von Klärmeister Thorsten Moorhaus, Tiefbauamtsleiter Willi Klenk, SWN-Werkleiter Sigbert Effenberger und Bauhof-Chef Erhard Bender mit Informationen geradezu überhäuft.

Mag für so manch einen Zeitgenossen das Thema Abwasser mit dem Betätigen der Klospülung erledigt sein, so wurde den beiden Gremien nun der Weg des Wassertropfens von seiner Ankunft in der Kläranlage bis zu seiner Ausleitung in den alten Neckararm von den Fachleuten Moorhaus und Klenk in allen Details erläutert. „Wir haben uns nicht vorstellen können, wie überaus kompliziert und komplex das Thema „Wasseraufbereitung in einer Kläranklage“ zu diskutieren und vor allem mit welchen immensen Kosten der Betrieb einer Kläranlage verbunden ist“, so der Tenor der Dahenfelder und Obereisesheimer Räte nach dem Rundgang, für den die vorgesehenen 60 Minuten angesichts der gewaltigen Informationsflut deutlich zu kurz angesetzt waren. Nicht anders erging es den Gremien bei der anschließenden Besichtigung von Stadtwerke und Bauhof Neckarsulm. 

Von der modernen Ausstattung dieser beiden Einrichtungen, die unter anderem für die komplette Wasser- und Gasversorgung (Stadtwerke) innerhalb des Neckarsulmer Stadtgebietes, für die Kontrolle von Ampelanlagen und Tiefgaragen (Bauhof) und für viele, meist von der Einwohnerschaft kaum beachtete Dinge mehr zuständig sind, zeigten sich die Ortschaftsräte tief beeindruckt. „Angesichts des zu bewältigenden Aufgabengebietes wird einem klar, dass die vielen alltäglichen Kleinigkeiten, die jeder einzelne ja immer für das allerwichtigste Problem hält, im Prinzip nebenbei erledigt werden.“, stellte ein Ratsmitglied trocken, aber deshalb nicht weniger richtig fest. Es versteht sich von selbst, dass bei einem Treffen der beiden Ortschaftsratsgremien aus den Stadtteilen natürlich auch der gemütliche Teil nicht zu kurz kommen durfte. Und so bedankten sich die beiden Ortsvorsteher Johann Habla und Andreas Gastgeb bei Thorsten Moorhaus, Willi Klenk, Erhard Bender und Sigbert Effenberger nicht nur für einen hochinteressanten Abend, sondern auch für die Organisation eines zünftigen Vespers, bei dem noch lange so manche Frage erörtert wurde.

Bericht für die "Obereisesheimer Mitteilungen" vom 13.05.2005

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Dem Zwiebelbauern treibt's Tränen in die Augen

Von Rolf Muth
(Fotos Rolf Muth/ Ralf Seidel) 

Das tut der Seele weh. 250 Tonnen Speisezwiebeln hat Ansgar Kühner auf seine Felder geschüttet: "Eine reine Vernichtungsaktion." Der Preis ist derart am Boden, dass der Dahenfelder seine Ware nicht vermarkten kann. Ansgar Kühner ist in der Region kein Einzelfall.


Ansgar Kühner entsorgt 250 Tonnen Zwiebeln auf seinen Feldern 
bei Neckarsulm-Dahenfeld. Der Preis ist im Keller. Die Übermengen
will keiner mehr haben - für den Landwirt ist das Verlustgeschäft 
eine Katastrophe.

Man kann's kaum glauben, wenn man das nicht mit eigenen Augen gesehen hat. Die Felder bei Neckarsulm-Dahenfeld sind übersät von tadellosen Speisezwiebeln aus der Ernte 2004. Bis zuletzt hat der Landwirt Ansgar Kühner aus Dahenfeld zugewartet. 

Bevor der hart gefrorene Ackerboden, in dem bereits der Winterweizen schlummert, wieder auftaute und für den schweren Traktor unbefahrbar wurde, hat der Bauer gezwungenermaßen reagiert. Fast das gesamte Lager wurde geräumt. 250 Tonnen Zwiebeln - das sind zehn Lkw-Ladungen - verrotten jetzt auf den Feldern. "Da haben sie wenigstens noch einen gewissen Düngewert", sagt Kühner verbittert.

Noch vor einem Jahr erzielte der Landwirt bis zu 20 Euro für 100 Kilo. Jetzt bekommt er für die gleiche Menge einen Euro - bei Produktionskosten von bis zu sieben Euro. "Das ist ein Witz." Schuld ist die europaweite Spitzenernte vom vergangenen Jahr. Diese Mengen will keiner mehr haben.

Bereits nach der Ernte im Herbst 2004 hatte Kühner 300 Tonnen direkt ab Feld auf die Reise geschickt - zum Großmarkt nach Mannheim. "Die Zwiebeln sind verkauft und verspeist." Gesehen hat er bislang keinen Cent. "Ich bin froh, wenn ich dafür nicht auch noch Transportkosten bezahlen muss."


Blick von dem mit Zwiebeln übersäten Feld auf Dahenfeld

50 Tonnen hat Besenwirt und Ortschaftsrat Kühner noch auf Lager. Die wird er in die Biogasanlage schicken. "Die Zwiebeln treiben jetzt aus und werden unbrauchbar."

Kühner macht keine Vermarktungsfehler, er ist auch kein Einzelfall", sagt der Chef des Heilbronner Kreisbauernverbandes Joachim Rukwied. Zwiebeln, Sellerie, Kartoffeln - die Lage sei "katastrophal". Wer Lagerkapazitäten hat, nutzt diese, solange es geht. Doch Kartoffeln der Ernte 2004 bekommen in vier Wochen schon wieder Konkurrenz. "Dann kommt neue Ware aus Nordafrika." Spenden an kirchliche Einrichtungen? "Das scheitert oft an der Menge und der Logistik."

Die Bezugs- und Absatzgenossenschaft (BAG) Bad Friedrichshall vereint 700 Mitglieder aus der Landwirtschaft von Neckarsulm bis Jagsthausen. Geschäftsführer Manfred Merkle bestätigt: "Die Kosten fürs Verladen und die Fracht sind höher als der Ertrag." Zwiebeln müssen den ganzen Winter über temperiert lagern. "Betriebsmittel, Lagerung, Arbeitskraft - den Bauern bleiben nur die Kosten." Merkle appelliert an die Vernunft der Verbraucher: Natürlich sei es schick, in vier Wochen frische Kartoffeln aus Ägypten zu verspeisen. Aber: "Die sind teurer als die unsrigen - und sie schmecken auch nicht."

Aus der Heilbronner Stimme vom 17.03.2005

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Jeder zweite Dahenfelder ist ein SC'ler

Von Johann Habla

Bis auf den letzten Platz besetzt war das Dahenfelder Sportheim, als der 1. Vorstand Stefan Erlewein die Mitglieder des Sportclubs am Samstagabend zur Generalversammlung willkommen hieß. 

Besonders froh ist Erlewein darüber, dass die Besucher auch sonst den Weg in die Vereinsgaststätte finden. Seit dort nach dem Pächterwechsel gutbürgerliche deutsche Küche angeboten wird, haben insbesondere Neckarsulmer Vereine und Gruppen das idyllisch gelegene Sportheim als lohnendes Ausflugsziel wiederentdeckt.

Um Sportler wie Gäste zufrieden zu stellen, hat der SC im vergangenen Jahr kräftig investiert. Für die Gaststätte wurde komplett neues Geschirr angeschafft. Im Außenbereich wurde die Terrasse neu angelegt. Und mit dem Bau eines Schiedsrichter-Umkleideraums konnte ein jahrelanger Missstand endlich behoben werden.

Vorbildlich ist auch die Unterstützung des Vereins durch die Stadt Neckarsulm, dem Träger der Sportstätten. Leider ist aber der neue Trainingsplatz, der an Pfingsten mit einem Spiel gegen den Karlsruher SC feierlich eingeweiht wurde, derzeit nicht bespielbar. Bis Ende Mai muss die Baufirma noch verschiedene Mängel nachbessern. 

Wegen der überdurchschnittlich hohen Ausgaben musste Kassier Hans-Peter Weinreich in seinem Kassenbericht, anders als in den Vorjahren, für 2004 einen deutlichen Fehlbetrag ausweisen. Trotzdem verfügt der Sportclub noch immer über ausreichende Rücklagen und ist finanziell kerngesund.

Lob und Anerkennung sprach Vorstand Stefan Erlewein allen ehrenamtlichen Funktionären und Betreuern aus, ohne die der Verein seine vielfältigen Aufgaben nicht bewältigen könnte. Oft wird der damit verbundene Aufwand unterschätzt. So wies Schriftführerin Ilselore Kühner in ihrem Rechenschaftsbericht darauf hin, dass allein für die Vor- und Nachbesprechung des Dorffaschings im Jahr 2004 fünf Treffen stattfanden.

Kontinuierlich gestiegen sind in den letzten Jahren die Mitgliederzahlen beim SC, von 545 im Jahr 1997 auf aktuell 709. Rein rechnerisch gehört also jeder zweite Dahenfelder dem größten Verein im Dorf an. Dieser positive Trend kommt nicht von ungefähr. Zum einen versucht der Vorstand, das Angebot am Bedarf auszurichten und auf Veränderungen zu reagieren. Zum anderen legt der Sportclub schon immer besonderen Wert auf seine Jugendarbeit. Die Turnabteilung von Bernd Chardon betreut derzeit 90 Kinder. Und dass der Sportclub im Bereich Jugendfußball sämtliche Altersklassen von den Bambini bis zur A-Jugend mit einer eigenen Mannschaft besetzt hat, macht den verantwortlichen Abteilungsleiter Bruno Bauer stolz. Zumal die sportliche Qualität stimmt: nach der letztjährigen Meisterschaft spielt etwa die C-Jugend jetzt sogar in der Leistungsstaffel vorne mit. Auch die Tischtennisabteilung hat keine Nachwuchssorgen. Abteilungsleiter Wolfgang Müller sucht aber noch einen Betreuer für das Jugendtraining.

Das Sorgenkind des Vereins sind nach wie vor die aktiven Fußballer. Nach dem Abstieg aus der Kreisliga A war der sofortige Wiederaufstieg das erklärte Saisonziel, das jedoch nach einer enttäuschenden Hinrunde in weite Ferne gerückt ist. Dabei fehle es der Mannschaft nicht an spielerischem Potential. Vielmehr sieht der scheidende Abteilungsleiter Ralf Lohmann, dem nun Arnold Heinrich übergangsweise nachfolgt, mangelnden Trainingseifer und Verletzungspech als Hauptursachen für die Misere. Zusammen mit Trainer Bernd Weippert soll versucht werden, mit einer versöhnlichen Rückrunde die Basis für eine erfolgreichere Saison 2005/2006 zu schaffen.

Bei den anstehenden Neuwahlen wurde Stefan Erlewein als Vereinsvorstand einstimmig bestätigt. Für Thorsten Baumann und Johann Habla, die nicht mehr kandidierten, wählten die Mitglieder Michael Häußler und Frank Sieger neu in den Vereinsausschuss. 

Aus der Heilbronner Stimme vom 17.03.2005

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Tischtennis-Vereinsmeisterschaften 2005

Jubiläum bei der Tischtennisabteilung des SC Dahenfeld: Im März wurden jetzt bereits zum zehnten Mal die Vereinsmeisterschaften ausgetragen. 

20 Teilnehmer gingen in den Einzel- und Doppelkonkurrenzen an den Start. Helmut Körner war verhindert und konnte seinen Titel des Vorjahres nicht verteidigen. So kam es zur knappsten Entscheidung in der Geschichte des Wettbewerbs. Mit 17:15 in der Verlängerung des fünften Satzes setzte sich Michael Häußler gegen Johann Habla durch. Er konnte sich damit im zehnten Anlauf erstmals als Sieger der Gruppe A und Vereinsmeister feiern lassen. Dritter wurde Hermann Bertsch vor Thomas Erlewein. In der Klasse B gewann Manfred Körner vor Udo Kallina. Den Pokal in der C-Klasse erkämpfte sich Michael Meinschein, hart bedrängt von Mark Lauth und Andreas McQuirt. Doppel-Vereinsmeister wurden Thomas Erlewein und Manfred Körner.

Besonders erfreulich war die Teilnahme von vier Jugendspielern, denn die Tischtennisabteilung des Sportclubs benötigt dringend Nachwuchs, damit auch in zehn Jahren noch Vereinsmeisterschaften durchgeführt werden können.

17.03.2005

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Bands spielten für Tsunami-Opfer 

2811 Euro nahmen sechs Bands kürzlich bei einem Benefizkonzert in der Hüttberghalle in Dahenfeld ein. Geld, das sie dem DRK-Kreisverband Heilbronn für die Unterstützung der Opfer der Tsunami-Katastrophe spendeten: Rund 300 Konzertbesucher waren zu Peanut & Band, Crazy Zoo, Spaßfraktion, Scheinfrei?, Take the Cake und Abi 68 gekommen, die unentgeltlich spielten. Die Ortschaftsverwaltung stellte die Halle kostenlos zur Verfügung, gleiches gilt für die technische Ausrüstung, die die Firma A.H. Equipment beisteuerte.

DRK-Kreisgeschäftsführer Ludwig Landzettel meinte bei der Übergabe des Schecks an seine Organisation: "Die DRK-Luftbrücke brachte in den ersten zwei Monaten nach der Katastrophe 37 Hilfsflüge in die betroffenen Regionen. Während die Soforthilfe weiterläuft, beginnen die DRK-Experten jetzt mit dem Wiederaufbau und der Katastrophenvorsorge.


Ludwig Landzettel vom DRK-Kreisverband (zweiter von links)
nahm den Scheck von den Jugendlichen entgegen, die das
Benefizkonzert in Dahenfeld für Tsunami-Opfer organisiert hatten.
(Foto: privat)

Aus der Heilbronner Stimme vom 17.03.2005

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Das Blasorchester ist auf den Punkt genau in Hochform

Von Martin Bauer 

Dass sie das Stadium einen bloßen Projekts längst überwunden haben und auf dem besten Wege sind, sich als festes Standbein des Musik- und Gesangvereins Dahenfeld zu etablieren, das wollen die 43 Mitglieder des MGV-Projektchors unter ihrer Leiterin Annegret Friede in diesem Jahr unter Beweis stellen.

Die Vorbereitungen auf das Mitte Juni veranstaltete, erste eigenständige Konzert des jungen Chores sind angelaufen. Bei der Generalversammlung des Vereins verdeutlichten Annegret Friede und Projektchorsprecherin Gisela Lohmann in ihren Berichten, dass man eine tolle Singstärke erreicht habe und nicht nur mit enormer Begeisterung, sondern auch sehr konzentriert bei der Sache sei. 

Ein Probenwochenende wurde bereits absolviert, eine Wochenendklausur in Ludwigsburg wird noch folgen.

Und offensichtlich versteht es die Neuformation, zu begeistern: alleine im Jahr 2004 war ein Zuwachs von 13 Mitgliedern zu verzeichnen und nicht weniger als fünf Chormitglieder reisen regelmäßig von auswärts zu den Proben und Auftrittsterminen an.

Dem satzungsmäßig verbrieften Vereinszweck, der Pflege des Chorgesangs, haben sich auch die Mitglieder des MGV-Männerchors verschrieben. Unter der Leitung von Sebastian Erlewein bilden sie seit wenigen Jahren mit dem Partnerverein Eintracht Cäcilia Binswangen eine 30-köpfige Chorgemeinschaft, die im Oktober mit einem Männerchorkonzert nachziehen wird. Sängerobmann Roland Traub, der die Veranstaltung als echte Herausforderung wertet, würdigte die Vorteile dieser "Vernunft- und Zweckehe". Sie ermögliche ein ordentliches Arbeiten, so dass ein anerkannt hohes Leistungsniveau habe erreicht werden können.

Jahreshöhepunkte waren für Traub die Mitwirkung des Chores beim Frühjahrskonzert in Binswangen, der Besuch des Sängerfestes in Hölzern und der Ausflug ins Musikinstrumentenmuseum nach Bruchsal.

Vom MGV-Blasorchester wurden im zurückliegenden Jahr 33 öffentliche Auftritte bestritten, darunter, so der Erste Vorsitzende des Vereins, Benno Baum, 13 "richtig dicke" Auswärtstermine mit einer Dauer von drei und mehr Stunden. Kein Wunder, dass sich bei so viel Einsatz selbst Kassier Friedhelm Baumert mit dem Verlauf des Vereinsjahrs ganz zufrieden zeigte. Den eigentlichen Jahreshöhepunkt sahen der Vorsitzende und Orchesterdirigent Gerd Nagel in dem Konzert "Musik in Flammen". Das Blasorchester habe sich punktgenau in Topform befunden und eine "Bombenleistung" gezeigt. Anschließend durfte man sich auf einer von Werner Körner organisierten Drei-Tages-Fahrt nach Dresden von den Strapazen erholen.

46 Prozent der 255 Vereinsmitglieder, so Schriftführer Martin Bauer, seien aktive Mitglieder in Blasorchester, Männer- oder Projektchor. Erfreulicherweise sei der Aktivenanteil in den letzten Jahren permanent gestiegen und selbst die passiven Mitglieder seien beim MGV nicht im Wortsinne passiv; sie engagierten sich das Jahr über bei zahlreichen Veranstaltungen als Helfer.

Dass der Verein auch über den notwendigen Unterbau verfügt, verdeutlichte der Bericht von Jugendleiter Wilfried Huber: 26 Jungen und Mädchen bilden derzeit das MGV-Jugendorchester, darüber hinaus existiert eine neunköpfige Anfängergruppe. Die jungen Dahenfelder wirkten 2004 im Rahmen der von Marc Lange geleiteten D.O.N.K.-Formation beim Konzert in der Ballei mit. In der Vorbereitung, so Huber, sei es richtig zur Sache gegangen, letztendlich habe der Erfolg den Aufwand aber mehr als aufgewogen.

Ins neue Vereinsjahr startet der Verein mit veränderter Führungsspitze. Das Amt des nach 21 Jahren auf eigenen Wunsch hin ausscheidenden Schriftführers Martin Bauer übernimmt die aktive Musikerin Stefanie Erlewein, die schon seither im Vereinsausschuss tätig war. Die Mitgliederverwaltung wird künftig bei Sigrun Lohmann angesiedelt sein. Zweiter Vorsitzender bleibt Christoph Lohmann, der bei der Wahl ohne Gegenstimme in seinem Amt bestätigt wurde.

Aus der Heilbronner Stimme vom 16.03.2005 

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DSL in Dahenfeld
Light-Version des schnellen Zugangs begrenzt verfügbar


Für viele Dahenfelder ist es ein zunehmendes Ärgernis, dass sie nur per analogem Modem oder ISDN-Karte, aber nicht mit einem schnellen T-DSL-Anschluss ins Internet können. 

Seitherige Bemühungen um eine Verbesserung der Situation verliefen unbefriedigend. Deshalb habe ich jetzt versucht, über die Stadtverwaltung Neckarsulm eine verbindliche Stellungnahme der Deutschen Telekom AG (T-Com) zu bekommen. Oberbürgermeister Volker Blust hat sich dankenswerterweise persönlich an den zuständigen Niederlassungsleiter der Deutschen Telekom in Stuttgart gewandt. Dessen Antwortschreiben vom 16.02.2005 ist nachfolgend auszugsweise abgedruckt:

Bei der Entwicklung der T-DSL-Technologie wurde besonders die vorhandene Kupferkabel-Infrastruktur berücksichtigt. ... Allerdings stoßen wir dabei an physikalische Grenzen, wenn die Anschlusskabel von unserem Netzknoten zum Kundenanschluss eine gewisse Länge und somit einen maximal zulässigen Dämpfungswert überschreiten. Wo die mit einem T-DSL-Anschluss geforderte Mindest-Übertragungsgeschwindigkeit von 384 KBit/s nicht mehr erreicht werden kann, ist die Bereitstellung eines T-DSL-Anschluss nicht möglich.

Im Detail sieht es nach unseren Untersuchungen im Stadtteil Dahenfeld, das an den Netzknoten mit der Vorwahl (07139) Neuenstadt angeschlossen ist, folgendermaßen aus:

Im südöstlichen Bereich, mit der kürzesten Entfernung zu unserem Netzknoten, ist T-DSL grundsätzlich möglich. Im Restbereich des Stadtteils mit der größeren Entfernung zum Netzknoten wird die maximal zulässige Reichweite überschritten, die Bereitstellung eines T-DSL-Anschlusses ist dort leider nicht mehr möglich.
...
Eine Verbesserung der Reichweitenproblematik in Dahenfeld Richtung Ortsende durch Auswechslungen von Anschlusskabeln im Tiefbaubereich ist nur mit einem sehr hohen Kostenaufwand zu realisieren und wirtschaftlich nicht vertretbar.

Die technische Entwicklung schreitet jedoch gerade in diesem Bereich rasant voran und neue Technologien sind in der Erprobung. Ein erster Schritt in diese Richtung war die Anhebung des maximal zulässigen Dämpfungswertes von derzeit 48 dB (Dezibel) auf künftig 50 dB, die jetzt auch die oben erwähnten Bereitstellungen von T-DSL in Dahenfeld ermöglichen.

Zu weiteren derzeit im Test befindlichen neuen Techniken kann ich Ihnen noch keine konkreten Vorstellungen zu deren Einsatz und Realisierungstermine nennen. Sollten technische Lösungen zur Überbrückung großer Reichweiten, die sich auch in einem vernünftigen wirtschaftlichen rahmen bewegen, anwendbar sein, so werden wir auch derartige Bereiche erneut überprüfen und wenn möglich, T-DSL auch dort bereitstellen.


Es folgt der Hinweis auf alternative Angebote der Deutschen Telekom (T-DSL via Satellit sowie SDSL und Company-Connect-Anbindungen, wobei letztere Produkte sich aber überwiegend an Geschäftskunden richten. 


Fazit: Eine generelle Behebung des DSL-Problems in Dahenfeld ist leider kurzfristig nicht zu erwarten. Der technische Fortschritt ermöglicht es jetzt immerhin, den südöstlichen Teil des Dorfes mit "T-DSL light" zu versorgen. 
Es handelt sich dabei im wesentlichen um das Gebiet östlich der Linie Backhausweg/Eberstädter Straße. Allerdings verläuft die Grenze nicht geradlinig. Während ein Teil des Riedwegs noch einbezogen ist, ist ein Bereich bei der Kirche ausgeschlossen (siehe Übersichtsplan, rote Markierung = DSL nicht verfügbar, gelbe Markierung = DSL verfügbar, Stand 15.02.2005).
Im Zweifel hilft aber nur eine gezielte individuelle Anfrage bei der Telekom weiter. Zu hoffen bleibt, dass neue Techniken auch den Dahenfelder Westen bald aus der Internet-Steinzeit befreien!

Johann Habla

03.03.2005

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Bischof erkundigte sich nach der Fußball-Tabelle 

Von Hans-Peter Jäger 

23 jungen Katholiken spendete Diözesanbischof Gebhard Fürst in der Dahenfelder St. Remigiuskirche im Rahmen eines Festgottesdienstes das Sakrament der Firmung. In den letzten Wochen war der Bischof zwölf Mal zu Firmterminen in Unterländer Pfarreien unterwegs. Die Firmung junger Christen an der Schwelle zum Erwachsenwerden soll sie durch die Kraft des Heiligen Geistes seelisch stark machen, ihr künftiges Leben zu gestalten. 


Bischof Gebhard Fürst nahm sich in der Dahenfelder
St. Remigiuskirche viel Zeit für jeden einzelnen Firmling.
Er führte ein intensives Gespräch mit den jungen Christen.
(Foto: Helge Kempf)

Zur Vorbereitung auf den großen Tag organisierten Dahenfelder Frauen Projekte und Aktionstage. Auf dem Programm stand ein Besuch bei der Caritas-Geschäftsstelle in Heilbronn, man schaute dem Pflegepersonal im Neckarsulmer Altenzentrum St. Vinzenz über die Schulter und verbrachte ein Wochenende bei den Karmeliterinnen im Kloster Hoheneck. Grundlagen und Inhalte vermittelte Gemeindereferent Torsten Rönisch, und Pfarrer Johannes Sklorz lud die junge Schar zum persönlichen Beichtgespräch ein.

Auch beim Gottesdienst, unter dem Thema "Mauern überspringen", wirkten alle 23 Firmlinge mit. Sie übernahmen die Einführung, trugen die Lesung und Fürbitten vor und formulierten das Dankgebet. In seiner Ansprache sagte Bischof Fürst an die Firmlinge gewandt: "Ihr sitzt heute in der ersten Reihe und ihr werdet, von einem guten Geist begleitet, die Zukunft der Kirche gestalten."

Zur Firmung traten die jungen Christen mit ihren Paten vor den Bischof. Der spendete das Firmsakrament durch Handauflegung und zeichnete mit Chrisam ein Kreuz auf Stirn mit den Worten: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist."

Mit jedem Firmling führte Fürst anschließend ein kleines, aber intensives Gespräch. Timo Kühner strahlte, weil sich der Bischof nach dem Tabellenstand der Dahenfelder Fußballmannschaft erkundigte. "Er hat herausgekriegt, dass ich Fußballfan bin." Nadja Knoll informierte über ihre Schulausbildung und über das Verhältnis zu ihrer Patin. Weil er als Lektor die Lesung im Gottesdienst übernommen hatte, wurde Lukas Baum vom Bischof gefragt, ob er beim Vortrag aufgeregt war. "Ein bisschen schon, aber das hat sich gleich gelegt." Natascha Herkle: "Ich musste Auskunft geben, was mir bei der Vorbereitung am besten gefallen hat. Ganz klar, das Wochenende bei den Schwestern im Kloster Hoheneck habe ich gesagt." Die Gruppe "Rising" umrahmte mit fetzigen Songs den Gottesdienst. Pfarrer Johannes Sklorz lud anschließend zum Stehempfang ins Pfarrhaus ein, wo sich Bischof Fürst sichtlich wohlfühlte und mit Firmlingen, Eltern und Paten bestens in Kontakt kam. 

Aus der Heilbronner Stimme vom 01.03.2005

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Rathaussturm in Dahenfeld
Ortsvorsteher wird durch den Feuersee geschwommen

Von Remigius Reims

In Dahenfeld ticken die Uhren und die Narren anders. Während überall in der Region die Rathäuser am "Schmotzigen Dunschtig" gestürmt werden, orientiert man sich im kleinen Neckarsulmer Stadtteil an den Sprechzeiten des ehrenamtlichen Ortsvorstehers. Und so werden die Leitern halt erst am Freitagabend zur Hand genommen - damit auch wirklich jemand da ist, den man überfallen kann!

Etwa hundert Narren und Schaulustige haben sich eingefunden, als um 17.63 Uhr eine durstige Karawane mit Trommeln und Rätschen vor dem alterwürdigen Fachwerkgebäude Position bezieht. In den Jahren zuvor hatte Ortsvorsteher Hugo Keicher, das "Carnevalistische Dahenfelder Urgestein", sein Rathaus stets listig als Bauernhof oder Baustelle getarnt, um die Okkupation durch die Narren zu verhindern. Erfolglos, natürlich! Auch sein Nachfolger Johann Habla hat kein Glück damit, die Verwaltungsstelle als Heidelberger Versorgungsamt auszugeben.

Es kommt noch schlimmer für den neuen Dahenfelder Ortsvorsteher. Als der Sitzungssaal im Obergeschoss gestürmt ist, wird der Hausherr in Ketten gelegt, nach draußen vor das Haus gezerrt und dem hohen Trichtergericht unter Vorsitz von Quido Kleiner vorgeführt. Die Vorwürfe gegen den Angeklagten und seine Komplizin Stefanie Erlewein wiegen schwer: Bei unechten (!) Teilortswahlen habe er das Amt des Ortsvorstehers erobert, obwohl doch die Dahenfelder mit ihrem "König Hugo" sehr zufrieden gewesen seien. Und nicht genug, dass er ein Zugezogener sei: Er habe sich bis heute hartnäckig geweigert, durch den Feuersee zu schwimmen und so als Einheimischer anerkannt zu werden.

Diesen erschütternden Vorwürfen des Antrichterers Edgar Mattes kann die Pflichtvertrichterin Petra Dulz wenig entgegenhalten. Das Urteil ist denn auch einstimmig: Ab in den Feuersee mit dem Ortsvorsteher und seiner Verwaltungsfachangestellten! Den See haben die motorisierten Narren vorsorglich bereits mitgebracht, in zwei großen Bottichen auf ihrem landwirtschaftlichen Anhänger. Mit Neopren-Anzügen nur unzureichend geschützt, müssen die Verurteilten unter dem Hohngelächter der Schaulustigen bei Minusgraden in die eiskalten Fluten tauchen. Um das Fass vollzumachen, kommt das Wasser zusätzlich aus Gießkannen von oben.  


Armer Ortsvorsteher: Nicht nur in einen Bottich getaucht,
sondern auch aus Gießkannen von oben gewässert musste
er bei Minusgraden den Rathaussturm in Dahenfeld erdulden.
(Foto: privat)

Nachdem sie auf diese Weise auch ihr eigenes Mütchen gekühlt haben, stürmen die Narren ein zweites Mal das Rathaus, um die dortigen Getränke- und Essensvorräte zu plündern. Erst Stunden später, als alles restlos vertilgt ist, zieht die Karawane weiter ins nächstgelegene Gasthaus.

Bericht für die Heilbronner Stimme vom 06.02.2005

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S'Remichele und seine Reisemitbringsel 

Von Rudolf Landauer 

Ganz Dahenfeld atmete am Samstag auf: "S'Remichele isch wieder do". Nach einer Weltumrundung traf die Symbolfigur des Orts pünktlich zu Fasching wieder in der heimatlichen Hüttberghalle ein und brachte im Reisegepäck erstaunliche Dinge mit. 


Fantasievolle und bunte Kostüme waren in der Dahenfelder
Hüttberghalle beim Faschingsabend keine Seltenheit.
(Foto: Rudolf Landauer)

Urig, selbst gestrickt und herzhaft - so versteht man im Neckarsulmer Ortsteil Fasching zu feiern. Und das ohne einen richtigen Faschingsverein am Ort zu haben. Den Part übernehmen stets der Sportclub und der Musik- und Gesangverein MGV Dahenfeld sowie etliche Freiwillige. 

Was die Dahenfelder am Samstag auf die Beine stellten, braucht sich nicht hinter Veranstaltungen verstecken, die von etablierten Vereinen durchgeführt werden. Einige Unterschiede waren aber dennoch auszumachen. So gab es in der Narrenarena keinen närrischen Elferrat, sondern einen Sechserrat - und der rekrutierte sich aus dem kompletten Ortschaftsrat. In Narrenkostümen besetzten die Räte den Sechserratstisch auf der Bühne und mischten kräftig beim Narrengeschehen mit. 

Die Macher des Abends freuten sich über die gefüllte Halle und über die teilweise aufwändig und vor allem lustig kostümierten Gäste. Benno Baum vom MGV und Stefan Erlewein vom SC sowie Stefanie Vogt sorgten mit ihren Truppen dafür, dass es wieder ein gelungener Narrenball wurde. Im Mittelpunkt standen dabei die Reiseerlebnisse des Remichele alias Lothar Matthes. Benno Baum schilderte der Symbolfigur die dörflichen Ereignisse während ihrer Abwesenheit. Die spannenden Dialoge, in echter "Dohfelder" Mundart vorgetragen, erzeugten Lachsalven am laufenden Band. 

Als Souvenir von seinem ersten Reiseziel hatte S'Remichele richtig urige Schotten mitgebracht. Im Kilt und mit freiem Oberkörper legten die Männer in den "Dohfeld Highlands" einen fetzigen Tanz hin, an dessen Ende sogar die Lüftung des streng gehüteten Geheimnisses stand, was denn Schotten unter dem Rock tragen. 


Eine lustige Schottentruppe hatte S'Remichele von seiner Weltreise
mit nach Hause in die "Dohfeld Highlands" gebracht. Die sechs
Schotten verrieten dabei auch, was ein McLeod oder ein McDonald
unter seinem Kilt trägt. (Foto: Rudolf Landauer)

Ein toller Gitarren-Blues aus New Orleans, bayrische Lederhosen und feurige brasilianische Tänzer(innen) lieferten Zeugnis ab über die weiteren Reisestationen des Remichele. Die Figur ist an den Schutzpatron der Dahenfelder Kirche, Remigius, angelehnt. Die spärlich bekleideten Brasilianer(innen) sorgten, sogar auf den Tischen tanzend, für mächtig Furore in der Halle. 

Während der langen Reise habe sich in Dahenfeld Dramatisches zugetragen, erzählte der örtliche Berichterstatter Benno Baum. "Einen Sportplatz wollten die bauen, stattdessen haben wir neben dem Froschloch einen weiteren See bekommen", erklärte Baum dem ungläubig schauenden Weltreisenden. "Und wenn jemand im Froschloch den Stöpsel rauszieht, dann ist das Froschloch nur noch ein Loch", fügte er zur allgemeinen Erheiterung hinzu. Diese kurzen Gespräche unterlegten die örtlichen "Dohfelder Froschlochbläser" mit närrischem "Tätää - tätaää". Überhaupt sorgte die Gruppe mit ihren Gesangsbeiträgen für ein tolles närrisches Klima in Dahenfelds Arena - und trug so zum guten Gelingen des Dorffaschings bei. 

Am Sonntagmittag veranstalteten die Dahenfelder den nach ihrer Aussage kleinsten Umzug der Region durch den Ort. Der war von der gleichen Originalität und Urigkeit geprägt wie der Faschingsabend. 


Aus der Heilbronner Stimme vom 24.01.2004

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Fasching in Dahenfeld - 
s´Remichele isch wieder do!

Remichele, die zweite! Weil ihr runderneuerter Dorffasching letztes Jahr zum vollen Erfolg wurde, setzen die Dohfelder Narren auch dieses Mal auf ihren fröhlichen Sympathieträger mit der Mitra. Das „Remichele“ ist optisch dem örtlichen Kirchenpatron Remigius nachempfunden, mit diesem aber weder verwandt noch verschwägert.

Die faschingslose Zeit hat das Remichele zu einer Weltreise genutzt, von der die neue Symbolfigur des Dahenfelder Narrentreibens nun mit einem großen Rucksack voller Mitbringsel zurückkehrt. Beim großen Faschingsabend am Samstag wird es in der Hüttberghalle deshalb international zugehen. Viele Überraschungen aus aller Welt warten auf die Besucher, wenn es ab 19.59 Uhr heißt: „S’ Remichele isch wieder do!“ DJ Varga und die Dahenfelder Froschlochbläser werden dabei für beste Stimmung sorgen.

Am Sonntagnachmittag schlängelt sich der kleinste Faschingsumzug des Unterlands durch die Dahenfelder Straßen zur Hüttberghalle. Wenn drinnen der traditionelle Kinderfasching stattfindet, können aktive wie passive Umzugsteilnehmer auch im bewirtschafteten Außenbereich weiterfeiern.

22.01.2005

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Poststraße wird voll ausgebaut

Das Wohngebiet an der Poststraße im Neckarsulmer Stadtteil Dahenfeld erhält eine von Grund auf neue Erschließungszufahrt. Diese entsteht durch den Vollausbau der Poststraße, die ab der Brambacher Straße auf einer Länge von 65 Metern komplett neu aufgebaut wird. Für diese Maßnahme zur Verbesserung der Infrastruktur in Dahenfeld gibt die Stadt rund 50 000 Euro aus.

Im Ausbauabschnitt, der bis zur Hausnummer 7 reicht, wird die Poststraße mit einem kompletten neuen Unterbau versehen. Um die Straße zu begrenzen, werden auf beiden Seiten neue Randsteine eingebaut, die auch der Wasserführung dienen. Zusätzlich wird der Gehweg an der Brambacher Straße bis zur Einmündung in die Poststraße verlängert und dort an den Ausbauabschnitt angebunden. 

Die Straßenbauarbeiten beginnen am kommenden Montag, 24. Januar, und dauern voraussichtlich bis Anfang März. Während der Bauzeit ist die Poststraße voll gesperrt. Auch die Zufahrt für Anlieger ist nur eingeschränkt möglich.


Bericht von Andreas Bracht (snp) in der Heilbronner Stimme vom 22.01.2005

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Andere Dohfelder Webseiten

Zum Jahresbeginn ist wieder einmal darauf hinzuweisen, dass es außer dahenfeld.de (mindestens) noch drei weitere Dahenfelder Homepages gibt, auf denen insbesondere viele Fotos aus dem Dorfgeschehen zu finden sind:

www.kirchenchordahenfeld.de mit Bildern aus der Neujahrsnacht 2004/05, von den Sternsingern 2005 usw.

www.mgvdahenfeld.de u.a. mit Neuigkeiten vom Fasching 2005

www.mc-extraprall.de mit Fotos von den Sylvesterrock-Feten

Reinschauen lohnt sich!

15.01.2005

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Fantasy-Figuren sind die klaren Favoriten
 

Von Jens Dierolf 

Matthias Herkle aus Neckarsulm-Dahenfeld hat sein Hobby, das Zeichnen und Gestalten, zum Beruf gemacht. Der gelernte technische Zeichner arbeitet in einer Werbeagentur in Heilbronn. Nebenbei hat er ein Märchenbuch illustriert, das im November erschienen ist.


"Gezeichnet habe ich schon immer gerne", erzählt Matthias Herkle.
Hauptsächlich arbeitet der 38-Jährige jedoch am Computer.
(Foto: Jens Dierolf)

"Als Künstler würde ich mich nicht bezeichnen", sagt Herkle. Dennoch haben fast alle seine Freizeitaktivitäten mit Kreativität zu tun. Er fotografiert, schreibt Kurzgeschichten, entwirft Muster für Tätowierungen, gestaltet Holzfiguren mit Motorsägen. Zu seiner größten Leidenschaft aber zählen Comics. Mit diesen hat auch sein beruflicher Umstieg angefangen: Wurmix nennt er seine Bildergeschichten, schlichte Strichzeichnungen über die Abenteuer von Würmern. 

Nachdem diese Anfang der 90er Jahre im Würzburger Wochenblatt erschienen und auf gute Resonanz stießen, bewarb er sich erfolgreich bei einer Werbeagentur und gab seinen erlernten Beruf als technischer Zeichner auf.

Für seine heutige Arbeit spielt das Zeichnen per Hand nur noch eine untergeordnete Rolle - bei der Gestaltung von Visitenkarten oder Broschüren und beim Erstellen von Internetauftritten sitzt er überwiegend am Computer. Aber für die Agentur sei es wichtig, noch jemanden bei der Hand zu haben, der mit Bleistift und Papier umgehen kann, so Herkle. Und darin hat er lange Übung: "Gezeichnet habe ich schon immer gerne", erzählt der 38-Jährige. Als Zivildienstleistender entstanden die ersten Comics, und als seine Tochter noch jünger war, hat er für sie häufiger Geschichten gemalt. Noch immer zählen Fantasy-Figuren zu seinen Lieblings-Motiven. 

In Kontakt mit dem Nittendorfer Wurdack-Verlag, für den er jetzt die "Zauberhafte Märchenwelt" mit fantasievollen Schwarz-Weiß-Zeichnungen illustriert hat, kam Herkle durch Zufall. Über die Internet-Suchmaschine Google stieß er auf die Seite http://www.storyolympiade.de/ Dort können Hobby-Autoren ihre Kurzgeschichten einreichen, von denen dann einige in einem Sammelband erscheinen. 

So trat er mit dem Verleger in Kontakt, veröffentlichte später einige eigene Erzählungen und half mit seinen Layout-Kenntnissen dabei, das Konzept weiterzuentwickeln und zu professionalisieren. Die "zauberhafte Märchenwelt" ist die erste bebilderte Ausgabe, bei der der Verlag mittlerweile auf einen Pool an Stamm-Autoren zurückgreifen kann. 

"Es war sehr spannend, die einzelnen Geschichten zu lesen und mir Figuren dazu auszudenken", sagt Herkle. Während der Entstehungszeit konnten sich die Autoren über den aktuellen Stand der Illustrationen zu ihren Geschichten auf einer eigenen Web-Seite informieren. 

Dadurch kamen auch weitere Kontakte zustande. Im kommenden Jahr kann Herkle seinem Hobby zu Fantasy-Figuren weiter frönen und eine Geschichte über einen Drachen bebildern. Und auch seine Wurmix Comics werden vom Verlag herausgegeben. "Wann der Band erscheinen wird, hängt von mir ab. Wenn ich mich dahinter klemme, kann das Buch im Sommer fertig sein." 

Info: Das Buch "Zauberhafte Märchenwelt" (Wurdack-Verlag) mit Geschichten für Kinder im Vorlese- und Erstlesealter kostet 7,95 Euro.

Aus der Heilbronner Stimme vom 30.12.2004

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