Aktuelles von gestern (das Jahr 2006)

 
MGV-Weihnachtsfeier am 16.12.2006 (2)
MGV-Weihnachtsfeier am 16.12.2006 (1)
Elftes Adventsingen vor dem Rathaus
Dienstjubiläum Rektor Kriegs (2)
Dienstjubiläum Rektor Kriegs (1)
SC-Winterfeier am 02.12.2006 (2)
Schnapszahl
SC-Winterfeier am 02.12.2006 (1)
KJG präsentierte "Barbed Wire"
St. Martins-Umzug am 11.11.2006
Bauauschuss vor Ort
Einwohnerstatistik zum 30.09.2006
Ein Dahenfelder in der SPORT-BILD
Trauerspiel Trainingsplatz
Jubiläumskonzert von RISING
WURMICs wurden ausgezeichnet
Schnelles Internet per Kabel?
Neue Bob Dylan auf Platz 1 der US-Charts
MGV spielt zur Eröffnung des Ganzhornfestes
Dahenfelder Themen im Gemeinderat
Einwohnerstatistik zum 30.06.2006
25. Dorffest am 8. -10. Juli (2)
25. Dorffest am 8. -10. Juli (1)
Vorbericht zum Dorffest
Das 6. Feuersee-Schwimmen (2)
Das 6. Feuersee-Schwimmen (1)
Der Jaguar kommt aus Dahenfeld
FIFA-WM 2006: Dahenfeld für Togo (3)
FIFA-WM 2006: Dahenfeld für Togo (2)
Kelterfest des MGV
FIFA-WM 2006: Dahenfeld für Togo
Deutscher Phantastik-Preis 2006
Neues zu "DSL"
Dahenfeld erobert Neckarsulmer Marktplatz
1. Unterländer Festival des Spargels (2)
1. Unterländer Festival des Spargels (1)
Einbrüche & Diebstähle
Holz in der Hütte
echo-Preisfrage
Nähatelier "Nahtlos" hat eröffnet
MGV-Konzert "Music In Motion" (2)
MGV-Konzert "Music In Motion" (1)
Dahenfeld in der "Wikipedia"
Rathaus-Renovierung
Ursula Herrmann feiert Arbeitsjubiläum
Landtagswahl - Ergebnisse im Dorf
Generalversammlung MGV
Generalversammlung Sportclub
Rathaussturm
1.000 Dahenfelder dürfen wählen
Faschingsumzug in Bad Wimpfen
Reinhold Seitz wird 60
Dohfelder Fasching (2)
Tischtennis-Vereinsmeisterschaften
Dohfelder Fasching (1)
Karl Heinrich ein "80er"
Einwohnerstatistik zum 31.12.2005
Termine Baby-Basare 2006
Ein Dahenfelder beim Bundespräsidenten (2)
Ein Dahenfelder beim Bundespräsidenten (1)

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Rundum gelungene Weihnachtsfeier des MGV Dahenfeld
Die Großfamilie feiert


Von Peter Klotz

Mit einem sehr umfangreichen Programm das zwei Chöre, drei Instrumentalgruppen und eine engagierte Theatergruppe gestalteten, feierten die Dahenfelder schon mal in der Großfamilie in die kommenden Feiertage hinein.

Nachdem Benno Baum, der Vorsitzende des äußerst vielseitigen Musikvereins festgestellt hatte, dass alle „Dofelder“ und ihre Gäste „do“ sind, gab er einen kurzen Rückblick über die umfangreichen Aktivitäten, des fast schon abgelaufenen Jahrs.

Ausgezeichnet

Zusammen mit dem locker durchs Programm führenden Bernhard Körner nutzte er das gesellschaftliche Ereignis um drei verdiente MGV’ler gebührend zu ehren. Orchestervorstand Herbert Schiemer, der Uli Hoeneß des Musikvereins, wurde verabschiedet und freute sich über den leihweise überlassenen Dirigentenstab mindestens so sehr wie über den Geschenkkorb. Hugo Keicher war seit über 30 Jahren engagiertes Vorstandsmitglied und sollte nicht im Rahmen einer Hauptausschusssitzung ausscheiden. Die Tradition der letzten Jahre führte Baum schließlich fort, indem er Kassier Friedhelm Baumert eine goldene Anerkennung für seine Treue zum Verein überreichte.

Vielseitig

Wilfried Huber stimmte das Publikum mit seiner Anfängergruppe ein: ein Trompeter mit jeweils zwei Mädchen am Saxophon, der Querflöte und der Klarinette. Danach wurde es auf der Bühne schon wesentlich enger, denn der dynamische Sebastian Erlewein dirigierte die Sängerschar aus Dahenfeld und Binswangen. Die gestandenen Herren sangen eine Hymne an die Nacht und ließen auch die Weihnachtsglocken läuten.
Nun hieß es Stühle schleppen. Aber der instrumentale Nachwuchs in der von Marion Koch geleiteten Jugendkapelle ist nicht nur zahlenmäßig, sondern auch dem Spielvermögen nach Spitze. Wenn auch die von Sven Lohmann erhoffte Begeisterung wie bei Carlos Santana noch nicht (ganz) erreicht wurde, die Zukunft des Vereins sieht gut aus.
Das Programm bot dennoch eine weitere Steigerung. Zunächst ganz feierlich und harmonisch bei „In der Nacht von Bethlehem“ auftretend, verwandelten sich die Sängerinnen und Sänger um Annegret Friede zu Nachfahren Graf Draculas. So eindrucksvoll hat man die Einladung zum Tanz der Vampire wohl noch nicht gesehen. Reichlicher Applaus belohnte diesen gelungenen Auftritt.
Über mangelnde Zuhörerresonanz konnte sich Gerd Nagels Blasorchester ebenfalls nicht beklagen. Von Stefanie Erlewein sehr kompetent moderiert, boten die Bläser ein kontrastreiches Programm vom „Christmas Prolog“, der Exodus Filmmusik zu den unvergessenen Melodien der „Spagetti – Western“ und über „die letzte Rose des Sommers“ mit einem tollen Solo von Markus Baum zum Marsch „Hoch Heidecksburg“.

Humorvoll

Nach so viel eindrucksvoller Musikalität übernahm das Theaterensemble von Wolfgang Eiberle mit „Willi macht Überstunden“ die Bühne. Die in ihrer Neugier und Geschwätzigkeit ausstellungsfähigen Damen vermuteten einen Ehebrecher im Haus, der sich mit „der Ledigen“ mehr beschäftigt, als das ein defekter Wasserhahn erfordert. Mit denkwürdigen Versprechern gewürzt („die sind im Treppenhaus – was? Jetzt komme die Messer raus“) steigerten sich Bewohnerinnen in ihrem vernichtenden Urteil, bis der so innig geherzte aber untreue Willi, sich als kleines Hündchen (gespielt von Cora) herausstellte.

EHRUNGEN: Für 10 Jahre aktive Musik: Nathapon Bauer, Matthias Heinrich, Tobias Korb.
Seit 40 Jahren Mitglied sind: Birgit Fleisch, Egbert Amon und Andreas Dulz.

Bericht in der Neckarsulmer Woche vom 21.12.2006

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Musikalischer Abend mit Unterhaltungswert
Feier des Musik- und Gesangvereins Dahenfeld zeigte das rege Schaffen der Mitglieder


Von Rudolf Landauer

Die Weihnachtsfeier des Musik- und Gesangvereins (MGV) Dahenfeld ist stets eine Veranstaltung für die ganze Vereinsfamilie. Die Abteilungen demonstrierten erneut mit gekonnten Beiträgen das rege und ausgesprochen vielseitige Schaffen des Vereins. Heraus kam ein Abend mit hohem Unterhaltungswert.

Wie gut der Zusammenhalt im Neckarsulmer Ortsteil ist, zeigten die MItglieder des Sportclubs, die an dem Abend traditionell den Küchenbetrieb übernahmen. Der MGV-Vorsitzende Benno Baum freute sich über die volle Hüttberghalle und die Anwesenheit von Oberbürgermeister Volker Blust mit Gattin, Ortsvorsteher Johann Habla mit Gattin und das Dahenfelder Urgestein Hugo Keicher mit Frau. In allen Abteilungen, Chören und Kapellen werde ausgezeichnet gearbeitet, und ein hohes Niveau sei erreicht worden, lobte Benno Baum. Er blickte zurück und erwähnte, dass nach dem erfolgreichen Konzert „Musik in Motion“ ein Umbruch in der Blaskapelle eingetreten sei. Es wurden mehrere Jungmusikerinnen und Musiker in das aktive Orchester übernommen. Durch die Verpflichtung der engagierten Dirigentin Marion Koch aus Untergriesheim sei die Ausbildung des Musikernachwuchses in der Jugendkapelle hervorragend gewährleistet, betonte Baum.

Das demonstrierten dann auch die Anfängergruppe unter Leitung von Wilfried Huber und die Jugendkapelle mit nicht einfach zu spielenden Stücken „Fluch der Karibik“ und Santanas „Smooth“. Der Männerchor intonierte Lieder zu Weihnachten. Darunter Beethovens „Hymne an die Nacht“ und „Weihnachtsglocken“.

Beiträge mit ausgesprochen hohem Unterhaltungswert und Musikalität brachten die 30 Frauen und zehn Männer des Projektchors zu Gehör. Ihrem stimmungsvollen „In der Nacht von Bethlehem“ und „Hush-a-bye“ ließ der Chor unter der Leitung von Annegret Friede in einem zweiten Auftritt den „Tanz der Vampire“ folgen. Der Beitrag kam beim Publikum besonders toll an, was am kräftigen Applaus zu hören war.

Die musikalische Reife unterstrich das Blasorchester unter der Stabführung von Gerd Nagel. Unter anderem Weihnachtslieder und Musik klassischer Western erklang zu Ehren des langjährigen Managers und Obmanns der Blaskapelle, Herbert Schiemer, der sein Amt nach 30 Jahren an Martin Schmitzer und an Martin Herrmann übergab. Klar, dass ihm dafür Gerd Nagel den Dirigentenstab in die Hand drückte, damit er sein Ständchen selber dirigieren konnte.


Viel Musik und ein amüsantes Theaterstück gab es bei
der Feier des Musik- und Gesangvereins in Dahenfeld.
Foto: Rudolf Landauer

In einem lustigen Theaterstück zeigten sich die Tratschdamen im Treppenhaus maßlos enttäuscht, dass ihr hundertprozentiger Verdacht, dass Willi, der sich bei Fräulein Ledig im Haus befand, kein fremd gehender Ehemann aus dem Ort, sondern ein braver Hund ist. So kann man sich täuschen wenn es im Treppenhaus ertönt: „Willi, jetzt nicht - nachher mein Süßer“.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 19.12.2006

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Musik zaubert weihnachtliche Stimmung
Dahenfelder Sänger und Musikanten beim Adventssingen gut in Form


Von Hans-Peter Jäger

Was wäre Dahenfeld im Dezember ohne sein Adventssingen unter dem hell erleuchteten, zwölf Meter hohen Tannenbaum vor dem historischen Rathaus? Karnevalisten würden jubilieren, denn zum elften Mal stimmten die Sänger und Musikanten die vielen Zuhörer auch ohne Schnee auf das nahe Weihnachtsfest ein.


Groß und Klein musizierte vor dem historischen Rathaus in Dahenfeld.
Hinterher genossen sie den Plausch bei heißen Getränken und einem Imbiss.
Foto: Ralf Seidel

Moderator Karl Körner führte am Sonntag durch die Abendstunde und stellte fest: „Menschen brauchen Menschen, um zu ahnen, was Weihnachten bedeutet.“ Passend zum Standort auf einem nahen Balkon blies das Bläserensemble des Musik- und Gesangvereins Martin Luthers Weihnachtslied „Vom Himmel hoch, da komm ich her“. Markus Baum hatte die Leitung. Er trat noch mehrmals mit dem Ensemble auf und dirigierte ebenfalls die Anfängergruppe und die Jugendkapelle. Der Nachwuchs erfreute und glänzte mit den Liedern „Ihr Kinderlein kommet“ und „Alle Jahre wieder“.

Der Männerchor Dahenfeld und Eintracht Cäcilia Binswangen bilden eine Chorvereinigung. Sie unternahmen unter Sebastian Erlewein einen Schritt über die Landesgrenze und steuerten das französische Weihnachtslied „Engel künden helle Freude“ bei. Die Firmlinge Alexander Keicher, Daniel Klamser und Patrick Schwarz berichteten von persönlich erlebten Sternstunden. Olga Kurz und ihr Kirchenchor St. Remigius zauberten mit den Adventsliedern „Es kommt ein Schiff geladen“ und „Macht hoch die Tür“ vorweihnachtliches Flair auf den Dorfplatz.

Dann war der Kinderchor Rasselbänd, von Annegret Baum und Angela Weinreich geführt und geleitet, nicht mehr zu halten. Die Kinder bekundeten ihre Vorfreude auf das kommende Fest mit dem Lied „Danke, sag ich leise dann, dass ich mich so freuen kann“. Auch den Zuhörern gefiel ihr Beitrag. Manuel Rünzi, ein weiterer künftiger Firmling, formulierte Weihnachtsgedanken, die auch gute Vorsätze enthielten.

Über die Neckarsulmer Stiftung „Starke Familien“ informierte Thomas Diemer. Die Stiftung unterstützt und fördert Projekte, die sich zum Ziel gesetzt haben, Lebensbedingungen von Kindern, Jugendlichen und Familien im Neckarsulmer Raum zu verbessern. Der heilige Nikolaus, unter dessen Bischofsgewand sich Fabian Körner verbarg, teilte an alle Kinder Lebkuchen aus. Die im Swingrhythmus perfekt gespielten amerikanischen Weihnachtslieder, von Wolfgang Kapp einstudiert, beendeten den Musikreigen. Weil den Zuhörern die abendliche Kälte langsam die Beine hoch kroch, erwärmten sie sich an Glühwein und Punsch und verzehrten heiße Würste und Gebäck.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 12.12.2006

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Rektor Hans Kriegs feierte sein 40-jähriges Dienstjubiläum
… der richtige Mann am richtigen Ort

von Peter Klotz
 
Der Probenraum im Haus der Vereine war bis zum letzten Platz gefüllt – kein Wunder, galt es doch eine Dahenfelder Institution zu ehren. Hans Kriegs leitet seit 19 Jahren die örtliche Grundschule und hat sich weit über die Ortsgrenzen hinaus einen Namen gemacht.


Alle Fotos: Peter Klotz

Das erste Lob der Jubiläumsfeier kam vielstimmig: Seine Grundschüler sangen richtig fröhlich: „ … und eins ist sonnenklar, Rektor Kriegs ist wunderbar“. Dann wechselten sich die Gratulanten am Rednerpult ab und sprachen nun jeweils einstimmig von den Verdiensten des geborenen Pädagogen, der zur Feier in Begleitung seiner Eltern erschienen war!

Schulamtsdirektor Wolfgang Seibold hatte die Urkunde mitgebracht und schilderte den beruflichen Werdegang des gebürtigen Heilbronners, den es früh nach Neckarsulm gezogen hat. Nach der Station Oedheim hatte er bald in Dahenfeld seine schulische Heimat gefunden.
 
Lehrer und Gemeinderat
 
OB Volker Blust und Ortsvorsteher Johann Habla sahen in dem besonderen Verhältnis Kriegs zu seinen Schülern („du, Herr Kriegs“) ein Indiz dafür, dass Kriegs der richtige Mann am richtigen Ort sei. Zwar sah Habla seinen zweiten Platz in der Reihe der Honoratioren Pfarrer, Schultes, Schulleiter gefährdet aber er bescheinigte dem Rektor uneingeschränkte Kompetenz. Blust bewunderte den einwandfreien Spagat, zwischen dem Gemeinderatsmandat und den Aufgaben eines geschäftsführenden Schulleiters aller Neckarsulmer Schulen. Pfarrer Dr. Johann Sklorz lobte schließlich die positive Energie, die von dem aufrechten Zeugen des Glaubens ausgehe.
 
Harmonisches Kollegium
 
Natürlich wollte auch das Kollegium der Grundschule ihrem Chef („we love you, boss“) ihre Anerkennung zeigen. Renate Krieger übernahm die sehr emotionale Laudatio und in einem originellen Holzkasten bekam Kriegs das Werkzeug für die nächsten Schuljahre in die Hand.

Bevor seine „Vierer“ ihrem Lehrer ein herzliches „Ahoi, Herr Kapitän“ sangen, bedankte sich Kriegs bei allen Gratulanten. Er bescheinigte seinen Lehrern, dass sie ihm in der schweren Zeit des letzten Jahres, als er seine Frau verlor sogar bei den Schulleiteraufgaben geholfen hätten „und jetzt geben sie die Verantwortung nicht mehr her“ kommentierte Kriegs das positive Verhältnis in der ihm eigenen Art.

Bericht in der Neckarsulmer Woche vom 14.12.2006

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Der Mensch als „Mittelpunkt im Lehrerzimmer“
Dahenfelder Rektor Hans Kriegs feierte sein 40-jähriges Dienstjubiläum


Von Hans-Peter Jäger

Wie die Jahre doch im Flug vergehen: Jubilar Hans Kriegs (links) zusammen mit Wolfgang Seibold, dem Leiter des Heilbronner Schulaufsichtsamts, bei der Feierstunde in der Grundschule Dahenfeld.


Foto: Heidelind Andritsch

Mit Lob, Dank und Annerkennung wurde der beliebte Pädagoge und Rektor der Dahenfelder Grundschule Hans Kriegs (58) zu seinem 40-jährigen Dienstjubiläum nahezu überschüttet. Der Reigen begann mit dem schwungvoll gesungen Lied der Grundschüler, die getextet hatten: „Eines ist doch sonnenklar, Rektor Kriegs ist wunderbar.“

Dann würdigte Wolfgang Seibold, Leiter des Heilbronner Schulaufsichtsamts, Wolfgang Seibold, den Jubilar und schilderte seinen beruflichen Werdegang. Hans Kriegs war nach dem Studium vier Jahre Volksschullehrer in Bönnigheim, fünf Jahre in Oedheim, danach vier Jahre in Amorbach tätig, bevor ihn sein Weg als Konrektor wieder für sechs Jahre nach Oedheim führte. Bis heute stehe er, betonte Wolfgang Seibold, an seinem Lieblingsplatz als Lehrer und Rektor in Dahenfeld. Er bezeichnete den sportlich interessierten Jubilar auch als „Libero der Neckarsulmer Schulen.“ Im Auftrag der Landesregierung überreichte er eine Urkunde.

Der Neckarsulmer Oberbürgermeister Volker Blust hob das gute Verhältnis zur Stadt als Schulträger hervor, erinnerte an das 17-jährige Ehrenamt als Stadtrat und lobte besonders die menschliche Art, mit der Hans Kriegs stets ein gutes Klima schaffe. Die Lehrerin und Kollegin Renate Krieger beschrieb humorvoll ihren Chef als „Dekan der Dahenfelder Pfarrer-Abele-Universität.“ Immer stehe im Lehrerzimmer auch der der Mensch im Mittelpunkt.

„Es gibt Kinder, die nicht mehr in der Dahenfelder Schule sind, aber weiterhin Kontakte zu ihrem früheren Rektor pflegen“, erzählte Ortsvorsteher Johann Habla. Ortspfarrer Dr. Johannes Sklorz machte darauf aufmerksam, dass sich hinter der schlichten Einladung zum Fest jemand verberge, der 40 Jahre lang junge Menschen gefördert habe. „Auch als Zeuge des Glaubens ist er in Erscheinung getreten, hat ihn nicht nur gelehrt, sondern auch vorgelebt“, machte der Geistliche deutlich.

Überwältigt und fast sprachlos war der Vielgelobte bei seinen Dankesworten. „Von soviel Weihrauch“, scherzte Kriegs, „werden selbst die schönsten Engel rosig.“ Es sei schon immer sein einziger Berufswunsch gewesen, Lehrer und Sportlehrer zu werden. Deshalb will er auch noch ein paar Jahre an seinem Lieblingsplatz im Dahenfelder Schulhaus bleiben. Die Grundschule hat vier Klassen, die von sieben Lehrkräften, teils mit halbem Lehrauftrag, unterrichtet werden.

Die Schüler der Klasse vier traten zum Abschluss des Programms als Matrosen auf und schmetterten unter Leitung von Annegret Baum ein Seemannslied vom „Kapitän auf Brücke“, der einem Rektor ziemlich ähnlich sah. Zwei junge Klarinettistinnen hatten zwischendurch ihrem Lehrer ein flottes Ständchen gebracht.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 11.12.2006

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Winterfeier des SC Dahenfeld
Ein fitter Sechziger

Von Peter Klotz
 
Keine besonderen Feierlichkeiten wollten die Vereinsverantwortlichen des SC Dahenfeld zum 60-jährigen Jubiläum. Der Rückblick auf die Anfangszeiten wurde deshalb in den Rahmen der traditionell sehr abwechslungsreichen Winterfeier gepackt.

Ein volles Haus und gute Stimmung sind bei den Veranstaltungen in der Hüttberghalle immer garantiert. Stefan Erlewein, „Manager“ eines der größten Neckarsulmer Sportvereine, konnte auch am Samstag eine Vielzahl seiner Mitglieder begrüßen. Mit einem unterhaltsamen Rückblick erinnerte er an die Anfangszeiten des Sports in Dahenfeld, als 13 junge Männer zusammen mit Oswald Leitz und Eugen Müller den Verein gründeten. Damals genügte noch ein Kübel warmes Wasser im Gasthof Kreuz für die Körperpflege der Sportler, die heute von der Stadt Neckarsulm mit bestens funktionierenden Sportstätten versorgt sind, betonte OB Volker Blust, der auf das Drama Spielfeld an diesem Abend nicht eingehen wollte. Blust überreichte dann die Jubiläumsgabe und beglückwünschte die Funktionäre, die die Feier ans Jahresende gelegt hatten, denn erst im August waren die Zuschüsse erhöht worden.
 
Ein hohes Niveau hatten auch die Beiträge zum Programm der Winterfeier. Für „Bernd and Band“ war es zwar leicht sich zu verlieben (Eröffnungssong: „It’s so easy to fall in love“), das Strippenziehen war es wohl nicht, denn die Technik verursachte eine 20-minütige Verspätung. Dann ging es aber moderiert von Clara Weinreich und Sebastian Habla Schlag auf Schlag. Die Turnabteilung zeigte mit Tänzen von Rock’n Roll bis Hip – hop, welche wechselhaften Zeiten den Sportclub begleiteten. Ähnlich eindrucksvoll geriet der Rückblick auf die Sportmode der verschiedenen Epochen.
 
Ein Höhepunkt des Abends war erneut das Theaterstück, das Martin Arpogaus mit seinen Schauspielern auf die Bühne stellte. Bei „viele heißen Waldemar“ genügte ein zufällig gefundener heißer Liebesbrief, um gleich drei Beziehungen auf eine ernsthafte Probe zu stellen. Mit viel Wortwitz („was isch denn in dich gfahre? – 20 Bier und e paar Schnäps“) und eindrucksvollem Spiel gelang es Jochen Adamasky, Martina Heinrich, Maximilian Christ, Larissa Hellwig, Angelika Kraft und Martin Arpogaus, Souffleuse Nicole Stapf kam kaum zum Einsatz, den Saal zum Toben zu bringen.


Vorher hatten Anne Baum und Sabine Zimmermann begleitet von Frauke Wagner mit ihren Liedern für etwas vorweihnachtliche Stimmung gesorgt. Die Dekoration der Halle war wieder eindrucksvoll, am Rednerpult fühlten sich sogar die Pinguine wohl, denn dort gab es – zumindest künstlichen – Schnee.
 
Der Dank an die treuen Mitglieder stand im Mittelpunkt der Feier. Stefan Erlewein und Winfried Heinrich überreichten Urkunden, Ehrennadeln und Weinpräsente. Und auch die Trainer wurden nicht vergessen, denn ohne engagierte Übungsleiter hat ein Verein keine Zukunft. Die Trainer erhielten als kleine Anerkennung eine rote Regenjacke mit Vereinsemblem.
 
EHRUNGEN:
60 Jahre: Michael Dulz, Karl Heinrich, Eugen Müller, Oswald Leitz
50 Jahre: Hans Bauer, Konstantin Bauer, Helmut Lohmann
40 Jahre: Waldemar Dulz, Alois Kühner, Hubert Kühner, Hubert Lohmann, Wolfgang Lohmann, Ewald Reinhart, Theo Vogt, Bernd Zartmann
25 Jahre: Martin Arpogaus, Stephan Arpogaus, Markus Baum, Harald Bauer, Thorsten Baumann, Tanja Laboranowitsch, Tanja Lohmann, Marco Jödicke, Timo Sieger, Frank Seitz, Martina Winter, Carmen Zartmann-Seitz

Bericht in der Neckarsulmer Woche vom 07.12.2006

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Schnapszahl??


Screenshot www.dahenfeld.de
am 08.12.2006

Vielleicht keine richtige. Trotzdem ein schönes Bild! Zudem: 4.444 Besucher im Jahr 2006 bis dahin. Und das ist eine echte, stolze Schnapszahl!!!

09.12.2006

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Pfiffige Ideen zum 60-jährigen Vereinsbestehen
Winterfeier mit Unterhaltungsprogramm beschert dem Publikum vergnügliche Stunden

Von Waltraud Langer


Auf das Bild klicken, um den ganzen Bericht zu lesen!

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 05.12.2006 (nur als Scan verfügbar, da nicht auf stimme.de veröffentlicht)

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Samstag, 04.11.06, ca. 0.00 Uhr – die Dahenfelder Hüttberghalle bebt!!!

Von Michaela Marquardt

Ca. 423 Leute tanzen, singen und feiern zu den Coversongs der überregional bekannten  Band „Barbed Wire“, die schon seit 22 Uhr exzessiv für gute Stimmung sorgte.

Die Organisatoren, Michaela Marquardt, Alexandra Potocean, Katharina Habla und Franziska Körner, hatten ganze Arbeit geleistet. Der Aufbau begann bereits um 14 Uhr und wurde durch rege Beteiligung des KjG-Leiterteams unterstützt. Bis auf einige unerwartete Komplikationen lief auch alles recht gut und so konnte die Halle um 20 Uhr für die ersten begeisterten Besucher geöffnet werden.

Aufgrund einer Beschwerde aus der Nachbarschaft hatte die KJG als Veranstalter die Auflage erhalten, das Konzert spätestens um 1 Uhr zu beenden, was der guten Stimmung jedoch in keinster Weise einen Abbruch tat. Bis um zwei Uhr durften noch Getränke ausgeschenkt werden, danach war allerdings endgültig Schluss für die Gäste. Für das Team jedoch begann nun der Abbau. Um fünf Uhr war dieser erledigt. Müde und erschöpft, jedoch auch zufrieden, fielen die wenigen fleißigen Helfer dann endlich ins Bett. Der Schlaf währte jedoch nicht lange – um zehn Uhr morgens hieß es schon wieder zum Rendez-vous mit dem Getränkehändler antreten und Plakate in den umliegenden Ortschaften abholen. Diese wurden sogar in den meisten Orten noch unversehrt angetroffen. Das kann man von den Jacken einiger Besucher leider nicht behaupten – die Anzahl der bekannten, verschwundenen Jacken beträgt fünf, die Dunkelziffer ist ungewiss. Ansonsten gab es zwischenzeitig noch einen faux pas beim Getränkemanagement – die Organisatoren hatten einfach nicht mit einem so hohen Interesse und Ansturm gerechnet. Dieser konnte zum Glück durch die Mithilfe des ortsansässigen Motorradclubs MC Extraprall, sowie einiger privater Sponsoren ausgeglichen werden und bei keinem der Gäste musste der Tod durch Verdursten diagnostiziert werden. Die Aggressionen steigerten sich bei einigen wohl trotzdem so weit, dass die sanitären Anlagen zum Opfer böswilliger Zerstörungen wurden.

Ein weiteres Problem stellte die Nachlässigkeit einiger Eltern dar, die ihrem Erziehungsauftrag nicht ordnungsgemäß nachkamen und ihren unter 18-jährigen Kindern bis spät nach 0 Uhr den Aufenthalt vor der Halle ermöglichten. Die Securities wirkten dem mit aller Macht entgegen, einige wenige zeigten sich davon leider kaum beeindruckt.

Positiv anzumerken ist am Ende noch die engagierte Mithilfe einiger Nicht- KJGler, die freiwillig und selbstlos kräftig mit anpackten und den Ablauf somit um einiges erleichterten.

Insgesamt ist zu sagen, dass das Organisationsteam und alle befragten Besucher sehr zufrieden und begeistert von der Stimmung und dem Ablauf des Abends waren und immer wieder gern an einem solchen Event teilnehmen würden. Deshalb heißt es auch im nächsten Jahr wieder „Keep on rocking“ mit der KJG Dahenfeld.

Pressebericht vom 21.11.2006

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Martinsfeier mit Laternenumzug in Dahenfeld
„Rabimmel rabammel rabumm!“

Von Ines Leitz

Wer kennt nicht die Geschichte vom heiligen Martin, der seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte? Jedes Jahr am 11. November erinnern Martinsumzüge an diese Begebenheit – so auch in Dahenfeld, wo St. Martin vergangen Samstag zu Gast war...


Die Jugendkapelle des Musikvereins Dahenfeld
begleitete den Martinszug musikalisch.
(4 Fotos: Ines Leitz)

Ein Meer aus bunten Laternen erleuchtete die Straßen rund um die Dahenfelder Kelter. Löwen, Bären, Fledermäuse, Geisterschlösser - alle Formen und Farben waren vertreten. Die gesamte Dahenfelder Bevölkerung unter zehn Jahren schien auf den Beinen zu sein. Den Martinsumzug wollte sich kein Kind entgehen lassen.


Jason, Aaron, Nico, Kilian, Jan und Melanie
zeigen stolz ihre selbstgemachten Laternen.

Bunte Laternen erleuchten die Straßen

Angela Weinreich, Annegret Baum und Andrea Winter von der Kirchengemeinde hatten auch in diesem Jahr ein schönes Programm rund um St. Martin aufgestellt. Um halb sechs ging es vor der Kelter mit dem traditionellen Martinsspiel los. Martin Schmitzer, der dank seines Vornamens für diesen Job geradezu prädestiniert war, erzählte dazu die Legende des heiligen Martin. Nachdem gemeinsam einige Laternenlieder gesungen worden waren, startete der Laternenumzug. Allen voran ritt Natascha Herkle als St. Martin, gefolgt von den Musikern der Dahenfelder Jugendkapelle, die den Zug musikalisch begleiteten.


Natascha Herkle spielte den heiligen Martin,
der seinen Mantel mit einem Bettler teilt.

St. Martin reitet durch Dahenfeld

Da so viel Laternenliedersingen natürlich  hungrig macht, sorgten Stefanie Erlewein, Gisela Reinhart, Monika Schmitzer und Markus Baum vom Musikverein im Anschluss an den Umzug in der Kelter für Verpflegung. Die Laternenläufer und ihre Eltern konnten sich mit Saitenwürsten, Glühwein oder Kinderpunsch stärken. Außerdem bekam jedes Kind eine kleine Martinsgans geschenkt, bevor es dann endgültig hieß: „Mein Licht geht aus, wir geh’n nach Haus – rabimmel rabammel rabumm!“


Stefanie Erlewein mit Sohn Silas, Gisela Reinhart,
Monika Schmitzer und Markus Baum vom Dahenfelder
Musikverein sorgten mit Saitenwürstchen, Glühwein
und Kinderpunsch für das leibliche Wohl.
        

Bericht in der Neckarsulmer Woche vom 15.11.2006

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Baulöwen werkeln in der ganzen Stadt
Rundfahrt der Neckarsulmer Stadträte zu aktuellen Projekten


Von Rolf Muth

Von wegen Kleinkram
„Es sind die kleinen Maßnahmen, die so nebenher laufen“, sagt der Neckarsulmer Baubürgermeister Klaus Grabbe zum Auftakt einer Rundfahrt zu den aktuellen Baustellen in der Stadt mit Positionen von zusammen über 2,4 Millionen Euro. (...)


Neues Vordach für die Aussegnungshalle in Neckarsulm-Dahenfeld:
Baubürgermeister Klaus Grabbe erläutert den Mitgliedern im Bauausschuss
des Gemeinderats das Projekt, das nun abgeschlossen ist.

Anständig
Im Gedenken an die Toten und Gefallenen der beiden Weltkriege ist in Obereisesheim nun das Ehrenmal hergerichtet worden. Ein kleiner Platz mit Natursteinwänden umfasst die Gedenktafeln. Der Zuweg zur Aussegnungshalle ist neu gestaltet worden. Das gilt auch für die Aussegnungshalle in Dahenfeld. Bislang standen die Menschen hier im Regen, wenn sie einen Mitbürger zu Grabe getragen haben. Für die Erweiterung durch eine überdachte Vorhalle hat die Stadt Neckarsulm 145 000 Euro investiert.

Grüne Lunge
Der Bach in Dahenfeld wird 2007 renaturiert. Der Baubürgermeister stellt sich einen kleinen Weg entlang des Bachlaufes vor. „Mit der Maßnahme gewinnt ganz Dahenfeld.“ (...)

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 11.11.2006 (auszugsweise wiedergegeben)

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Einwohnerzahlen nach der Fortschreibung zum 30.09.2006

Zum 30.09.2006 lebten in Neckarsulm 26.650 Einwohner in 9.498 Haushalten, darunter 21.323 = 80 % deutsche Staatsangehörige und 5.327 = 20 % Ausländer. 

In den drei Stadtteilen wohnen 5.257 (Amorbach), 4.356 (Obereisesheim) bzw. 1.392 (Dahenfeld) Bürgerinnen und Bürger. Die Zahl der Haushalte in Dahenfeld beträgt aktuell 616.

11.11.2006

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"Ich war der stolze Fahnenschwenker"
Für Jürgen Albrecht ging ein Traum in Erfüllung: einmal mit einer Riesenfahne im Nürnberger Stadion Stimmung machen


Von Alfred Hermsdörfer

Die gute Nachricht brachte ihn erst einmal um den Schlaf. "Seit ich von meinem Gewinn wusste, habe ich nachts kaum noch ein Auge zugekriegt. So aufgeregt war ich", erzählt Jürgen Albrecht (37).


Jürgen Albrecht und Markus Schroth (l.)

Der Karosseriebauer aus Neckarsulm ist der erste Gewinner des neuen Fan-Dreams von SPORT BILD und Coca-Cola. Mit einer 20 Quadratmeter großen Riesenfahne, die extra für ihn genäht worden war, durfte Albrecht vor dem Bundesliga-Spiel des 1. FC Nürnberg gegen Borussia Dortmund die Club-Fans in der Nordkurve des easyCredit-Stadions in Stimmung schwenken.


Jürgen Albrecht und Michael A. Roth (r.)

Im Innenraum, gleich hinter dem Tor. Seite an Seite mit elf anderen Fahnenschwenkern. Jürgen Albrecht war so nah dran an den Fußballs-Stars wie kein anderer Nürnberger Fan.

Und es kam noch besser. Er sprach mit seinem Lieblingsstürmer Markus Schroth, Marek Mintal legte ihm für ein Foto den Arm um die Schulter, Robert Vittek fachsimpelte mit Albrecht, er wurde von Club-Präsident Michael A. Roth begrüßt. Alles gefilmt vom DSF und im TV am 7. November (Bundesliga, der Dienstag) und am 8. und 9. November in Bundesliga aktuell zu sehen.

So ein Auftritt will gründlich vorbereitet sein. Jürgen Albrecht reiste deshalb schon einen Tag vor dem Spiel an. "Ich habe mir extra frei genommen. So etwas erlebt man doch nur einmal im Leben", erklärt er.


Jürgen Albrecht und Frank Böttcher (r.)

Am Freitag morgens um zehn Uhr traf er bei Frank Böttcher (25) ein. Der Grafiker aus Fürth ist Experte im Fahnen-Design. Rund 80 verschiedene Mega-Tücher hat er bereits entworfen, alles Unikate. Nun die Fahne von Jürgen Albrecht. Auch diese wird es deshalb in dieser Form nie wieder geben.

Böttcher erklärte seinem Gast alle Arbeitsschritte, zeigte seine ersten Skizzen auf Papier, dann das endgültige Design am Computer. Albrecht freute sich: "Genauso habe ich sie mir vorgestellt. Ein geiles Teil."

Zwei Näherinnen hatten vier Tage mühseliger Handarbeit gebraucht, bis Albrechts Fahne aus Segeltuch-Polyester fertig war. 170 Nähte. Das Emblem des 1. FC Nürnberg allein misst schon drei Meter im Durchmesser.

Fast zwei Kilogramm wiegt die Fahne. Wird sie nass, verdoppelt sich das Gewicht. Dazu kommt noch die spezielle Teleskopstange aus Fiberglas, die sich auf fast sechs Meter ausfahren lässt. Auch eine Sonderanfertigung. So etwas gibt es nur in Italien.


Jürgen Albrecht in der Textildruckerei

Vor dem Probeschwenken am Freitagnachmittag machte Jürgen Albrecht noch einen Abstecher in eine Textildruckerei. Er durfte seine Initialen auf dem Stoff verewigen. 21 Sekunden dauerte das an der Bügelpresse, dann waren bei 170 Grad ein 15 Zentimeter großes weißes J für Jürgen und ein A für Albrecht aufs Tuch geflockt.

Vor der Club-Geschäftsstelle warteten bereits Nürnbergs Fan-Beauftragter Jürgen Bergmann und Chef-Schwenker Seppe Broll auf den Mann aus Neckarsulm, der seit mehr als 25 Jahren selbst "Clubberer" ist. Doch das war jetzt kein Thema. Es ging um erste Lektionen, wie man eine Fahne schwenkt, die richtige Haltung der Hände. Seppe Broll erklärte es ganz genau: "Die Hand, die schwenkt, ist direkt unter dem Tuch. Die andere fixiert die Stange. Wenn's nicht mehr geht, stemmst du die Stange gegen die Hüfte."

Körperlich bringt Albrecht, ein Mann mit einem Kreuz wie ein Eisenbieger, alles mit. "Hanteltraining ist eines meiner Hobbys", erklärt er. Und die Technik hatte er ebenso schnell drauf. Jürgen Bergmann war beeindruckt: "Perfekt. Als ob er nie etwas anderes gemacht hätte." Am Samstag war Albrecht, bekleidet mit Club-Trikot und Fan-Schal, schon kurz vor 12 Uhr im Stadion. Er durfte sofort in den Innenraum. Für ihn ein unbekanntes Terrain: "Sonst ist das hier ja für Fans tabu."


Einzug ins Stadion

Dann betrat er zum ersten Mal den Raum, in dem später die Pressekonferenz stattfand. Minuten später schaute er TV-Moderator Günther Koch über die Schulter. "Das ist ja ein kräftiger Kerl", flachste der sofort.

Vor der Nordkurve warteten schon die anderen Fahnenschwenker. Letzte Besprechung, wer wo zu stehen hat. Albrecht über die neuen Fahnen-Kollegen: "Alles nette Typen. Die haben mich sofort prima aufgenommen." Der Gewinner marschierte als Fünfter auf den Rasen, um die Spieler zu begrüßen. Sein Platz war nur zwei Meter von der Mittellinie entfernt.

Immer wieder sahen die Zuschauer Albrechts Fahne auf dem großen Bildschirm im Stadion, wenn er seine Achten durch die Luft zog. Augenblicke, die dem Gewinner unter die Haut gingen. "Schon ein tolles Gefühl, wenn alle so auf einen schauen."

Vier Minuten und 19 Sekunden am Stück schwenkte er sein Tuch, dann musste die Fahnengruppe das Spielfeld räumen. Der Jubel der 46000 Zuschauer von den Rängen galt auch ihrer Vorstellung. "Es hat richtig Spaß gemacht." Aber es war auch ein Stück harte Arbeit. Von Albrechts Stirn perlte der Schweiß.


Jürgen Albrecht vor der Abreise

Während des Spiels durfte er noch einmal zur Fahne greifen. Als Jawhar Mnari in der 59. Minute einen Elfmeter für Nürnberg verwandelte, zog er sein Tuch fast eine Minute durch die Luft.

Es blieb das einzige Tor für Nürnberg an diesem Nachmittag. Nach dem Abpfiff klatschte er sich mit den neuen Kumpels ab.

Jürgen Albrecht soll jetzt sogar einen Fahnenpass bekommen, damit er bei allen Heimspielen dabei sein kann. "Das hat mich richtig stolz gemacht", sagt er.

Als Albrecht seine Fahne im Kofferraum seines Autos verstaute, konnte er das Erlebte noch nicht ganz fassen und sagte: "Das war wirklich ein echter Fan-Dream. Besser geht nicht."

Bericht in der SPORT-BILD

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Nagelneuer Sportplatz ist unbespielbar -
Dahenfelder Fußballer hoffen auf ein baldiges Signal vom Heilbronner Landgericht

Von Rolf Muth

Die 13 : 2-Niederlage gegen den Karlsruher SC an Pfingsten 2004 wird den Dahenfelder Kickern noch lange in Erinnerung bleiben. Nicht, weil die Fußballer im Neckarsulmer Stadtteil beim Freundschaftsspiel auf Sieg gesetzt hätten und Niederlagen nicht verschmerzen können. Gewiss nicht. Aber das Spiel gegen das Team aus Baden zur Sportplatzeinweihung ist das einzige auf dem nagelneuen Rasen geblieben.

Seit der Einweihung ist der Platz unbespielbar. Zusammengebolzt haben ihn die Fußballer bei ihrer ersten Begegnung nicht. Das Problem ist vermutlich im Aufbau zu finden, meint die Stadtverwaltung. „Nach leichtem Regen läuft das Wasser über die Drainagen nicht ab“, ärgert sich Baubürgermeister Klaus Grabbe. Wer auf das saftige Grün tritt, spürt den morastigen Untergrund. Die Verwaltung hat die Fläche gesperrt.


Der Fußballplatz in Dahenfeld ist seit zweieinhalb Jahren gesperrt. Der
Rasen ist unbespielbar. Nur für die Aufnahme machen die Spieler eine
Ausnahme. (Foto: Ralf Seidel)

Seit über zwei Jahren beschäftigt der Sportplatz Gutachter und Richter. Fast 394 000 Euro hat die Stadt Neckarsulm an den Sportplatzbauer aus Stuttgart bezahlt, abgenommen hat sie die Fläche bis heute nicht.

Entwässerungsschlitze sollten Abhilfe schaffen. Die 16 Zentimeter tief im Erdreich liegende Drainage blieb aber weiterhin leer und das Wasser auf der Oberfläche stehen. Die Nachbesserungen durch die Firma im Mai 2005 haben keine Verbesserung gebracht, stellt Grabbe fest. Er vermutet, dass die verschiedenen Schichten des Sportplatzes beim Einbau zu sehr verdichtet wurden oder der Filterkies nicht die richtige Zusammensetzung hat. „Das macht die Poren der Drainage zu.“

Weitere Nachbesserungsarbeiten erlaubte die Stadt nicht mehr: „Bevor wir uns den ganzen Rasen zerschneiden lassen, muss das ursächliche Problem beseitigt werden.“ Grabbe fügt hinzu: „Wir nehmen nur eine mangelfreie Leistung ab.“

Das hat sich der Sportplatzbauer nicht gefallen lassen. Im November 2005 reichte er gegen die Stadt Klage auf Abnahme der Fläche ein. Daraufhin haben auch die Neckarsulmer Klage gegen die Firma wegen mangelhafter Ausführung erhoben. Ende November 2005 hat daraufhin das Landgericht Heilbronn das Beweissicherungsverfahren in die Wege geleitet und einen eigenen Gutachter bestellt. Seitdem warten die Beteiligten und vor allem die Fußballer auf den klaren Fingerzeig eines Richters - also mindestens eine gelbe Karte für die ausführende Firma. Grabbe geht davon aus, dass in den nächsten Wochen das Gutachterergebnis vor Gericht vorgestellt wird. Und vermutlich muss dann der ganze Platz noch einmal abgeräumt werden - eine bittere Pille für die Firma oder ihre Versicherung.

Die Spieler des SC Dahenfeld sehnen sich eine baldige Lösung herbei. „Die Stimmung bei unseren aktiven Fußballern ist mies“, sagt Vereinschef Stefan Erlewein. „Warum das Verfahren so lange dauert, kann im Dorf keiner mehr nachvollziehen. Die Trainingsbedingungen sind miserabel.“ Die Fußballer des Vereins müssen sich irgendwie arrangieren. Die Stadt hat in der Ortsmitte einen alten Bolzplatz hergerichtet. Das entlastet etwas den alten Hauptplatz, dem die Doppelbelastung Trainings- und Spielbetrieb bereits anzusehen ist.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 03.11.2006
 

Trauerspiel

von Thomas Senger

Manchmal kann man nur den Kopf schütteln. Seit mehr als zwei Jahren liegt ein neuer Fußballplatz in Neckarsulm-Dahenfeld ungenutzt. Unbespielbar, weil die Drainage nicht funktioniert. Rund 400 000 Euro wurden bislang in den möglicherweise zu stark verdichteten Sand gesetzt. Egal, wer das Eigentor zu verantworten hat: Verlierer sind nicht nur Steuerzahler, sondern auch die Sportler. Vor knapp einem Jahr wurde das Beweissicherungsverfahren in die Wege geleitet. Wann gibt es endlich einen Schlusspfiff in diesem Trauerspiel?

Kommentar in der Heilbronner Stimme vom 04.11.2006

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Lieder sollen zum Nachdenken anregen
Jubiläumskonzert der Gruppe Rising in der Kochana


Von Peter Klotz

Nach der dreifachen Zugabe gingen die 15 Akteure von Rising wie Gladiatoren durch das klatschende Publikum zum Ausgang. Auch mit dem neuen Programm „Am Puls der Zeit“ konnte die Gruppe ihr Stammpublikum sowie viele Neugierige in der voll besetzten Kochana begeistern.

Ob die Musikrichtung nun in die Kategorie „Neues geistliches Liedgut“ oder zur peppigen Bezeichnung „Sacropop“ gehört, ist eigentlich unwichtig. Wichtig ist die Begeisterung, die Bandchef Hans-Jürgen Müller und seine engagierten Musiker vermitteln. Denn obwohl das Repertoire für dieses Jubiläumskonzert fast komplett neu ist, ließen sich die Zuhörer vom ersten Titel an mitreißen.


Die achtköpfige Gesangsgruppe ist das Aushängeschild der Gruppe
Rising, die in der Oedheimer Kochana ein tolles Konzert gab.
(Foto: Peter Klotz)

Eröffnet wurde der Abend mit dem programmatischen Stück „Am Puls der Zeit“, bei dem die Gruppe ihre Musikalität durch raffinierte Arrangements bewies. Mit der Fülle von sieben weiblichen und einer männlichen Stimme waren die Sänger in ihrem Element. Ein zentrales Anliegen für Rising ist aber auch der Text, der zum Nachdenken anregen soll und nicht nur aus diesem Grund auf Deutsch gesungen wird.

Beim ersten Song geht es darum, dass der Mensch die Veränderungen um sich herum wahrnimmt und nicht stehen bleibt. Gleichzeitig soll er aber nicht jedem Trend hinterher laufen. „Darauf kommt es an“, kündigte Moderatorin Carmen Beckbissinger als die Botschaft an, die sie einmal ihren Kindern gerne weitergeben würde: „Oberflächlichkeiten sind nur Schall und Rauch. Der Mensch ist wichtig - findest du das auch?“

Sehr gut kam das Lied „Ein Lächeln und ein Händedruck“ an, für das Andrea Höll ins Publikum kam und dort auch wirklich Hände schüttelte. Begeisterung vermittelte auch das mit dem Kinder- und Jugendchor gemeinsam gesungene „Menschen“. Geschickt verpackt waren nach der Pause dann einige bekannte Titel, für die Carmen Beckbissinger und Sandra Kühner als Putzfrauen verkleidet das Publikum einspannten.

Nach „Wir gehen in deinem Frieden“ spendeten die Zuhörer reichlich Applaus. Mit drei Zugaben und dem Versprechen, diesen Weg weiter zu gehen, verabschiedete sich die Gruppe Rising schließlich nach einem tollen Konzert, das von Licht über Bühnenbild bis zur Stimmung rundum gelungen war.

Rising entstand 1986 in Gundelsheim aus einer Ministranten-Rockband. Die Gruppe hat jährlich 15 bis 20 Auftritte bei Gottesdiensten, Firmungen und privaten Veranstaltungen. Sie hat zwei CDs aufgenommen und ist dazu übergegangen, ihre Lieder selbst zu schreiben Die Mitglieder stammen aus dem Raum Heilbronn, Mosbach, Backnang und Schwäbisch Hall.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 02.11.2006

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Preis für Matthias Herkle

In Dreieich bei Frankfurt wurde am 7. Oktober 2006 der Deutsche Phantastik Preis verliehen. Unter den Preisträgern war in der Kategorie "Comics" ein allseits bekannter Dahenfelder, Zeichner zwar gliedmaßenloser, aber trotzdem sehr beweglicher und ausdrucksstarker Flachstreckler. And Here Is The Vote Of The German Jury:

Bester Comic

1. Chronik der Unsterblichen 1 (von Kummant, von Eckartsberg, Hohlbein, Ehapa)
2. Hellboy (Mignola, Cross Cult)
3. Wurmics - Born to be Worm (Herkle, Wurdack)
4. Stadt ohne Gnade (Miller, Cross Cult)
5. Berlin 2323 (Feldhoff & Schulz, Carlsen)


15.10.2006

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Breitband-Internet

Zwischenzeitlich sind die von der T-Com vor einigen Monaten in Aussicht gestellten Leitungsverbesserungen (siehe unten, Meldung vom 11.06.06) realisiert und „DSL light“ mit 384 kb/sec ist in Dahenfeld fast in jedem Haushalt verfügbar. Damit ist ein besonderes Anliegen vieler Bürger vorerst zufriedenstellend erledigt. Die ständig weiter entwickelten Angebote, insbesondere Internet-Fernsehen und Internet-Telefonie, werden aber bald noch schnellere Verbindungen benötigen.

Neben der T-Com bietet auch der Fernseh-Kabelnetzbetreiber KabelBW schnelle Internetanschlüsse an, derzeit aber noch nicht bei uns. In diesem Zusammenhang ist daher folgende Meldung in der Heilbronner Stimme und Stuttgarter Zeitung vom 27.09.2006 interessant:

Der Kabelnetzbetreiber KabelBW will bis Ende 2008 alle Kabelhaushalte in Baden-Württemberg an das Multimedia-Kabel angeschlossen haben. Wie ein Sprecher von KabelBW am Dienstag in Heidelberg mitteilte, würden dann 3,2 Millionen Haushalte nicht nur mit über 600 digitalen TV- und Radioprogrammen, sondern auch mit Kabel Internet und Kabel Telefon versorgt. KabelBW werde rund 300 Millionen Euro in das Multimedia Kabel investieren. Bisher seien rund 1,6 Millionen Haushalte angeschlossen.

Erfreuliche Perspektiven! Bleibt zu hoffen, dass „alle“ Kabelhaushalte auch wirklich „alle“ bedeutet…

27.09.2006

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Bob Dylan - Modern Times

65 ist er in diesem Jahr geworden, der Mann mit den vielen Gesichtern. Zur Ruhe gesetzt hat er sich noch nicht. Im Gegenteil: Mit Modern Times, seinem stärksten Album seit Empire Burlesque von 1985, erklomm Bob Dylan gerade wieder Platz 1 der US-Charts. Dies gelang ihm zuletzt vor dreißig Jahren mit dem Klassiker Desire („Hurricane“!).

Auch in Deutschland wurde das neue Werk des Meisters, je nach Zählweise sein dreißigstes bis vierundvierzigstes, von der Kritik euphorisch aufgenommen. Und auch bei uns steht Dylan ganz oben in den Charts, aktuell auf Rang 2, davor sind nur Iron Maiden. Dabei ist Modern Times keineswegs - wie es der Titel andeuten könnte - dem Zeitgeist verpflichtet. Bob Dylan orientiert sich schon lange nicht mehr an Trends. Er geht unbeirrt seinen eigenen Weg und der führt ihn „back to the roots“.

Fachkundige Rezensionen der zehn neuen Songs gibt es inzwischen jede Menge, von FAZ bis FOCUS. An dieser Stelle daher nur soviel: Modern Times enthält keine singletauglichen "Hits". Neun der Lieder sind über fünf Minuten lang. Die Platte funktioniert als Ganzes. Und die Texte muss man schon auch lesen, um sie zu verstehen.

Wenn Künstler älter werden, gehen die Kritiker gnädiger mit ihnen um. Nicht nur mit Johnny Cash, auch mit Bob Dylan. Seine letzten Studio-Platten, 1997 und 2001 erschienen, waren natürlich nicht schlecht. Aber die begeisterte Aufnahme erklärte sich zu einem Großteil mit der Erleichterung, dass der zwischenzeitlich auf die Rolle eines „Performing Artist“ reduzierte Literatur-Nobelpreis-Kandidat überhaupt mal wieder etwas Neues geschrieben und veröffentlicht hatte.

Modern Times ist  besser noch als Time Out Of Mind und Love And Theft. Nicht so gut wie Desire oder gar Blood On The Tracks. Aber ein würdiger Kandidat für die „CD des Jahres“.

Anspieltipps sind die Tracks 1, 6 & 8. Und kaufen sollte man Modern Times unbedingt in der Deluxe-Version mit beigelegter DVD.

08.09.2006

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Der Musikverein Dahenfeld spielte

in diesem Jahr bei der Eröffnung des Neckarsulmer Ganzhornfestes auf der Festbühne in der Urbanstraße.

Aus dem Bericht in der Heilbronner Stimme vom 06.09.2006

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Dahenfelder Themen im Neckarsulmer Gemeinderat

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause, am 27.07.2006, hatte sich der Neckarsulmer Gemeinderat mit mehreren "Dahenfelder" Themen zu beschäftigen, die zuvor auch schon im Ortschaftsrat beraten worden waren. Die Heilbronner Stimme berichtet wie folgt:

Umlegung in Dahenfeld

Einstimmig hat der Neckarsulmer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Beschluss gefasst, im Teilort Dahenfeld eine vereinfachte Umlegung "Brunnengasse I" durchzuführen. Für das weitere Plangebiet kommt eine vereinfachte Umlegung nicht in Betracht, so die Ansicht des Bauverwaltungs-amts. Hier sind die Grundstücks- und Eigentumsverhältnisse komplexer.

Jagdverpachtung in Dahenfeld - Drei Anträge für einen Sachverhalt

Die Neuverpachtung des gemeinschaftlichen Jagdbezirkes Neckarsulm in Dahenfeld gestaltete sich in der jüngsten Ratssitzung recht kontrovers. Den Vorschlag der Verwaltung, an den bisherigen Pächter wieder weiter zu verpachten, wollte Roland Stammler nicht akzeptieren. Er forderte eine öffentliche Ausschreibung. Dies wurde mit der CDU-Mehrheit von 15 Stimmen abgelehnt. Für den Verwaltungsantrag wollte Stammler sodann geheime Abstimmung. Auch dieser Antrag zur Geschäftsordnung fand keine Mehrheit. Der eigentliche Gegenstand der Tagesordnungspunktes, die Jagdverpachtung an den bisherigen Inhaber, fand schließlich 15 Ja- und neun Nein-Stimmen bei drei Enthaltungen.

Abbruch genehmigt

Neckarsulm hat vom Regierungspräsidium die Genehmigung zum Abriss des Gebäudes Kreuzstraße 21/23 in Dahenfeld erhalten. Nachdem das Landesdenkmalamt zunächst seine Zustimmung verweigert hatte, hat das RP jetzt anders entschieden, weil in Teilen Einsturzgefahr bestehe.

berichtet von Barbara Barth in der Heilbronner Stimme vom 02.08.2006

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Einwohnerzahlen nach der Fortschreibung zum 30.06.2006

Zum 30.06.2006 lebten in Neckarsulm 26.595 Einwohner in 9.494 Haushalten, darunter 21.315 = 80 % deutsche Staatsangehörige und 5.280 = 20 % Ausländer. 

In den drei Stadtteilen wohnen 5.236 (Amorbach), 4.361 (Obereisesheim) bzw. 1.383 (Dahenfeld) Bürgerinnen und Bürger. Die Zahl der Haushalte in Dahenfeld beträgt aktuell 613.

30.07.2006

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Spiegelbild des vorbildlichen Zusammenlebens

Von Rainer Köller

Ein gemütliches Fest, das auch von vielen auswärtigen Gästen besucht wird, feiern die Vereine und Institutionen von Dahenfeld jedes Jahr. Problemlos gelang Oberbürgermeister Volker Blust der Fassanstich, der gleich zu Beginn ein Zeichen für eine gelungene Feier am oberen Rand des Neckarsulmer Ortsteils setzte.


Mit flotter Musik unterhielt der Dahenfelder Musikverein in gewohnte
Qualität die Gäste auf dem Dorffest im Neckarsulmer Ortsteil.
Die trotz Hitze zahlreich erschienenen Gäste dankten mit Applaus.
(Fotos: Agentur Kochertal)

Volker Blust machte deutlich, wie sehr er sich freue, jedes Jahr nach Dahenfeld zum Fassanstich kommen zu dürfen. Er nannte das Dorffest einen Höhepunkt im örtlichen Geschehen. Es zeige, dass das Gemeinschaftsleben im Ort funktioniert. Die gemeinsame Organisation des Festes sei „Spiegelbild des vorbildlichen Zusammenlebens“.

Der Oberbürgermeister nannte das Dorffest einen Anziehungspunkt für viele Gäste, weil es klein, aber fein sei. Tatsächlich wird hier für jeden etwas geboten.

Bei einem Waldweg auf dem Festgelände konnten insbesondere Kinder bei der Jugendfeuerwehr wie richtige Feuerwehrleute einen Brand in einem kleinen Haus löschen. Die Eltern hatten derweil die Möglichkeit, beim SC Dahenfeld gemütlich im Biergarten ein Pils genießen.

Neben der Bewirtung in der Kelter und im davor aufgebauten Festzelt, in dem der Frauenbund und der Kirchenchor Kuchen und Salat anboten, ist beim Dahenfelder Dorffest immer eine Vielfalt an Ständen aufgestellt. Überall gibt es etwas anderes.

Auch die Fußballjugend war dabei. Bei den jungen Sportlern gab es Gyros. Am Weinprobierstand schmeckte das Achtele oder das Viertele, und im „Besen“ der Altherrengymnastik treffen sich laut Benno Baum, Vorsitzender des Musik- und Gesangsvereins, in jedem Jahr die alteingesessenen Stammgäste.

Gudrun Zartmann und Silvia Glatzel erhielten vom SC-Vorsitzenden Stefan Erlewein je einen Blumenstrauß. Sie standen in diesem Jahr zum letzten Mal in ihrem Stand, in dem sie 24 Jahre lang Waffeln und Pizzen verkauft hatten.

Neu und das Angebot auf dem Fest noch bereichernd, ist der Stand des Tennisclubs. Am Stand der Filzkugelkünstler gab es italienische Köstlichkeiten.

Stefan Erlewein machte bei der Eröffnung deutlich, dass es in diesem Jahr drei Jubiläen zu feiern gebe. Das Dorffest feiere seinen 25. Geburtstag, das Sportheim des SC Dahenfeld ist ebenfalls 25 Jahre alt, und der Sportclub selbst wurde vor 60 Jahren gegründet. Passend zu diesen Jubiläen umrahmte die Kapelle des MGV Dahenfeld die Eröffnung des Festes schwungvoll und in gewohnter Qualität.

Der Vorsitzende des Musik- und Gesangvereins, Benno Baum, war einer derjenigen, die in diesem Jahr verstärkt auf die Einhaltung des Jugendschutzes achten mussten. „In früheren Jahren waren wir da etwas nachlässig“, gab der engagierte Musiker offen zu. Doch das solle sich ändern.

 


Beim Löschen am Stand der Jugendfeuerwehr brauchte mancher
kleine Mann noch die hilfreiche Hand der Mutter.
Spaß machte es allemal.

Am heutigen Montag, 10. Juli, geht das Dahenfelder Dorffest weiter. Ab 15 Uhr ist Kinder- und Seniorennachmittag. Dazu gibt es Kaffee und Kuchen. Um 19 Uhr spielt der Musikverein Oedheim, ab 21 Uhr singt und spielt zum Festausklang Gitarrist Mike Janipka.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 10.07.2006

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25. Dorffest ganz im Zeichen der Fußball-Weltmeisterschaft
Drei Tage lang feiert der kleine Stadtteil sein großes Fest

Von Johann Habla

Eine Stunde vor der offiziellen Eröffnung am Samstag werfen die Verantwortlichen noch sorgenvolle Blicke zum Himmel. Dunkle Wolken ziehen über das Festgelände, die Luft ist schwül. Doch bis zum Fassanstich um 18 Uhr herrscht wieder eitel Sonnenschein und das Thermometer klettert über die 30-Grad-Marke. Ideale Bedingungen für ein gelungenes Dorffest also. Entsprechend viele Besucher wohnen der Eröffnungszeremonie bei. Schwarz-weiß sind die dominierenden Farben, schließlich sollen später am Abend die Jungs von Jürgen Klinsmann noch den 3. WM-Platz erobern.

Die Blaskapelle des Musik- und Gesangvereins Dahenfeld unter ihrem Dirigenten Wilfried Huber stimmt schwungvoll auf die Eröffnungszeremonie ein. Für die veranstaltenden Vereine begrüßt Stefan Erlewein, erster Vorstand des Sportclubs, die anwesenden Gäste. Sein Willkommensgruß gilt insbesondere Oberbürgermeister Volker Blust mit Gattin. Für den OB ist es auch in diesem Jahr Ehrensache, den Fassanstich bei dem „kleinen, aber feinen und gemütlichen“ Fest im kleinsten Neckarsulmer Stadtteil zu übernehmen.

Zum 25. Mal seit 1982 findet das Dorffest nun statt. Stefan Erlewein weist auf ein weiteres Jubiläum hin: Der Sportclub, der das Dorffest seinerzeit initiiert hat, wird heuer 60 Jahre alt. Zwei langjährige treue Helferinnen des Dorffestes verpassen dagegen die runde Zahl: Nach 24 Jahren Dienst am Waffelstand werden Silvia Glatzel und Gudrun Zartmann mit Blumen verabschiedet. Für 25 Jahre hätte es das „Goldene Waffeleisen“ gegeben.

Oberbürgermeister Volker Blust hat ebenfalls einen Jahrestag zu vermelden: Vor 35 Jahren wurde das bis dahin selbständige Dahenfeld nach Neckarsulm eingemeindet. Eine Entscheidung, die damals von beiden Seiten so gewünscht war und die sich auch bestens bewährt hat. Dahenfeld profitiert von der Finanzkraft der prosperierenden Industriestadt, trotzdem hat der kleine Stadtteil seinen Charme und den dörflichen Charakter bewahren können.

Er wolle nicht zum Schaumschläger werden, beendet Volker Blust seine Ansprache und greift zu Schürze und Hammer. Der Fassanstich steht bevor. Nach zwei kräftigen Schlägen ist das Werk vollbracht und der Gerstensaft könnte fließen. Aus dem 30-Liter-Faß kommt allerdings zunächst nur …. Schaum! Zum Anstoßen reicht es aber und das 25. Dorffest kann beginnen.

Abends beim Spiel gegen Portugal ist die Kelter gerammelt voll. Schwarz-rot-goldene Fahnen werden geschwungen, dass man die Großbildleinwand kaum noch sieht. Die Stimmung ist prächtig und die Spieler in Stuttgart tragen das ihre dazu bei, dass dies auch so bleibt. Natürlich haben die Außenstände während dieser Zeit das Nachsehen – und zwar in doppelter Hinsicht: wo wenig Kundschaft ist, kann man wenigstens einen Blick auf den Fernseher werfen. So man einen hat.

Aber nach dem Spielende verlagert sich die Szene natürlich auch wieder ins Freie. Deutschlands Kicker sind endgültig „Weltmeister der Herzen“ geworden und unter dem Kirchturm von St. Remigius beginnt eine lange und heiße Nacht.

Bericht vom 09.07.2006 für die Neckarsulmer Woche

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Dahenfeld feiert 25. Dorffest "Rund um die Alte Kelter"
Drei Tage Ausnahmezustand im Neckarsulmer Stadtteil

von Johann Habla

Vom 8. bis 10. Juli steigt das Jubiläums-Dorffest in Dahenfeld. Zum fünfundzwanzigsten Mal geht es rund am Kirchenbuckel und um die Alte Kelter. Die Dahenfelder Vereine haben ein buntes Spektakel vorbereitet und freuen sich auf viele Gäste aus nah und fern.

1982 wurde die dreitägige Gemeinschaftsveranstaltung von Musikverein und Sportclub aus der Taufe gehoben. Das gemeinsame Kind hat sich prächtig entwickelt und ist heute der Stolz des ganzen Orts. Längst haben sich Katholische Jugend und Feuerwehr, Kirchenchor und Frauenbund in den Kreis der Organisatoren eingereiht. Das Dorffest ist der jährliche Höhepunkt unter den vielen Aktivitäten im kleinsten Neckarsulmer Stadtteil. Auch die auswärtigen Gäste genießen das besondere Flair unter dem Turm der barocken Dorfkirche.

Um die Attraktivität des Festes zu bewahren und wo möglich noch zu steigern, werden immer wieder behutsam Neuerungen in das bewährte Konzept aufgenommen. Erstmals präsentiert in diesem Jahr der Tennisclub seinen Stand mit italienischen Delikatessen. Für den Samstag in der Kelter wurde das Gitarren-Duo "Marcus und Frank" verpflichtet. Zünftige Blasmusik bieten wie gewohnt der Musik- und Gesangverein Dahenfeld und befreundete Kapellen. Am Sonntag lockt vormittags ein Jazz-Frühstück mit der "Groovy Loft Jazz Gang" und auf den Abend haben die Veranstalter als krönenden Höhepunkt das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft gelegt. So wird das Dorffest wieder eine gelungene Kombination aus Spaß und Unterhaltung, Kultur und Kulinarischem bieten.


Info:

Das 25. Dahenfelder Dorffest beginnt am Samstag, 8. Juli, um 16.30 Uhr und wird mit dem Fassanstich von Oberbürgermeister Volker Blust um 18.00 Uhr offiziell eröffnet. Am frühen Abend unterhält die Musikkapelle des MGV in der Kelter und ab ca. 22.00 Uhr musizieren dort "Marcus & Frank". Sonntags startet das festliche Treiben um 10.00 Uhr, das Jazz-Frühstück um 11.00 Uhr. Für kleine Kinder ist eine Spielstraße eingerichtet, die großen zieht es zur Schießbude. Außerdem gibt es Kasperletheater und das Spritzenspiel der Jugendfeuerwehr. In der Kelter spielen nachmittags die Musikvereine aus Bachenau und Stein. Am Montag beginnt um 14.30 Uhr der Kinder- und Seniorennachmittag in der Kelter. Anschließend gastiert der Musikverein aus Oedheim. Für das spätabendliche Woodstock-Feeling sorgt "Mike" Janipka mit seiner akustischen Gitarre und Klassikern des Folk & Rock.

Besuchern von auswärts wird empfohlen, das Auto daheim zu lassen und den Busverkehr (Stadtbus, WEG) zu nutzen. Fahrpläne für die Rückfahrt hängen an den Ständen aus.

Vorbericht für die Lokalpresse vom 06.07.2006

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Der Distelverein Dahenfeld (DvD) zieht das 6. „Feuerseeschwimmä“ durch / Etwas eigenwillige Integration zum „quasi“ Dofelder

von Gabor Spiry

An einem Nachmittag im Juli, die Luft liegt schwülwarm über den Feldern und Wiesen, erfrischend nur der Blick auf den Wald am malerischen Hüttberg. Dahenfelds Straßen wie leergefegt. Keine Menschenseele. Nicht einmal eine Katze quert die Straße. Es scheint, als hielten alle Einwohner im kleinsten Stadtteil Neckarsulms Siesta. Alle? Nicht wirklich. Denn rund um den sogenannten Feuersee, haben sich echte Dofelder und solche, die es noch werden wollen auf - sagen wir mal - Einladung des DvD versammelt.

Zweiter Vorstand, jedoch „Erstgeschwommener“, Matthias Herkle begrüßt im sechsten Jahr der nach eigenen Angaben legendären Veranstaltung sechs „Geschwommene“, Ortsvorsteher Johann Habla, den Sponsor Distelhäuser und den Reporter von der Neckarsulmer Woche. Und natürlich 30 bis 40 Zuschauer.
Etwas Unruhe hatte sich vorher breit gemacht. Aber nur weil das Fässle noch nicht angezapft war. Bereits stand schon die Handpumpe der Freiwilligen Feuerwehr, die Abteilungskommandant Frank Seitz später zum „Duschen“ der – sagen wir ruhig – Delinquenten benutzen wird. Denn diese Hand voll braver „Dofelder“ wird durch den Überlaufbecken vor dem Industriegebiet schwimmen müssen.

Der 50 Meter lange Abschnitt sieht aus wie eine Panzerwaschanlage der Bundeswehr. Aber keine Bange, es schwimmen sogar kleine Fische darin, berichtet eine Schwimmerin später. Erkrankungen durch das Zeremoniell sind nicht überliefert. Auch sei sie seither nicht mehr krank geworden, erzählt die „Geschwommene“ Gattin vom „OV“, der dankenswerter Weise fleißig Bilder schießt, nachdem die Kamera des Reporters keinen Saft mehr hatte.

Erfunden wurde der „riesen Jux“ von „reingeschmeckten“ Dahenfeldern in einer Bierlaune, um den Vorwurf zu begegnen, keine echten Dofelder zu sein. Die späte Taufe zum Dofelder wird also seit dem Jahr 2001 "zelebriert". Allerdings immer nur vom  DvD. Warum, weiß man nicht. - Dann der große Moment, vor dem sich sicher das halbe Dorf fürchtet. Aber was sein muss, muss sein denkt sich vielleicht die andere Hälfte des Bevölkerung. „Man muss flach schwimmen, die Mädels auf dem Rücken“, heißt Herkles sicher gut gemeinter Tipp vor dem Start.

„Ladies first“ und tatsächlich steigt eine junge Frau in den Feuersee. Tapfer schwimmt sie die Strecke, angefeuert von den Zuschauern. „Auf du schaffst es oder Achtung Blutegel“. Der aufgewühlte Schlamm "duftet" - sagen wir mal – etwas ursprünglich. „Der ist aber gesund“, meint einer der Schaulustigen. 5 weitere Integrationswillige ziehen auch ihre Bahnen und holen sich so die Schlammpackung mit anschließender Kneippkur. Wellness in Dahenfeld eben.

Wer das mitgemacht hat, kann irgendwie Stolz darauf sein, bei einer netten, wenn auch etwas gewöhnungsbedürftigen Tradition dabei gewesen zu sein. „Herzlichen Glückwunsch, Johanna – Dofelderin“, ein wirklich feuchter Händedruck vom „Erstgeschwommenen“. Als Belohnung überreicht er zudem eine Urkunde sowie einen Besuchsgutschein vom Bier-Sponsor in Grün. Nach dem die Aufnahme in die dörfliche Gemeinschaft somit recht einfach geglückt ist, singt man gemeinsam die noch einfacher zu merkende Dorfhymne angestimmt vom 1. Vorsitzenden des DvD Sascha Körner. „Wir sin Dofelder, Da, Da, Dadada Dofelder..“.

Die „Geschwommenen“ vom 1. Juli 2006: Manuela Lieske, Clara und Georg Weinreich, Gerd Görlach sowie Johanna und Lorenz Effenberger

Bericht in der Neckarsulmer Woche vom 05.07.2006

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Dahenfelder Feuersee-Schwimmen - ein Jux auf dem Weg zum Kult

von Remigius Reims

Nein, wegen dem Feuerseeschwimmen sind Oberbürgermeister Volker Blust und seine Frau Carmen nicht nach Dahenfeld gekommen, an diesem heißen 1. Juli. Sie waren Ehrengäste beim Familientag der Firma ALCAN, gleich nebenan im Industriegebiet.

Aber vor der Heimfahrt werfen die beiden, begleitet von Ortsvorsteher Johann Habla, doch ein paar ungläubige Blicke in die dunklen Fluten des ziemlich hässlichen Löschwasserbeckens. Hier wagen die Dahenfelder sich hinein? Gehen oder schwimmen die da durch? Sie tauchen????

Der skeptische Blick des Neckarsulmer Stadtoberhaupts verrät: Er ist nicht mehr so ganz davon überzeugt, dass die Eingemeindung Dahenfelds im Jahr 1971 eine richtige Entscheidung war. Da sind ja sogar Fische in dem Becken!?!?

Nicht nur Fische, versichert der Ortsvorsteher. Das scheint den OB nicht wirklich zu beruhigen. Ein voll funktionsfähiges Fahrrad habe man vor dem letztjährigen Schwimmen aus dem Feuersee geborgen, berichtet Habla. Carmen Blust hatte offenbar Schlimmeres befürchtet.

Erleichtert reagiert der Oberbürgermeister auf die Information, dass bis heute alle erfolgreichen Feuersee-Schwimmer das Abenteuer ohne erkennbare gesundheitliche Schäden überstanden haben. Die Langzeitfolgen müssten allerdings noch beobachtet werden, so Habla, dessen Frau und Kinder am 28. Juni 2003 im Feuersee zu "echten" Dahenfeldern wurden.

Auch die Befürchtung, den Dahenfeldern könnten allmählich die Nachwuchs-Schwimmer ausgehen, erweist sich am Nachmittag als unbegründet. Sascha Körner und Matthias Herkle vom "Distelverein Dahenfeld" können sechs mutige Kandidaten sowie eine große Schar erwartungsfroher Zuschauer begrüßen. Die lokalen Medien sind durch "dahenfeld.de" und die "Neckarsulmer Woche" vertreten. Letztere hat mit Gabor Spiry sogar den Chefredakteur entsandt. Allerdings muss der umgehend kollegiale Hilfe in Anspruch nehmen, weil er vergessen hat, den Akku seines Fotoapparats zu laden. Vielleicht will er auch nur für die Nahaufnahmen nicht mit den Füßen ins Wasser.

Unter dem Jubel der Zuschauer traut sich zuerst die jüngste Kandidatin, Clara Weinreich, ins Reich der Kröten und Blutegel. Der Schlamm im Becken erschwert das Gehen, der geringe Wasserstand das Schwimmen. Doch mit kräftigen Zügen gelingt es Clara, eventuelle Krokodile zu verscheuchen und das rettende Ufer zu erreichen. Johanna Effenberger und Manuela Lieske können ihre Aufgabe nun schon zuversichtlicher angehen. Und mit Georg Weinreich, Lorenz Effenberger und Gerd Görlach erreichen auch die Feuerseeschwimmer Nr. 23-25 das Ziel, wo sie von Frank Seitz, dem Vizekommandanten der Dahenfelder Feuerwehr, fachmännisch dekontaminiert werden.

Nach einem kraftvoll intonierten, vom Duo S&M instrumental begleiteten "Mir sin` Dohfelder (Da_dada_dada)" erhalten die Neubürger ihre offiziellen Ernennungsurkunden. Und dann können Schwimmer, Offizielle und Zuschauer endlich zünftig anstoßen. Denn Juan Zelkó, Teamleiter der Distelhäuser Brauerei, verfügt tatsächlich über genug Humor, um das Dahenfelder Feuerseeschwimmen mit einem Fass Freibier sowie alkoholfreien Getränken zu sponsern. So ist der pure Blödsinn, als der das Feuerseeschwimmen im Jahr 2001 seinen Anfang nahm, auf dem besten Weg, irgendwann zum richtigen Event zu werden.

03.07.2006

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... zumindest Teil-weise!

Jaguar-Teile kommen aus Dahenfeld

Von Rudolf Landauer

Im Neckarsulmer Ortsteil Dahenfeld stellt die Firma Alcan Automotive hochwertige technische Bauteile für die englische Nobelmarke Jaguar her. Bis vor eineinhalb Jahren wurden dort Alu-Bauteile für den Audi A2 gefertigt.


Diese Alu-Bauteile stellt Alcan Automotive in Dahenfeld für den Jaguar XK her.
Beim Familientag präsentierten Werkleiter Erich Röllin und Projekt-Ingenieur
Marc Dürr (von rechts) die Herstellung. (Foto: Rudolf Landauer)

Für den Zweigbetrieb des Singener Hauptwerkes von Alcan galt es nach der Einstellung der Produktion durch Audi, kurzfristig Anschlussaufträge zu bekommen. „Wir sind alle sehr glücklich, dass man unseren Betrieb mit der Herstellung von Bauteilen für den Jaguar XK/X 150 beauftragt hat“, strahlte Werkleiter Erich Röllin.

Hinter dem Schaffhausener und seinen rund 60 Mitarbeitern liegt eine harte Phase der Umrüstung und Anpassung an die neue Herausforderung. Unzählige Überstunden mussten geleistet werden, um dem Kundenanspruch gerecht zu werden, erklärte der Werkschef. Und nachdem die Produktion jetzt richtig rund läuft, entstand die Idee, den Mitarbeitern für ihren Einsatz mit einem Familienfest zu danken.

„Das ist schon toll gewesen, was unsere Mannschaft hier hinlegte“ lobte der verantwortliche Mann in Dahenfeld. Die Angehörigen mussten wegen der vielen Überstunden oft auf ihre Partner verzichten und deswegen waren auch alle eingeladen. Zunächst konnte man das Werk und die verschiedenen Produktionsabläufe bei einer Führung mit Projektingenieur Marc Dürr kennen lernen und danach gab es viele kulinarische Angebote und Spaß für die Kleinen.

In seiner Ansprache stellte Erich Röllin den Alcan Automotive Konzern vor. Nicht wenige waren erstaunt als sie erfuhren, dass Alcan weltweit 70 000 Mitarbeiter hat. Auch den Firmennamen erklärte Röllin, der sich ganz einfach aus dem Werkstoff Aluminium (Al) und Canada (can) erklären lässt. Alcan zählt zu den größten Aluminium verarbeitenden Konzernen der Welt. Die Hauptniederlassung in Deutschland ist in Singen, wo rund 350 Mitarbeiter beschäftigt sind. In Dahenfeld sind es 48 in der Produktion und zwölf Mitarbeiter im Büro. Der Lieferumfang für den Jaguar besteht aus 36 Einzelteilen und 15 Baugruppen und deckt den Bedarf von 288 Fahrzeugen in der Woche, die in Birmingham endmontiert werden.

Die Alu-Teile werden in Dahenfeld geschweißt, gestanzt, gebogen und geklebt. Sie finden Verwendung im Jaguar Coupé und Cabrio der Serie XK/X150, die mit V8 Motoren zwischen 300 und 450 PS ausgestattet werden. Zwischen 75 000 und 90 000 Euro muss man für das edle Stück ausgeben.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 05.07.2006

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Ex-Weltmeister Frankreich tut sich sehr schwer gegen Togo

Kossi Agassa war der überragende Spieler und Rückhalt eines insgesamt überzeugenden togolesischen Teams. Obwohl keine Aussicht mehr bestand, das Achtelfinale zu erreichen, kämpften die Sperber engagiert und machten den Franzosen das Leben schwer. Das 0 : 0 zur Halbzeit hatten wohl die wenigsten Experten erwartet. Nach Spielende wurden die Sperber trotz der Niederlage vom Kölner Publikum im WM-Stadion gefeiert und in toller Stimmung von der WM verabschiedet.


Das Original-Trikot von Emmanuel Adebayor (Fälschung: J. Habla)

Mit dem knappen 0 : 2 konnte Togo auch in seinem dritten WM-Spiel  unter Beweis stellen, dass es im Kreis der großen Fußballnationen durchaus mithalten kann. Auf Wiedersehen bei der WM in 4 Jahren, Ihr Sperber!

25.06.2006

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Sperber halten gegen die Schweiz lange mit

"Togo hat bei dieser WM nichts verloren". Zum Glück war es nur Hans-Hubert Vogts, der mit seiner völlig danebenliegenden Einschätzung versuchte, sich im Chor überflüssiger WM-Beobachter Gehör zu verschaffen.

Gegen die hoch gelobten Eidgenossen war Togo lange die bessere Mannschaft und musste sich erst in der 88. Minute, nach dem das Spiel entscheidenden 2:0, geschlagen geben. Objektive Beobachter bekundeten den Sperbern großen Respekt, eine solche Leistung war nach all den Querelen im Vorfeld kaum zu erwarten.


Auch wenn das Spiel letztlich nicht gewonnen werden konnte:
Stolz wehte die togolesische Fahne im Dahenfelder Riedweg!
(Foto: J. Habla)

Einzuräumen bleibt, dass Togo Sympathien und möglicherweise sogar Punkte leichtfertig verschenkt hat. Daran dürften unfähige Funktionäre mehr Schuld tragen als die Spieler. Trotzdem hat das togolesische Team jetzt die moralische Pflicht, im letzten Gruppenspiel gegen Frankreich Charakter zu beweisen. Die Blauen müssen hoch gewinnen, um doch noch das Achtelfinale zu erreichen. Wenn das kleine Togo zum Stolperstein für die großen Franzosen würde, könnten die Sperber ihre erste WM-Teilnahme als großen Erfolg verbuchen.

20.06.2006

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Fronleichnamsfest des MGV

Einen vergleichsweise ruhigen Abend verbrachten die Musikerinnen und Musiker des MGV am Vorabend des Fronleichnamsfestes. Niemand wollte Blasmusik hören, während auf dem Neckarsulmer Marktplatz und anderswo (siehe Bild) die Fußball-Fans sich beim Spiel Deutschland gegen Polen vor den Großbild-Leinwänden drängten.

Nach dem späten, aber verdienten Siegtreffer machten dann allerdings die Fans selbst die Musik.

15.06.2006

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Sperber verpassen Sensation gegen Korea

Togos Nationalmannschaft hat sich beim ersten WM-Auftritt wacker geschlagen und gegen den Halbfinalisten von 2002 mit einer knappen 1 : 2 - Niederlage ein sehr achtbares Ergebnis erzielt, das nach den Querelen der letzten Tage (um Prämien und Trainer) nicht unbedingt erwartet werden konnte. Wenn sich die Zahl der Togo-Fans während der Live-Übertragung des Spiels auf dem Neckarsulmer Marktplatz auch in überschaubaren Grenzen hielt, so schmückten doch die Flaggen von Togo und Dahenfeld weithin sichtbar das Neckarsulmer Rathaus.


Dahenfeld für Togo - Rathaus NSU am 13.06.2006
(Foto: J. Habla)

Ohne den (berechtigten) Platzverweis für Abalo in der 53. Minute und den unnötigen Ausgleich der Koreaner mit dem anschließenden Freistoß wäre ein Sieg der Sperber durchaus möglich gewesen. Jetzt muss halt am 19. Juni die Schweiz dran glauben !!!


Dahenfeld für Togo --> warum?


14.06.2006

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WURMICS - Die Würmer brauchen Hilfe

Das Comic-Album "WURMICS - Born to be Worm" von Matthias Herkle (www.wurmics.de) wurde für den Deutschen Phantastik-Preis 2006 in der Sparte Comic nominiert. Es ist dies ein Publikumspreis, das heißt jede/r kann  mitentscheiden, wer das Rennen macht. Die Abstimmung läuft noch bis 30. August 2006.

Infos gibt es unter: http://www.deutscher-phantastik-preis.de/

Das Online-Stimmformular ist zu finden unter:
http://www.phantastik-news.de/votes/sendForm.php

Achtung: Nur ein Mal pro Person und PC/Internetanschluss abstimmen. Die IPs werden erfasst und bei Missbrauch wird disqualifiziert.

11.06.2006

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DSL in Dahenfeld

Es gibt positive Neuigkeiten in Sachen "schnelles Internet" zu vermelden. Mitarbeiter der Telekom in Saarbrücken befassen sich mit Projekten zur Verbesserung der Reichweite von DSL-Verbindungen. Die Ortsverwaltung hat sich deshalb dorthin gewandt und um eine Überprüfung unserer Situation gebeten.

Erfreulicherweise hat die T-Com nun mitgeteilt, dass im 3. Quartal 2006 durch eine Netzanpassung (Dämpfungserhöhung) die DSL-Versorgung in Dahenfeld von derzeit ca. 60% der Telefonanschlüsse auf 94% erhöht werden kann. Das bedeutet, dass bis auf wenige Anschlüsse alle Haushalte im Dorf wenigstens "DSL light" (384 kbit/sec) erhalten können. Die T-Com wird nach erfolgter Umstellung die betroffenen Anschlussinhaber anschreiben und über die Möglichkeit der Vertragsumstellung informieren.

Unabhängig hiervon wird die T-Com prüfen, ob eine komplette Neuversorgung des Dorfes über eine Glasfaserleitung mit "vorgezogenem Netzknoten" angeboten werden kann. Eine solche würde nicht nur eine 100%ige Versorgung ermöglichen, sondern es könnte dann auch High-Speed-DSL genutzt werden.

11.06.2006

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Neckarsulmer Marktplatz-Stadion

Laut Heilbronner Stimme verfolgten mehr als 2.000 Fans am 9. Juni das Eröffnungsspiel der Fußball-WM auf der Großbild-Leinwand beim "Public Viewing" auf dem Neckarsulmer Marktplatz. Gefühlte 1.000 davon waren aus Dahenfeld gekommen und sorgten für eine prächtige Stimmung.


Foto: Rabea Sattar (Heilbronner Stimme)

10.06.2006

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Mit tollen Maßen zur Spargelkönigin gekürt

Von Petra Halamoda
 
Eigentlich wollte Loretta Vass mit ihrem Freund nur eine Pizza holen - und war beim Warten auf eine Anzeige gestoßen. Ein paar Wochen später knallen die Sektkorken. Bei der Wahl zur ersten Unterländer Spargelkönigin auf dem Hof Murawski bei Neuenstadt setzt sich die hübsche Heilbronnerin am Freitag gegen drei Mitbewerberinnen durch.

„Ich bin nicht nervös, ich freu‘ mich“, sagt die 18-Jährige vor der Wahl und lacht, dass sich Grübchen bilden. „Nur der Auftritt im Badeanzug ist etwas komisch“, findet die Schülerin, die das Technische Gymnasium in Heilbronn besucht. „Ich bin ja auch nicht so perfekt.“

Landwirt Manfred Murawski, der sich vorstellen kann, jedes Jahr eine Wahl zu organisieren, hofft auf eine Repräsentantin, die auf Messen seine Erzeugnisse vertritt. Dafür winken ein Werbevertrag, ein Foto-Shooting, ein SLK für ein Wochenende und mit der Setkarte eine Art Model-Visitenkarte. 20, 30 Bewerberinnen hat Dieter Genter von der eigens beauftragten Stuttgarter Werbeagentur ausgesiebt. Fünf Kandidatinnen sind in die engere Auswahl gekommen, doch nur vier wollen sich den rund 300 Gästen im Festzelt präsentieren.

„Es ist der Traum jedes Mädchens, einmal eine Krone auf dem Kopf zu haben, sagt die 18-jährige Jasmin Mulfinger aus Obersulm. Die Fragen zum Spargel sorgen nicht für feuchte Hände. Welche Farbe das Gemüse aus dem Unterland hat? Eine fast zu leichte Übung. Die angehende Friseurin im kleinen Schwarzen mit den blonden Haaren kennt die Antwort: weiß, natürlich.

Loretta Vass erzählt von ihrer Begeisterung für Medientechnik und Gestaltung, dass sie gern singt und ein Sportfreak ist - eine Leidenschaft, die sie mit der 21-jährigen Melanie Lucienne aus Oberstenfeld-Gronau teilt. Schließlich trainiert die angehende Modedesignerin mit den langen schwarzen Haaren eine Tanzgarde. Anne Treutmann aus Wüstenrot ist mit 16 Jahren das Küken. Selbstbewusst tritt die Neuntklässlerin mit Hochsteckfrisur und braunem Kostüm vor das Publikum und berichtet von Reiselust und Gitarrenspiel.

Misswahl oder Wahl zur Spargelkönigin? Die Grenzen sind in Neuenstadt fließend. Voraussetzung für die Bewerberinnen war unter anderem, nie Nacktfotos veröffentlicht zu haben. „Wir machen keine Nabelschau“, sagt Genter. Beim Durchgang in Bademode darf der Nabel allerdings gern gezeigt werden. Begründung: „Wir wollen uns modern geben.“ Außerdem könnten die Mädchen ja entscheiden, wie viel Haut sie zeigen: im Anzug - oder im Bikini. Der Württembergischen Weinkönigin Elisabeth Berthold ist das Prozedere fremd. „Wir mussten uns nicht in verschiedenen Kleidungsstücken zeigen.“ Nach dem Durchgang stimmen die Zuschauer für ihre Favoritin - und auch die sechsköpfige Jury fällt ihr Urteil. Mit dabei: Neuenstadts Bürgermeister Norbert Heuser. „Ich find’s gut, dass die Landwirte Murawski und Kühner mit dem Spargelanbau neue Wege beschreiten - das muss man unterstützen.“ Bald steht das Ergebnis fest. Nach Loretta Vass kommt Jasmin Mulfinger auf den zweiten Platz, gefolgt von Melanie Lucienne und Anne Treutmann. Stolz trägt die Siegerin die Krone. Dass der Freund es nicht geschafft hat, mitzukommen, ist nur ein kleiner Wermutstropfen. „Beim SLK-Fahren ist er schon dabei“, sagt die Schülerin. Und Komplimente gibt’s beim Sekt genug. „Du hast so schöne Augen“, flüstert mancher benommen.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 06.06.2006

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Spargelanbau macht enorm viel Arbeit

Von Waltraud Langer
 
Zwischen Neuenstadt und Neckarsulm-Dahenfeld hatte am Wochenende der Unterländer Spargel einen großen Auftritt, denn von Freitag bis Montag drehte sich auf dem Hof der Familie Murawski alles um das königliche Gemüse. Neben der Musik am Abend und den kulinarischen Verlockungen wurden den Besuchern auch Betriebsbesichtigungen im Rahmen der Aktion „Gläserne Produktion“ geboten.


Da wurde manche Hausfrau neidisch. Bei der „Gläsernen Produktion“
sahen die Besucher, wie Spargel maschinell geschält wird.
Fotos: Waltraud Langer

Der Unterländer Spargel ist ein Newcomer. Auf zehn Hektar wird er im Betrieb von Ansgar Kühner und Manfred Murawski seit 2003 angebaut. Drei Jahre dauert es üblicherweise, bis die Sprossen vom Wurzelstock der mehrjährigen Staude als Spargel geerntet werden können. Im vergangen Jahr schon gab es erste Erträge, aber die Saison 2006 ist das erste Vollerntejahr. „Wir ernten zwischen 300 und 1500 Kilo pro Tag“, erklärt Ansgar Kühner den interessierten Besuchern.

Zurzeit sind es eher 300 Kilo. 35 Erntehelfer sind von morgens bis abends im Einsatz. Die Arbeit auf dem Feld demonstriert Ansgar Kühner anhand eines Modellspargeldamms, der vor der Produktionshalle aufgebaut ist. Hier ist der Spargel gewissermaßen ins Kraut geschossen, weil ihn keiner geschnitten hat. „Wenn sich unter der Folie am Spargeldamm kleine Ausbuchtungen bilden, entfernt der Erntehelfer die Folie. Dann legt er mit den Händen den Spargel an der Oberfläche frei, fährt mit dem Stechmesser vorsichtig entlang und sticht ihn schräg ab“, erklärt der Landwirt. Bei günstiger Witterung wächst der Spargel fast einen Zentimeter pro Stunde. Wenn der Spargel vom Feld kommt, wird er zunächst vorgewaschen und dann im Schockbecken abgekühlt. „Das ist wichtig, damit er die Farbe behält“, erklärt Manfred Murawski. Vom Schockbecken geht`s in die Sortiermaschine.

Vorher wird er aber noch mit feinen Bürsten bearbeitet und dann bei 22 Zentimetern gerade abgeschnitten. „Das muss nach Handelsklasseverordnung sein“, sagen die Spargelbauern. Der Betrieb Murawski und Kühner vertreibt auch geschälten Spargel. Vor allem an die Gastronomie, aber auch an die Endverbraucher.

Die Spargelschälmaschine fasziniert vor allem die Kinder unter den Besuchern. Per Hand muss noch da und dort nachgeschält werden, dann verschwindet der Spargel im Kühlhaus. „Wir sind bestrebt, den Spargel, den wir heute ernten, spätestens morgen an die Verbraucher zu bringen“, sagt Ansgar Kühner. An den Verbraucher bringen will er auch die Botschaft, dass Unterländer Spargel etwas Besonderes ist. „Der Unterländer Spargel aus den hiesigen schweren Böden ist eine Nuance geschmacksintensiver als der Spargel aus sandigen Böden“, ist Kühner überzeugt.

Das sei auch bei der Kartoffel so. Während in der Produktionshalle die Erntehelfer die Maschinen sauber machen, sitzen in der Kartoffelhalle die Gäste an schön gedeckten Tischen und studieren die Speisekarte: Spargel-Silvaner-Ragout im Tagliatelle-Nest oder Kalbsröllchen, mit Unterländer Spargel gefüllt, da fällt die Wahl schwer.

In einer weiteren Halle fungieren die Dahenfelder Musiker als Vorgruppe für Andys Musikparadies. Ein TV-Team installiert Aufnahmegeräte.

Ganz schön viel Bahnhof um ein Gemüse. Eine Werbeagentur aus Stuttgart hat das Spargel-Festival professionell inszeniert. Der Chef ist allgegenwärtig. „Wir wollen den Unterländer Spargel erlebbar machen“, sagt er.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 06.06.2006

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Polizei findet Täter und Beute
Werkzeuge und Geräte gestohlen


Mindestens sieben Gartenhauseinbrüche sowie mehrere andere Diebstahlsdelikte in Dahenfeld konnte die Polizei Neckarsulm jetzt drei Tatverdächtigen zuordnen.

Die zwei 17-jährigen aus Neckarsulm-Dahenfeld und ein 19-jähriger aus dem nördlichen Landkreis brachen nach Erkenntnissen der Ermittler in den vergangenen Wochen in den Gewannen Kirschenbach und Bannholz in mehrere Gartenhäuser ein. Darüber hinaus drangen sie in Kellerräume und in ein Auto ein, wo sie Werkzeuge und elektrische Geräte entwendeten. Die Höhe des entstandenen Schadens muss noch ermittelt werden.

Ein Teil der Beute konnte inzwischen bei einer Durchsuchung sichergestellt werden.

Bericht in der  Heilbronner Stimme vom 02.06.2006

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Holz in der Hütte

Der lange kalte Winter 2005/06 und die explodierenden Energiepreise haben die Nachfrage nach Brennholz stark "angeheizt". Dementsprechend fleißig wird rund um das Dorf Holz gemacht und gelagert, wie ein Blick in die Kirschenbucht beweist:

Besonders originell und fast schon patentverdächtig ist aber Dahenfelds erster begehbarer (und vielleicht sogar bewohnbarer?) Holzstapel:

War es früher das Ziel, möglichst viel Holz vor der Hütte zu haben, so kann man künftig im Bedarfsfall sogar die Behausung selbst verheizen. Bis das geschafft ist, müsste es dann auch wieder Frühling geworden sein, und man baut sich einfach eine neue Hütte!

05.06.2006

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echo - die größte Wochenzeitung der Region (Ausgabe 04.06.2006):

Wo ist das?

Haben Sie erkannt, welche Stadt oder Gemeinde im echo-Land auf diesem Foto zu sehen ist? Unter den Anrufen der Gewinn-Hotline 0137/8372023-0 (49 Cent aus dem Festnetz der Deutschen Telekom) mit dem Stichwort "Stadt" und der richtigen Lösung, die bis Mittwoch, 7. Juni, das echo erreichen, wird das Buch "Kreativ kochen - Brot und Kleingebäck" verlost.

04.06.2006

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Nahtlos - das Nähatelier hat eröffnet

"Nahtlos", das Nähatelier der Eheleute Olga und Arthur Kuhn, hat am 3. April in den früheren Räumen der Kreissparkassen-Filiale in der Kreuzstraße 10 in Dahenfeld eröffnet.

Über Angebotspalette, Öffnungszeiten und Kontaktmöglichkeiten informiert die Webseite www.nahtlos.eu.

www.dahenfeld.de freut sich über ein neues Geschäft in der Ortsmitte sowie eine weitere Dahenfelder Webseite und wünscht dem jungen Unternehmen viel Erfolg!

13.05.2006

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„Music in Motion“: das Konzertereignis, produziert vom MGV Dahenfeld
Musikshow aus der Filmfabrik Hollywood


von Gabor Spiry

Ein kleines, aber umso liebenswerteres Dorf, das durch seine Eingemeindung am 1. Mai 1971 Neckarsulm zur Verwaltungseinheit „Große Kreisstadt“ verholfen hatte, war am Samstagabend zum Konzertereignis unter dem Titel „Music in Motion“ in der guten Stube „Hüttberghalle“ zusammengekommen.


"The Beautiful Voices of Dahenfeld" (Foto: Gabor Spiry)
v.l.n.r: Julia Baum, Sandra Kühner, Sabine Zimmermann,
Harald Schiemer, Martin Schmitzer

Nein, nicht das ganze Dorf. Aber mit 400 Gästen waren immerhin sehr viele dabei, um das lange Wochenende zum 1. Mai musikalisch und fröhlich einzuläuten. Die Vorstellung des Klangkörpers per Dia-Projektion gab dazu den Auftakt. In „Dofeld“ gibt´s dabei selbstverständlich lustig-erheiternde Innenansichten, wie man bei manchem Schnapschuss hören konnte.
Der technische und visuelle Aufwand machten die Veranstaltung zum echten Show-Event. Auch dank des Conferenciers, Radio-Ton Moderator Klaus Höflinger, den es freute, Oberbürgermeister Volker Blust, Ortsvorsteher Johann Habla und seinen Vorgänger Hugo Keicher (alle drei natürlich mit Gattin) willkommen heißen zu dürfen.
Nach dem Einmarsch von vielleicht 60 Musikern gab es einen Vorgeschmack dessen, was die Zuhörer in den nächsten zwei Stunden auf die Ohren bekommen würden. Moderator Höflinger steigerte die Erwartungen zusätzlich und befand: „Ein Abend, von dem man noch lange sprechen wird“.
Fangen wir also an. 12 gigantische Erfolge aus der Filmmusik und ein Bohlen-Hit standen im Notenheft von Dirigent Gerd Nagel. Auf Platz Nr.1: „Also sprach Zarathustra“. Das Original aus der Feder von Richard Strauss wurde vom “Big Orchestra“ so spektakulär, rhythmisch-wirkungsvoll und mit einem schön langsam anschwellenden Klangvolumen der Bläser unterlegt gespielt, wie man es sich kaum vorstellen kann.
Unmöglich, jedes Stück en detail zu beschreiben, aber ein paar absolut imposante Genussmomente der Filmmusik müssen einfach sein. So etwa „Ben Hur“, komponiert 1959 vom Budapester Miklos Rozsa. „Once upon a time“ bzw. „Spiel mir das Lied vom Tod“ von Enrico Morricone (beim Chor bekam man Gänsehaut) oder das von Dolly Parton komponierte „I will always love you“ (Das Solo von Sabine Zimmermann erntete eine riesen Applaus und sogar Pfiffe als Beifallsbekundung.).
Zurück in das Jahr 1958. Conferencier Höflinger fragte nach dem Titel des ersten James-Bond-Films. „Dr. No“ wäre die richtige Antwort gewesen und zu Bonds wohl berühmtesten Filmmusik wurde eine Art Collage der schönsten Bond-Gespielinnen auf die Leinwand projiziert.
Ursula Andress´ Bikini-58-er-Modell muss damals nicht nur die Gemüter in Dahenfeld erregt haben. Im Medley durfte natürlich „Gold Finger“ nicht fehlen. Optimal geeignet, um von den Bläsern „Mezzoforte“ ausgespielt zu werden.
Pause hatte das Orchester beim A-capella-Stück „Only You“. Der Solosänger beherrschte das Falsett im Stile der “Bee Gees“. Nur einmal ging ein Ton daneben. Oder lag´s am Mikro? An dieser Stelle ein Kompliment für die akustische Aussteuerung. Auf alle Fälle riesen Jubel, rhythmischer Applaus und die Halle zeigte zum ersten Mal richtig Emotionen.
Dann – wir schreiben das Jahr 1962 – „A Teenage Opera“ von Mark Wirtz. Stand damals in den Charts, heute stand die „Rasselbänd“ auf der treppenartig aufgebauten Bühne. Die Kleinen trafen jeden Ton und Einsatz, sangen sehr selbstbewusst und kamen so ganz groß raus.

„Auch das ist Musik!“ O-Ton Höflinger, als nach der Pause eine Harley Davidson in die Halle tuckerte. Bevor - was sonst - „Born to be wild“ gespielt wurde, meinte “Sozius“ Gerd Nagel mit Rockerhelm, Lederjacke und cooler Sonnebrille: „Ein ganz neues Fahrgefühl.“ Das Hör-gefühl war aber auch erste Sahne beim Bombast-Rock-Hit „Music was my first love“, der gesanglich megastark performt wurde.
Statt aller sei aber für Anne Baum ein besonderes Kompliment ausgesprochen. Nicht, weil sie vom Reporter der Neckarsulmer Woche beim improvisierten Tänzchen fast mit dem Mikrokabel gefesselt wurde. Sondern weil sie „Milord“ von Edith Piaf ausdrucksstark wie der „Spatz von Paris“ vorgetragen hatte.
Nun gab es nach jedem Titel stehende Ovationen. Die “Hütte“ bebte. Die „Rasselbänd“ begeisterte mit „We have a dream“ aus “DSDS“ (warum nicht: Dofeld sucht de Subberschdar?). Und mancher in der ersten Reihe links hatte mitgeschunkelt, mitgesungen.
Ein Gläschen Sekt und „Gute Nacht Freunde, es wird Zeit für mich zu gehen…“ gab´s zum Abschied vom “Duo Nagel & Baum“. - In zwei Jahren zur Begrüßung ein Gläschen Sekt und das Publikum geht sogar von Anfang an richtig mit.

Bericht in der Neckarsulmer Woche vom 04.05.2006
Mehr Bilder gibt es unter "Fotos & Videos". Herzlichen Dank dafür an Gabor Spiry von der Neckarsulmer Woche!

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Von Edith Piaf bis Whitney Houston

Von Anne Väisänen

Nicht ohne Grund waren sämtliche Konzertkarten innerhalb von drei Tagen ausverkauft. Die Blaskapelle und die Chöre des MGV Dahenfeld überraschten die rund 400 Zuhörer mit einer höchst anspruchsvollen Musikshow. Der Dirigent hatte sein Amateurorchester zu einer tollen Leistung motiviert.


Beim Konzert „Music in Motion“ jagte ein Hit den anderen. Das anspruchsvolle
Musikprogramm meisterten die Blaskapelle, Chöre und Gesangssolisten mit Bravour.
(Foto: Anne Väisänen)

Der Meister selbst gab sich bescheiden. „Das Stilistische ist das A und O“, erläuterte Vollblut-Dirigent Gerd Nagel das Geheimnis seines Erfolges. Swing muss für ihn wie Swing klingen, und deswegen orientiert er sich konsequent an den Originalkompositionen.

Bei der Arbeit mit den Amateurmusikern ist Behutsamkeit gefragt. „Ich möchte sie gut behandeln und nicht allzu viel Druck auf sie ausüben“, sagte der Motivier- und Notenkünstler. Das Resultat überzeugte. Humorvoll führte Radio Ton-Moderator Klaus Höflinger durch das Konzertprogramm.

Gelungen war bereits der musikalische Auftakt, der einen dichten Klangteppich bereitete. Mit rhythmischer Präzision und Intonierreinheit trugen die Musiker die konzertante Komposition „Zarathustra“ von Richard Strauss vor.

Satte Klangfülle hatte auch das darauf folgende Stück aus dem Hollywood-Klassiker „Ben Hur“. Doch nicht nur die Instrumentalisten wussten das Publikum zu begeistern, auch die Chöre und Solosänger überzeugten mit stimmlicher Strahlkraft.

Sehr lebendig gestaltete sich der Vortrag von Annegret Baum, die mit viel schauspielerischem Talent den weltberühmten Edith Piaf-Song „Milord“ zu Gehör brachte. Ihre Tochter Julia Baum bewegte die Herzen der Zuhörer mit einem melancholischen Enya-Song, den sie mit wunderbarer Leichtigkeit zu singen wusste.

Für intensive Gefühlsmomente sorgte auch Solosängerin Sabine Zimmermann, die sich an eine schwierige Komposition wagte: „I will always love you“ von Whitney Houston. Sie eiferte nicht etwa der Soulkönigin nach, sondern interpretierte den Song auf ihre eigene Weise, was ihrem Gesang Glaubwürdigkeit verlieh.

Bei allen Vorträgen beeindruckte vor allem eines: Das saubere Zusammenspiel zwischen Orchester und Gesangskünstlern. Trotz der anspruchsvollen Konzertvorträge blieb der Humor nicht auf der Strecke. Der röhrte in Form einer Harley-Davidson in den Saal und bescherte spontane Lacher im Publikum. Denn als Fahrer entpuppte sich Dirigent Gerd Nagel, der in Lederkluft und Helm steckte, um das fetzige Rock-Medley „Born to Rock“ zu dirigieren.

Dynamisch war auch der Vortrag des Kinderchores „Rasselbänd“, der ein Lied aus einem Kinder-Musical sang. Das Publikum dankte mit Applaus im Stehen und gab sich erst nach drei Zugaben zufrieden.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 04.05.2006

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Dahenfeld in der "Wikipedia"

Die Wikipedia ist eine Enzyklopädie, die nicht von einer festen, bezahlten Redaktion, sondern von freiwilligen Autoren verfasst wird. Der Name Wikipedia setzt sich zusammen aus Wiki, dem hawaiianischen Wort für "schnell", und Enzyklopädie. Ein Wiki ist eine Website, deren Seiten jeder leicht und ohne technische Vorkenntnisse direkt im Browser ändern kann.

Die im März 2001 gegründete deutschsprachige Wikipedia ist mit 392.418 Artikeln die zweitgrößte nach der englischen, die bereits über 1.000.000 Artikel enthält. Anders als herkömmliche Enzyklopädien ist die Wikipedia frei. Es gibt sie nicht nur kostenlos im Internet, sondern jeder darf sie mit Angabe der Quelle und der Autoren frei kopieren und verwenden.

Und selbstverständlich kann man sich in der Wikipedia auch ausführlich über unser schönes Dorf informieren. Joachim Köhler aus Amorbach hat sich viel Mühe gemacht und auch eine Reihe eindrucksvoller Bilder eingestellt.

 Ausprobieren

01.05.2006

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 Beginn der Rathausrenovierung am 1. Mai

Oberbürgemeister Volker Blust konnte sich anlässlich des Konzerts "Music in Motion" am 29. April selbst ein Bild davon machen, dass die Dahenfelder Infrastruktur dringend ausgebaut werden muss. Nicht nur die Hüttberghalle ist längst zu klein, um dem Ansturm von Musikliebhabern bei MGV-Konzerten gewachsen zu sein. Auch das Rathaus stößt an Kapazitätsgrenzen, sei es beim Feiern von Dienstjubiläen verdienter Mitarbeiterinnen oder im Fasching beim Rathaussturm.

Es verdient deshalb ausdrücklich Anerkennung, dass die Stadtspitze schnell und unbürokratisch der Renovierung & Erweiterung des Rathausgebäudes zugestimmt hat, so dass mit den vorbereitenden Arbeiten bereits in der Nacht zum 1. Mai begonnen werden konnte.


Das Dahenfelder Rathaus ist während der Umbauarbeiten nur von der Rückseite für Besucher zugänglich.

Die Ortsverwaltung bittet alle Einwohner um Verständnis, dass baubedingt bis auf weiteres der Haupteingang zur Verwaltungsstelle geschlossen bleiben muss. Es besteht aber die Möglichkeit, von der rückwärtigen Seite über ein während der üblichen Sprechzeiten geöffnetes Fenster in das Rathaus zu klettern.


Interessiert verfolgt eine Abordnung erprobter Dahenfelder Fassadenkletterer die Einrüstungsarbeiten.
Bruno Bauer (vorne Mitte) und seine Mannschaft hoffen, dass bis zur nächsten Faschingssaison
wieder alle Rathauseingänge geöffnet sind. (Fotos: Johann Habla)

01.05.2006

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Ursula Herrmann seit 25 Jahren bei der Stadt Neckarsulm beschäftigt

Auf 25 Dienstjahre bei der Stadt Neckarsulm kann Ursula Herrmann zurückblicken. Die beim Bauhof in Teilzeit beschäftigte Saisonarbeiterin ist im Stadtteil Dahenfeld mit der Grünpflege der öffentlichen Anlagen betraut. In einer kleinen Feierstunde im Rathaus Dahenfeld überreichte Ortsvorsteher Johann Habla der Bauhofmitarbeiterin im Auftrag von OB Volker Blust die Ehrenurkunde zum Arbeitsjubiläum und dankte ihr für die bislang geleistete treue Mitarbeit.


Zum Arbeitsjubiläum nimmt Ursula Herrmann die Glückwünsche von
Ortsvorsteher Johann Habla (re.) und dem stellvertretenden
Personalratsvorsitzenden Martin Schmitzer entgegen.
Foto: Andreas Bracht

Auch der Leiter des Grünbereichs beim Bauhof, Anton Hirth, würdigte den Einsatz der Jubilarin. In Dahenfeld pflegt sie gemeinsam mit ihrer Tochter, Sabine Edwell, die gleichzeitig ihre Kollegin ist, die öffentlichen Grünanlagen. Das Motto „Unser Dorf soll schöner werden“ sei für Ursula Herrmann stets Ehrgeiz und Verpflichtung gewesen. So habe sich die gebürtige Dahenfelderin auch durch verschiedene Verbesserungsvorschläge hervorgetan. „Sie entscheiden selbständig und gut, ohne im Einzelnen immer angeleitet werden zu müssen“, lobte Anton Hirth. Den guten Wünschen zum Jubiläum schloss sich Bauhofkollege Martin Schmitzer als Vertreter des Personalrates an. „Auch als Dahenfelder bin ich stolz darauf, dass Du deine Arbeit immer pikobello erledigst“, äußerte der stellvertretende Personalratsvorsitzende anerkennend.

Bericht in der Neckarsulmer Stimme vom 07.04.2006

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Landtagswahl am 26.03.2006

Die Ergebnisse im Wahllokal Pfarrer-Abele-Kindergarten
.

Partei
Stimmen  %
CDU (Lasotta) 312 53,7 %
SPD (Gall) 128 22,0 %
GRÜNE (Strümann) 47 8,1 %
FDP (Heisig) 23 3,9 %
REP (Dagenbach) 15  2,5 %
WASG (Müllerschön)  14 2,4 %
NPD (Strohfeldt)  7  1,2 %
ÖDP (Feix)  -  0 %
Einzelbewerber (Krapf)  25  4,3 %

ungültig

9
 
gesamt 580  

Wahlberechtigte: 955
Wahlbeteiligung: 60,7 %

47 Briefwähler 
in Auszählung nicht enthalten !!!

 

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Der Dirigent lobt die schnelle Auffassungsgabe

Mit einem flotten Marsch eröffnete die Jugendkapelle die gut besuchte Hauptversammlung des Musik- und Gesangvereins Dahenfeld. Vorstand Benno Baum hob das Konzert des Projektchores im Frühsommer und den Liederabend des Männerchores im Herbst als Höhepunkte des Vereinsjahres heraus.


Die Jugendkapelle des Musik- und Gesangvereins Dahenfeld trug mit flotten Tönen
zum Gelingen der diesjährigen Hauptversammlung bei. (Foto: privat)

Bei allen musikalischen Veranstaltungen sei man, so Baum, bestrebt gewesen, das Publikum gut zu unterhalten und das Ambiente so angenehm wie möglich zu gestalten.

Interessiert folgten die Vereinsmitglieder den Ausführungen von Kassierer Friedhelm Baumert. Trotz erheblicher Investitionen in die technische Ausstattung der Blaskapelle, konnte ein positives Ergebnis erwirtschaftet werden. Die Kassenprüfer bescheinigtem dem aktiven Sänger Friedhelm Baumert eine sehr gute Kassenführung und beglückwünschten die Vereinsmitglieder, dass sie diese Position mit einer so qualifizierten Persönlichkeit besetzt haben. Schriftführerin Stefanie Erlewein gab einen Rückblick über die vielfachen Vereinstätigkeiten und nannte einige statistische Kennzahlen des 259 Mitglieder starken Vereins.

Der Abteilungsleiter des Männerchores, Roland Traub, unterstrich das gute Verhältnis innerhalb der Chorgemeinschaft, die seit nunmehr vier Jahren mit Eintracht Cäcilia Binswangen besteht. Dirigent Sebastian Erlewein wandte sich schriftlich an die Versammlung und würdigte insbesondere die guten Leistungen des Männerchores beim Konzert.

Auch Annegret Friede, Dirigentin des gemischten Projektchores, zeigte sich von der Einsatzfreude und den daraus resultierenden musikalischen Ergebnissen ihres Ensembles sehr beeindruckt. Projektchorchefin Gisela Lohmann berichtete über 15 Singstunden, zwei Probenachmittage und ein Übungswochenende in der Jugendherberge Ludwigsburg, das die inzwischen auf 43 Mitglieder gewachsene Truppe im abgelaufenen Jahr absolviert hat.

Im konzertfreien Jahr trat das Blasorchester 32 Mal öffentlich auf, dies berichtete Kapellenobmann Herbert Schiemer. Dirigent Gerd Nagel wies darauf hin, dass er immer wieder überrascht sei, wie der Vereinsbetrieb in Dahenfeld diszipliniert und engagiert verläuft. Die Kapellenmitglieder seien derzeit in der Lage, seine musikalischen Vorstellungen schnell zu erfassen und zügig umzusetzen.

Jugendleiter Wilfried Huber berichtete vom Ausflug ins Technikmuseum „Technorama“ nach Winterthur und von weiteren zahlreichen Aktivitäten der verschiedenen Musikgruppen. Nach dem Ausscheiden von Wolfgang Kapp als Jugenddirigent, sucht er derzeit eine/n geeignete/n Nachfolger/in, für das mit 30 Jungmusiker besetzte Nachwuchsorchester.

Die Wahlen ergaben folgende Ergebnisse: Der Vorsitzende Benno Baum und der Kassierer Friedhelm Baumert wurden in ihrem Amt bestätigt, in den Ausschuss wurden folgende Personen gewählt: Harald Heinrich (neu), Martin Herrmann (neu), Andreas Kapp (neu), Peter Keicher, Kornelia Keilbach, Thomas Lohmann, Melanie Momber (neu), Martin Schmitzer, Bettina Sieger, Stefanie Vogt. Als Kassenprüfer wurde Gisela Lohmann und Stefan Erlewein von der Versammlung bestimmt.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 16.03.2006

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Sechzig Jahre jung - Sportclub Dahenfeld setzt auf eigenen Nachwuchs
Harmonische Generalversammlung im Jubiläumsjahr

von Johann Habla

Gut besucht war die Generalversammlung des Sportclubs Dahenfeld. Der 1946 gegründete "SCD" feiert in diesem Jahr seinen sechzigsten Geburtstag. Und damit nicht genug: Das am 13. März 1981 eingeweihte Sportheim kann auf 25 Jahre zurückblicken. Erster Vorstand Stefan Erlewein ist stolz auf die "Gute Stube" seines Vereins und froh, dass mit dem Ehepaar Vogt wieder Ruhe an der Pächter-Front eingekehrt ist.

Ein Vereinsheim dieser Größe ist ein wesentlicher Kostenfaktor. Aus den Mitgliedsbeiträgen lässt sich die Instandhaltung nicht finanzieren. Zumal der Sportclub im Vergleich zu anderen Unterländer Vereinen auf niedrige, familienfreundliche Beiträge setzt. So ist man auf die Einnahmen aus den jährlichen Festen angewiesen. Dafür bedarf es an Fasching, 1. Mai und Dorffest vieler freiwilliger Helfer. Und nicht zuletzt weiß Erlewein: "Das Wetter muss immer gut sein!". Nur dann sind auch Investitionen wie der rechtzeitig zur Fußball-WM beschaffte Großbild-Fernseher möglich.

Stefan Erlewein dankte allen Funktionären und Übungsleitern, vor allem den 43 Jugendtrainern und Betreuern, die sich das Jahr über der mehr als 180 Kinder und Jugendlichen im Verein annehmen. Die engagierte Nachwuchsarbeit ist ein wesentlicher Grund dafür, dass die Mitgliederzahl in den letzten zehn Jahren um fast 200 auf nunmehr 726 angestiegen ist.

Dank richtete Erlewein auch an die Stadt Neckarsulm für deren vorbildliche Unterstützung. Unglücklich sind Ortschaftsverwaltung und Verein darüber, dass der 2004 eingeweihte Trainingsplatz aufgrund von Mängeln nicht bespielbar ist und dadurch das Hauptspielfeld zu stark beansprucht wird. Wegen des anhängigen Rechtsstreits ist ein Ende der Misere noch nicht absehbar. Jetzt wird als Provisorium der alte "Bolzplatz" am Backhausweg hergerichtet und mit Flutlicht ausgestattet.

Die erste Fußballmannschaft hatte sich den Wiederaufstieg in die Kreisliga A als Ziel gesetzt. Nach gutem Start verlief die Saison jedoch nicht optimal. Bei fünf Punkten Rückstand auf einen Relegationsplatz ist für die mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren stark verjüngte Truppe zwar "noch alles drin". Abteilungsleiter Arnold Heinrich mahnte aber eine bessere Trainingsbeteiligung an. Richtig sei jedenfalls der eingeschlagene Weg, einen Neuaufbau zu wagen und auf die eigene A-Jugend zu setzen.

Der Weg in die erste Mannschaft beginnt beim SC Dahenfeld schon bei den erfolgreichen Bambini, die in ihrer Spielrunde den 1. Platz belegten. Die B-Jugend qualifizierte sich für die Leistungsstaffel. Dass in jeder Jahrgangsstufe eine Mannschaft gemeldet werden konnte, darauf sind Bruno Bauer und Hermann Bertsch mit Recht stolz: "Mehr kann man als Dorfverein nicht machen". Verdienten Applaus gab es auch für Bernd Chardon und das 20köpfige Betreuerteam der Turnabteilung. Für die Turnerjugend war die Reise zum Deutschen Turnfest nach Berlin der Höhepunkt des vergangenen Jahres.

Auch ältere Semester haben im SC ihre sportliche Heimat. Das Spektrum reicht von Fußball über  Aerobic bis zur Herren-Gymnastik. Für die Tischtennisabteilung berichtete Gerd Krühsel über deren vielfältige Aktivitäten und die zunehmende Zahl Jugendlicher im Training. Er appellierte an alle ehemaligen Fußballer, statt des Leders einmal das Spiel mit dem Zelluloidball auszuprobieren.

Die finanziellen Verhältnisse des Vereins sind bestens geordnet und die Führungsmannschaft arbeitet harmonisch zusammen. Die Mitgliederversammlung honorierte dies mit der einstimmigen Entlastung des Vorstands, die traditionsgemäß von Hugo Keicher beantragt wurde. Der frühere Ortsvorsteher war sich mit Vorstand Stefan Erlewein einig, dass die hervorragende Jugendarbeit des Vereins noch wichtiger sei als ein Spitzenplatz der aktiven Fußballer. Auch die Wahlen verliefen wie erwartet. Zweiter Vorstand Winfried Heinrich, Kassier Hans-Peter Weinreich, Schriftführerin Ilselore Kühner und Fußballjugend-Leiter Bruno Bauer wurden ohne Gegenstimmen für weitere zwei Jahre gewählt. Die neue, alte Vorstandschaft darf sich nun mit der Anregung befassen, doch auch das sechzigjährige Vereinsjubiläum im Herbst "angemessen" zu feiern. Stefan Erlewein wollte eigentlich erst zum 75jährigen Bestehen wieder einen großen Festakt. In der Hoffnung, wie er augenzwinkernd zugab, dann nicht mehr für Organisation und Durchführung verantwortlich zu sein.

13.03.2006

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Rathaussturm in Dahenfeld - Narren und Zuschauer kamen auf Ihre Kosten - Ortsvorsteher Hablas bange Minuten

von Gabor Spiry

Der Rathaussturm, üblicherweise am „Schmutzige Dunschtig“, will gut geplant sein. Insbesondere dann, wenn die Gefahr droht, in der Verwaltungsstelle niemanden anzutreffen. Deshalb ist es in Dahenfeld üblich, den Sturm auf Freitag vor dem Faschingssonntag zu legen. Und damit der kleinste Neckarsulmer Stadtteil mit seinen fast 1400 Einwohnern mobilisiert werden kann, wiesen entsprechende Schilder, gut sichtbar an Laternen, auf den Termin um 17.62 Uhr hin. Ein Zeichen auch dafür, dass in „Dofeld“, wie die Einwohner liebevoll sagen, die Uhren anders gehen.

Große Angst musste Ortsvorsteher Johann Habla aber nicht haben. Seit 2004 Nachfolger des legendären Alt-Ortschaftsrates Hugo Keicher, hat er schon den einen oder anderen Rathaussturm miterlebt (und auch als „Delinquent“ erlitten). Die vergleichsweise milden Strafen seit dem ersten Sturm aufs Rathaus im Jahre 2002, der von der Gruppe „DIVUS“ (Dahenfelder infantile Vereinigung Unsinn) um Quido Kleiner initiiert wurde, sind vielleicht auch der Kollaboration der Verwaltung mit dem “Trichtergericht“ zu verdanken. Widerstand zwecklos, könnte man sagen.
Als aber der am Klopfen und Pfeifen deutlich hörbare närrische Volkszorn nähert, läuft bei Johann Habla wahrscheinlich nochmals ein Film über sein Leben als Ortsvorsteher ab. (Was habe ich alles falsch gemacht?) Etwas blass um die Nase schließt er das Portal zum Rathaus. Dieses Jahr ist es als Flaggenladen deklariert, nachdem 2005 die Tarnung als „Versorgungsamt Heidelberg“ kein Dahenfelder abgenommen hatte. Schnell wirft er sich noch eine Fahne über, die zum Kostüm mit dem St. Remigius-Bildnis umgeschneidert wurde. „Die streng limitierte Auflage“ ist damit um ein Exemplar ärmer. Aber es nützte nichts, den Schutzpatron Dahenfelds auf diese Weise um Beistand anzuflehen.

Plötzlich knallt die Sturmleiter gegen das Fenster zum Ratssaal, wo Sekt, Bier und Orangensaft auf die Narren warten. Ein Sektempfang der etwas zünftigeren Art? „Nein, hier kommt, wer lustig ist“. Lustig muss es für den Ortsvorsteher auch gewesen sein, als er letztes Jahr ein Bad im Bottich nehmen musste. Als „Reingeschmeckter“ hatte er sich geweigert, durch den wenig einladenden Feuersee zu schwimmen. Zu diesem Zeremoniell an gelungener Dorfintegration sind nämlich alle Dahenfelder Neubürger herzlich eingeladen. Einen Fragebogen zur Einbürgerung braucht es dann nicht mehr. Nicht in Dahenfeld, der kleinen und zuweilen eigenwilligen Gemeinde, die seit 1971 zu Neckarsulm gehört, aber Anno Domini 1177 bereits vom Papst urkundlich erwähnt wurde.

„Das Tolle hier am Dorf ist, dass das ganze Jahr was los ist. Die Leute warten nicht auf ein Programm. Sie sind bereit, etwas für andere zu tun“. Johann „Jacky“ Habla wird sich an seine eigenen Worte erinnert haben, als er vom Trichter-Gerichts-Diener Lothar Mattes alias Sankt Remichele (mit ch) abgeführt wurde. Die Anklage: „Umzugsuntaugliches-Straßen-Begleit-Grün“ in der Erlenbacher Straße. Aus dem Narrendeutsch übersetzt: Die Bäume wurden nicht faschingsgerecht beschnitten. Der “Pflichtverweigerer” (gemeint ist der Pflichtverteidiger) plädiert auf eine milde Strafe bzw. auf einen Lehrgang im Baumbeschneiden. Aufgrund der Betonung schwant dem Ortsvorsteher Böses und er fleht um „Gnade!“ Als dann auch noch Stefanie Erlewein, Verwaltungsfachkraft im Rathaus, aus der Menge heraus verhaftet wird – der Satz muss sein – spielen sich tumultartige Szenen ab. Kurzerhand wird sie Mitangeklagte. „Im Namen des närrischen Volkes“ fällt das “Trichtergericht” das sofort vollstreckbare Urteil: „Wegen Verletzung der Hugo-Norm, zwei Kurse im Baumschnitt“.

Bemängelt wurde vom “Trichter” das Tempo beim Sägen von Hand. Nach Anfeuerungsrufen und mit vereinten Kräften wurde der Stamm darauf in passabler Zeit zersägt. Leider ging dabei die „200 Jahre alte Säge“ zu Bruch. „Eine schwierige Vollstreckung“, befand Hans-Peter Weinreich, Ortschaftsrat in Dahenfeld, der nach eigenen Angaben erst vom Glockengeläut bei der Arbeit „geweckt“ wurde.
Nachtrag: Die fast übermenschlichen Anstrengungen der Faschingswochen waren den versammelten Narrenzunft, insbesondere den „Pleitegeiern“ kaum anzumerken. Im Gegenteil freute man sich schon auf die Festfolge 2006.

Bericht in der Neckarsulmer Woche vom 01.03.2006

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Wahlberechtigte bei der Landtagswahl

In Neckarsulm sind 17.007 Einwohner bei den kommenden Landtagswahl am 26. März stimmberechtigt (Stand 21.02.2006). In der Kernstadt dürfen 9.726
Bürger wählen, in Amorbach 3.280, in Obereisesheim 3.001 und in Dahenfeld sind es exakt 1.000 Wahlberechtigte.

27.02.2006

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Dahenfelder beim Faschingsumzug in Wimpfen

Seit einigen Jahren sind die DIVUSler mit ihren Motivwagen beim Wimpfener Umzug dabei. Und auch in der Faschingshochburg beeindrucken die von den Chefkonstrukteuren Quido Kleiner und Edgar Mattes gebauten Figuren. Die Heilbronner Stimme brachte den Dahenfelder Wagen wiederum groß als Aufmacher auf der ersten Lokalseite (nachstehend das Foto mit der Original-Untertitelung):


„Angela-Macht macht säxy“ stand in großen Buchstaben auf dem Wagen aus Dahenfeld.
Die politischen Fahrzeuge hatten ihr Lieblings-Thema:
Angela Merkel und ihre Machtübernahme.
Besonders erwähnenswert fand die Gruppe um Quido Kleiner
wohl den Sex-Appeal der Bundeskanzlerin. (Foto: Andreas Veigel)

Auch ein paar unverzagte Pleitegeier aus Dahenfeld hatten sich nach Wimpfen auf den Weg gemacht, wie man auf der Internet-Seite der Heilbronner Stimme nachvollziehen kann (alle Fotos: Peter Klotz):

Zwei überaus wichtige Stützen des Dahenfelder Faschingsbetriebs, die oft stundenlang alleine über Landstraßen tuckern, während die anderen DIVUSler schon fröhlich feiern: Theo Vogt und sein treuer Traktor; vorne links Zauberfee Erika.



 

Die Nachwuchs-DIVUSler Micha und Conny haben den Bogen raus: Fröhlich sein und Geschenke machen!


Aus der Heilbronner Stimme vom 27.02.2006

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Reinhold Seitz erhält Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Heilbronn

von Andreas Bracht

Der Ehrenabteilungskommandant Dahenfeld der Freiwilligen Feuerwehr Neckarsulm, Brandmeister Reinhold Seitz, ist mit der Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Heilbronn ausgezeichnet worden. Der langjährige Kommandant der Feuerwehrabteilung Dahenfeld erhielt die Auszeichnung an seinem 60. Geburtstag (am 15. Februar). Überreicht wurde sie vom Kommandanten der Feuerwehr Neckarsulm, Hermann Jochim, der dem Geburtstagskind auch im Namen des Verbandes für jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement im Brand- und Rettungseinsatz dankte. Hermann Jochim ist stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Heilbronn.


v.l.n.r.: Reinhold und Margarethe Seitz, Hermann Jochim (Foto: Andreas Bracht)

Die Ehrennadel des Verbandes wird an Personen verliehen, die sich in besonderer Weise um das Feuerwehrwesen verdient gemacht haben. Reinhold Seitz war 25 Jahre lang Kommandant der Feuerwehrabteilung Dahenfeld. Nach der Eingemeindung des Ortes rückte er auch mit der Abteilung Neckarsulm zu Tageseinsätzen im gesamten Stadtgebiet, auf der Bundesautobahn und zur Überlandhilfe aus. Nach einer aktiven Dienstzeit von 41 Jahren wechselte Reinhold Seitz zum 1. Mai 2005 in die Altersabteilung der Feuerwehr Neckarsulm.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 22.02.2006

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Aufmarsch von Römern und Chirurgen

Von Waltraud Langer

Die Dahenfelder gaben sich schon immer selbstbewusst. Erinnert sei an einen Maischerz, als weithin sichtbare Lettern kalifornisches Flair beschworen. Jetzt hat Dahenwood sogar die WM geholt, als Faschingsmotto „WM isch in Dohfeld!“ Und das Remigele hat zugeschaut.


Monika Schmitzer und Birgit Lohmann setzten bei der Dahenfelder Faschings-WM
ganz auf Deutschland.

„Also, da muss ich mal überlegen, die Halle ist 1987 gebaut worden, und den ersten Fasching haben wir 1988 gefeiert“, sagt Stefan Erlewein, Vorstand vom Sportclub Dahenfeld, der mit dem Musik und Gesangsverein die Veranstaltung ausrichtet. Erlewein organisiert außerdem den „Kleinsten Umzug im Unterland“ am Sonntag, der von jeher dazugehört wie auch der Kinderfasching im Anschluss daran.

In der Hüttberghalle trudeln jetzt die Masken ein. „Viele private Cliquen kommen in gleichen Kostümen“, erklärt Faschingsexperte und Vorstand des MGV Benno Baum den Aufmarsch von Weihnachtsmännern, Römern und Jamaikanern. In Tüllwogen gehüllt, auf dem Kopf blinkende Spitzhüte, schwebt ein Schwarm Zauberfeen in den Saal.

Aber es gibt auch Duos und Individualisten - allerliebste Schnecken mit gerollten Isomatten auf dem Rücken, Chirurgen im grünen Operateurs-Outfit, einen feurigen Torrero, ein Riesenbaby. Zusätzliche Stühle müssen herbeigeschafft werden. Die Halle ist gut voll. DJ Freddy legt auf und die Froschlochbläser, eine Sondertruppe des MGV, machen Stimmung von den „Kreuzberger Nächten“ bis zum „Rock around the clock“.

Und dann das Programm, zusammengestellt von Stefanie Vogt: Einmarsch mit Funkenmariele Sascha Keck. Der Elferrat ist ein Sechserrat, man ist ja schließlich nicht in Mainz. Lothar Mattes macht den Conferencier als hätt’ er nie was anderes gemacht. Das Motto ist Fußball, also gibt es auch eine Hymne. Die singt mit Inbrunst Sarah Connor alias Florian Schmitzer.


Sarah Connor alias Florian Schmitzer
bei der bestens gelungenen Hymne.
(Fotos: Waltraud Langer)

Bern 1954, Weltmeistertitel, das ist lange her und die Veteranen von damals nicht mehr taufrisch, aber kaum in Dahenfeld werfen sie die Krücken von sich und legen los im sexy Ballett. Büttenreden gibt es auch. Eine wird mit dem Titel „Trapper Toni“ angekündigt und geht irgendwie so: „Kahn passieren dass hoch vom Effenberg der Beckhambauer strunzbesoffen“ - bei der grandiosen Wortakrobatik von Bernd Halter bleibt kein Auge trocken.

Sascha Körner heizt dem Publikum mit Gitarre und mächtiger Stimme ein, und zum Grande Finale schmalzt Udo Jürgens alias Musiker Schmitzer im Bademantel am Piano. Danach ist noch lange nicht Schluss. Die Froschlochbläser lassen‘s wieder krachen und schließlich gibt‘s Disco. Der Ortsvorsteher Johann Habla schwebt als Zauberer mit seiner Zauberfeeclique durch den Saal, sein Vorgänger Hugo Keicher lässt sich von zwei Superwomen flankieren - und über allem wacht als großflächiges Wandbild das Remigele von Matthias Herkle, eine Karikatur vom Ortspatron St. Remigius.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 14.02.2006

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Dahenfelder TT-Vereinsmeisterschaften 2006

In diesem Jahr konnte erfreulicherweise eine Jugendmannschaft ihre Stärken in der Gruppe C ausspielen. Nach hart umkämpften Spielen konnte sich Patrik Roth den ersten Platz sichern. Lars Reinhart belegte Platz 2 vor Timo Körner auf Platz 3.


Hermann Bertsch hat es nach 2002 wieder geschafft und gewann verdient den Einzelwettbewerb in der Gruppe A vor Michael Häußler Platz 2 und Manfred Körner auf Platz 3. In der Gruppe B konnte sich Karl Rothenbacher gegen Andy McQuirth durchsetzen, dritter wurde Kevin Lauth.

Der Doppelwettbewerb wird am 10.03.2006 während des Freitagstrainings ausgetragen.


10.02.2006

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Fasching 2006 in Dahenfeld
 
Am 11. und 12. Februar wird es wieder närrisch in Dahenfeld.
 
 „WM in DOHFELD“! lautet das diesjährige Motto, mit dem der Sportclub und MGV Dahenfeld die Gäste unterhalten.  Am Samstag, 11.02., um 19.59 Uhr wird es in der Hüttberghalle deshalb eine „WM-Eröffnungsgala“ mit vielen Überraschungen, wie der live gesungenen Nationalhymne von Sarah Connor oder die  Fußballexpertin Tante Käthe geben. Die original Dohfelder Froschloch-Bläser und DJ Freddy  werden für Ramba Zamba und gute Stimmung sorgen.
 
Um 13.59 Uhr am Sonntagnachmittag zieht wieder durch Dahenfelds Straßen der längst nicht mehr kleinste Umzug im Unterland. Dieser endet vor den „Toren“ der Hüttberghalle. Im Außenbereich werden Getränke und Stärkung sowie Stimmung für Akteure und Gäste geboten, während ab  14.31 Uhr in der Hüttberghalle der Kinderfasching mit DJ Freddy beginnt.
 
Die Dahenfelder Vereine freuen sich auf zahlreiche Gäste!

Weitere Infos und zum Mitmachen anregende Bilder auf:

www.mgvdahenfeld.de/Fasenacht2006.htm

www.mgvdahenfeld.de/Froschlochprobe.htm

08.02.2006

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Karl Heinrich wird 80

Der Dahenfelder Karl Heinrich feiert am Montag, 6. Februar, seinen 80. Geburtstag. Als Mitbegründer des Sportclubs (SC) Dahenfeld spielte Karl Heinrich nach Aufstellung einer eigenen Mannschaft bis 1960 in seinem Heimatdorf aktiv Fußball.

In dieser Zeit war er als Ausschussmitglied, Abteilungsleiter und Jugendleiter der Fußballabteilung tätig und gehörte der Theatergruppe des SC Dahenfeld an. Von 1975 bis 1978 war der SC-Dahenfeld ohne 1.Vorsitzenden. In dieser Zeit führte Karl Heinrich die Geschäfte stellvertretend weiter. Bis 1982 war er Zweiter Vorsitzender des Vereins.

Am 14.Juni 1986 wurde ihm die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg verliehen. Zugleich wurde Heinrich zum Ehrenmitglied seines Sportvereines ernannt.

Noch heute wirkt der Dahenfelder bei verschiedenen Anlässen des Sportclubs mit. Der Erste Vorsitzende Stefan Erlewein bezeichnet Heinrich als „großes Vorbild und ruhenden Pol“ des Vereins.


06.02.2006

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Einwohnerzahlen nach der Fortschreibung zum 31.12.2005

Zum 31.12.2005 lebten in Neckarsulm 26.671 Einwohner in 9.461 Haushalten, darunter 21.364 = 80 % deutsche Staatsangehörige und 5.307 = 20 % Ausländer. 

In den drei Stadtteilen wohnen 5.233 (Amorbach), 4.370 (Obereisesheim) bzw. 1.373 (Dahenfeld) Bürgerinnen und Bürger. Die Zahl der Haushalte in Dahenfeld beträgt aktuell 593.

05.02.2006

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Termine Baby-Basare 2006

Auch in diesem Jahr sind wieder zwei Baby-Basare in der Hüttberghalle geplant. Der Erlös wird einem guten Zweck zugeführt.

Der erste Babybasar ist am 18.02.06 von 13.00 bis 15.30 Uhr. Die Tischreservierung ist möglich am 06.02.06 von 9.00 - 11.00 Uhr bei S. Kühner, Tel. 07139/18491.

Der Babybasar im Herbst findet am 30.09.2006 von 13.00 - 16.00 Uhr statt.

25.01.2006

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Horst Köhler stimmt an, und alle singen das Ständchen mit

Von Barbara Barth

Neckarsulm hat ihn wieder: Die große Reise ins ferne Berlin zum Neujahrsempfang des Bundespräsidenten hat Torsten Rönisch überstanden. „Das war echt gut“, erzählt der Neckarsulmer Feuerwehrmann und Seelsorger begeistert. Aber froh ist er doch, „wieder bei den Normalen zu sein“.

Vom Protokoll des Bundespräsidialamtes minutiös geplant, verlief der zweitägige Ausflug ohne jede Panne. Kaum im Hotel nahe Unter den Linden eingecheckt, machte sich Torsten Rönisch auf die Socken und erlebte, was jeder Berlin-Neuling erstaunt feststellt: „Da ist ja alles so nah beieinander.“

Abends qualmten zwar doch die Socken, doch der 35-Jährige hatte vieles in Augenschein genommen, was er sonst immer nur im Fernsehen sah. Eine Stunde lang wurden die 70 ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürger aus allen Bundesländern, drei kamen aus Baden-Württemberg, dann noch vom Protokoll auf den nächsten Tag eingestimmt und mit dem guten Rat, keine Angst zu haben, ins Bett geschickt. „Ich habe auch ganz gut geschlafen, aber beim Frühstück war ‘s mir doch flau“, erzählt der Neckarsulmer rückblickend. Schließlich geht man nicht jeden Tag über den roten Teppich ins Schloss Bellevue und schüttelt dem Bundespräsidenten die Hand.

Total überrascht war er auch, dass er plötzlich neben der Bundeskanzlerin Angela Merkel stand, mit Franz Müntefering plaudern konnte und sich Annette Schavan nach seinem Wohlbefinden erkundigte. Bundestag, Bundesrat, die Regierungschefs der Länder, Parteien, Sicherheitsorgane, Verbände, Kammern, Wohlfahrtsorganisationen, Wirtschaft und Gewerkschaften bildeten das Defilee. Und mittendrin die Bürger.

Wichtig war Torsten Rönisch, sein Ehrenamt gut zu vertreten. „So, bei der Feuerwehr Neckarsulm sind Sie“, sagte der Bundespräsident mit Blick auf seine Uniform. Sein Aufgabengebiet bei der Notfall- und Feuerwehrseelsorge schilderte ihm Rönisch eingehend, und Köhler bekundete mit Blick auf das Unglück von Bad Reichenhall, wie wichtig es sei, dass auch Helfer Hilfe erhalten. Beim noblen Mittagessen - es gab Kraftbrühe von Havelländer Flusskrebsen, Rücken vom Fläminger Damwild und Halbgefrorenes von Akazienblütenhonig mit einheimischen Feigen - ließ das Staatsoberhaupt die Gäste wissen, dass das Ehrenamt nicht alle Lücken schließen könne. „Ohne wäre die Gesellschaft aber ärmer und dunkler, durch das Ehrenamt wird sie reicher und heller.“ Ein Geburtstagsständchen, angestimmt vom Bundespräsidenten und seiner Frau für einen 70-jährigen Gast, vereinte alle 300 Teilnehmer zu einem riesengroßen Chor.

Beglückt von vielen Gesprächen und voller Ideen und Inspirationen kehrte Torsten Rönisch zurück in seine kleine Welt. „Ich war einen Tag auf dieser Bühne, die Politiker stehen da jeden Tag drauf“, wurde ihm klar. Für sich entschied er, dass ihm sein Leben in Neckarsulm doch mehr behagt.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 13.01.2006

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Als Feuerwehrmann und Seelsorger immer da, wo ’s brennt

Von Barbara Barth

In die große Hauptstadt reist er zum ersten Mal und vorm Fliegen hat er Angst. Trotzdem kann es der Neckarsulmer Torsten Rönisch kaum erwarten: Morgen wird der Notfall- und Feuerwehrseelsorger von Bundespräsident Horst Köhler in Berlin empfangen.

Als er den Brief des Bundespräsidialamtes kurz vor Weihnachten erhielt, glaubte er noch an einen Scherz. Er beim Neujahrsempfang ins Schloss Bellevue? Doch fix wie der 35 Jahre alte Gemeindereferent der katholischen Kirche ist, hat er sofort in Berlin angerufen und erfahren, dass alles seine Richtigkeit hat. Er gehört in diesem Jahr zu den Bürgerinnen und Bürgern, denen der Bundespräsident für ihr ehrenamtliches Engagement danken will.


Torsten Rönisch wird morgen
vom Bundespräsidenten empfangen.

In Dahenfeld aufgewachsen, ist Torsten Rönisch schon viel länger Feuerwehrmann als ein Mann der Kirche. Die Feuerwehr-Dynastie Jochim gehört zu seiner Verwandschaft. Da war es nur selbstverständlich, dass er mit 14 Jahren zur Jugendfeuerwehr ging, mit 18 zu den Aktiven gehörte.

Erst lernte er Krankenpfleger, dann Rettungsassistent und schließlich studierte er Theologie in Freiburg. Seit 2000 ist Rönisch wieder in seiner Heimatstadt und widmet sich neben seiner beruflichen Tätigkeit an Schulen, in der Jugendarbeit, der Ökumene und in Gottesdiensten der Feuerwehrseelsorge: seit 1998 im Stadt- und Landkreis Heilbronn, seit 2003 in der gesamten Diözese Rottenburg-Stuttgart. Zu ihr gehören rund 60 000 Menschen in den Berufs- und den Freiwilligen Feuerwehren. Als Notfallseelsorger begleitet er auch polizeiliche Einsätze.

„Es geht nicht um mich“, sagt Torsten Rönisch sympathisch bescheiden. „Es geht um unsere Arbeit, nämlich um das Beistehen und Begleiten von Opfern und Helfern.“ Was passiert mit den Leuten, wenn die akute Rettung oder Hilfe nach Bränden und Unfällen weg ist? Das wird er auch Horst Köhler morgen versuchen zu erläutern.

Heute früh fliegt er, bezieht sein Hotel und macht Berlin auf eigene Faust unsicher. Um 18.30 Uhr muss er sich in der Hotel-Lobby zum Meeting einfinden. Dann wird er mit den anderen Ehrenamtlichen auf die Gepflogenheiten beim Staatsoberhaupt eingeschworen. Um die Kleiderordnung (schwarzes Kleid, dunkler Anzug, Tracht) muss er sich keinen Kopf machen: Rönisch geht als aktiver Feuerwehrmann natürlich in Uniform. „Am Mittwochmorgen holt uns ein Bus um 9 Uhr ab“, weiß er. Die Gäste werden in das frisch renovierte Hohenzollernschloss im Tiergarten, Spreeweg 1, kutschiert. Sie gehen die Treppe hinauf, im Vorraum ordnet sie das Protokoll alphabetisch. Dann geht es in den Langhanssaal, rechts steht die Tribüne mit den Medienvertretern, links das Präsidentenpaar. Mit jedem Einzelnen wird Horst Köhler ein paar Worte sprechen.

Um 13 Uhr bittet der Bundespräsident zu Tisch, anschließend wird noch eine Stadtrundfahrt die Schokoladenseiten Berlins zeigen. „Ich bin so gespannt“, sagt Rönisch erwartungsfroh.

Von der großen Reise noch gar nicht wieder zurück, schmiedet der Mann mit Strahlrohr und Bibel schon weit gehende Pläne: „Die Feuerwehr im Vatikan anschauen, das wär doch einen Betriebsausflug der Neckarsulmer Floriansjünger wert“, findet er. „Schließlich haben wir ja jetzt sogar einen Papst, den wir nach dem Weg fragen können.“

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 10.01.2006

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